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Full text of "Moos-Moore Family Collection"

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CHI CHTE 



DES 



DORFES-UND-JUDENDORFES 






RAND EGG 



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GE S CH ICH fE 
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D R F E 5 -HI ND = JHDEMDORFES 
R A N, D E G &. 




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Gezeichnet nach der Natur und in Holz geschnitten von 

H5INRICH MOOS 

iUNDEGG. 

Xylo - Lithografische Anstalt in der " Krone " Randegg. 

k 1867. 



Meiner lielieiL Prau Katrin Eraa 
zu unserer goldenen Hochzeit 
Deze m lier 1970. 



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V R W R T . 



Als ich die»Geschichte der Familie MOOS-MOSS-MOOHE" schrieb, 
.vuchs m.hr und mehr das Interesse mad Verlangen.an^eine.Geschiei 
Te m eine S .Heimatdorfe S ,und vor allem dieses Judendorfes Randegg 
zu schreiben.Zwar meint Goethe, dass "die Zeiten der Vergangenhext 
ein Buch »it sieben Siegeln-sind.Di.ch ich versuchte hoffend, 
wenigstens einen Siegel fttr die Zeit der tergangenheit dieses 
Judendorfes rait einem leitrag zu seiner Geschichte Itffn zu 

ET£le Unterlagen zu bearbeiten hatte ich nur b..*b>**t i. 
Arcbiv in Karlsruhe die Moglichkeit. So war ich xm Wesentlichen 
auf die aufschlussreichen und bedeutsamen.wichtigen Arbeiten der 
fierren Steinegger-Schaffhausen und Denzel-Markelfing,n,Lehrer aA 

in Randegg, angewiesen. 

V/oran mir aber bei meiner Arbeit hauptsachlichst lag, war, die 
geistigen und gesellschaftlichen Verbal tnisse der Rundrgger 
Juden-und damit auch die.des Hegaus- feat zu halten,von der, 
Zeit des 39 d^hrigen Sieges bis zura Abbruch des dritten Rexches, 
um zu zeigen.welche Bindung des Deutschtums mit dem Judentum 
bestand und bestehen konnte,die in Randegg eine gewisse Eigen- 
pragung aufwies.und die wieder dahin gegangen ist.als dxe Juden 
aus diese m Kulturkreis vertrifeban wurden. 
Swar .ein «ef*hl,dass der spezielle Geist i* Unte—gsd^ 
in Sprache und Tun besonders bezeichnend war.dafttr.wxe dxe Juden 
in Randegg die Bindung an die alte gute Tradition .it den, -sen 
und den Verhaltnissen des ^orfes und Landes bejahend erlebten. 
ich will Mien anerkennend und herzlich danken.die mir hilfs - 
bereit mit Anleitung und Angaben im *inzelnen,wxe fttr s Ganze 
geholfen haben.Sesonders bin ich zu Bank verpflichtet Herrn Dr. 
lerner vom Stadtarchiv Singen,und «erm Gramer,*farrer in Randeg 



„ ir ^1 treu ge*lie*enen,Conpennalern : 
"n'lhingen und Dr.»athan Wolf In Wa„ g en,u„d dor 1 » «» »^ 

Wlrd * r ohichte meinea Heimatdorfes Randegg schrie* ich in 
Li ese Geschxchte meine ^ Mell|0urne . 

dankfearer Erinnerung im Laufe der 

,. n ,^ halse ich noch dankHar anzuerkennen die viele 
Schliesslich hate icn no ^^ 

Mflhe und 8egeisterung,die mem Sohn R.J.Moore 
ZnTaller ^ Copien meiner Ar.eit sich gege.en hat.. 



lfcourne.Kew, 1. August 1970 




TTJH AT.TR--- vYRZB ICKNIS • 

Vorwort. Bild von Randegg. 

1-3 Lage.Seschichte/ bis 1609- 

3a- 3e Zinslorief. 

4-7 Geschichte 1611-1970. 

8-9 AufHau von Schloss Randegg. 

10 - 13 Lasten der Juden. 

u _ 17 Jttdische Gemeinde in Zahlen. 

18 Ortsgemeinde in Zahlen. 

iq _ 22 die Kirche Randegg. 

2, - 27 die wirtschaftlichen Verhaltnisse. 

28 - 32 die geistigen.gesellschaftlichen Verhaltnisse. 

33 . I Militardienst.^efallenen-Liste 1914/18. 

36 _ 39 die Siraultanschule . 

40 der wirtschaftliche HOhepunkt. 

41 _ 46 *as jtldische ie*en . 

42 das Ra**inat 

45 die Lehrer 

46 die Vorsteher. 

47 _ 52 die Stiftungen. 
53 _ 54 der Friedhof 

55 - 62 der Grund¥esitz der Gemeinde. 

Schulhhus und Synagoge. Kaufvertrag. 
62 - 66 Einweihung des Gedenksteins. 

67 _ 84 die andern Judendttrfer : 

68 - 79 Wangen 

74 _ 77 Stammbaum der Pamilien Picard und Wolf. 

80 - 84 Worblingen. ^^^^^ 



■ 



■ 






Zweiter ^eil 
1-2 Hauserplan. 
3-37 die Familien 



Baumann.Biedermann.Blochmit Stamm>aum 
Dreifuss.Eichstetter, Guggenheim m.St 
Metzger.Moos m.St. .Neumann, Picard, 
Rosental, Rothschild, Weil m.St., fieler 



oo _ 45 Liste der Akademiker. 

46 _ 52 die Sprache der Juden Randeggs. 

53 _ 56 GeHrauche und feiertage. 

55 _ 62 andere £sstimmungen 

63 . 74 Liste aller geHrtachligen Worte 

73 -74 *e dens art en. 

75 6 76 jtldische Kttche. 



A. 

R A N D E G G Oder R A N I) E C K 
v/ie es frtther bezeichnender Weise geheissen hat, ist ein Dorf 
im unteren Tal der"B I B E R",an der Sstlichen Ecke des "Hohen 
Randen" ( 468 m.),gelegen in einer lieblichen, gesegneten 
Landschaft. Die Htlgel des Randen sind die letzten Auslaufer 
des Schwarzwaldes,da,wo er sich,wie Victor von Scheffel sagte, 
in das weite Becken verliert,in dem der Bodensee,als leuchtendes A 
Auge Gottes,in herrlich blauer FZiLche glanzt. 

Auf einem dieser Htlgel erhebt sich,etwa 40 m. uber 
dem Tal, der stattliche Bau einer machtigen Schloss-Burg, die schon 
im frtthen Mittela}terfeum erstenmal errichtet wurde, we il, ideal 
geleeren fur Raubritter,aiL der grossen Handelsstrasse, von Nord- 
Itfclien fiber den St.Gotthard, Schaffhausen,nach Ulm,Numberg und 
Augsburg ftihrend^und das Tal beherrschend,durch das sie zieht. 

Der"Bach",wie die Randegger die Biber nennen,bringt 
sein Wasser vom Hohen Randen he runt er, und lasst es zwischen 
saftigen Wiesen,und fruchtbaren Feldern in gemachlichem Lauf 
bei"Stein"in den Rhein ratlnden. 

Der Weg zum Schloss geht vom oberen Ortsteil aus, 
da wo jetzt das Gasthaus zur"Post"ist,umzieht den Schlossberg 
auf drei Seiten,und endet an der Sudseite in den Schlosshof. 
Dieser ist grflssten tfeils vom Herrenhaus, Wirtschaftsgebauden 
und einer kleinen Kapelle umschlossen. Ausgedehnte Garten und 
ein kleiner Park gehflren dazu.Sas Sanze ist von einer |esten 
Mauer schutzend umgeben,doch gehdren weite Wiesen und Felder 
in naher Umgebung zum Schlossgut.. 

Das eigentliche Schloss ist ein gewaltiger lau 
mit drei Stockwerken und vier machtigen Eckturmen,die rund vor- 
gebaut sind ,und von denen der an der tfstlichen Schmalseite das 
Eingangsportal hat,uber dem das Wappen der Schlossherren in Stein 
gehauen ist, und vom dem eine steinerne Wendeltreppe in die 
oberen, weiten Raume fuhrt. 

Wer je "auf dieses Schlosses Zinnen" stand, und 

auf das schttne LanSschaftsbild hinaus sah,wird es nie vergessen 

konnen 



n. 



Von den dickwandigen Rundttlrmen sieht man naoh der einen Sexte 
auf die dunkeln Midler der Dorf linger Steig,auf der andern nach 
den hellgrtinen Baumen des Sailinger Bergs,und dann.tiber das Tax 
und die Biber hinweg,,nach den lamggestreckten Heilsberg,und dem 
ttb erra.enden Hohentwil.de, stolzen Wahrzeichen des ^'XZsee 
steil aus der Ebene aufragt.und dann welter noch nach dem U nte rsee, 
dessen Hintergrund die Berge und Gletscher der Alpen hilden 

Der Ort,das Dorf.am Puss des eigentlichen Schlossbergs, 
ist schon von den ersten'-Edlen von Randegg" besiedelt worden,und 
liegt am flstlichen Abhang des ©ergs.dem entlang die Haupt- Post,- 
Verkehrs-Strasse vorbei fuhrt. Sie kommt von Gottmadingen her, 
■einst eine Vorsiedlung nurjetzt die n^chste Bahnstation.und nun 

ine stark aufstrebende Industrie Semeinde,,ber den letzten der 
R andenbuckel,dem»Hebsaok»,in Windungen durch dxe baumrexche n-, 
an den Hofen "Petersburg und Ziegelhof -vorbei, zur talsole. Da 
tt.tqu.rt si,W der "Bachbruck" die Biber,und da stehen auch dxe 
ZL Baaser. ^ie steigt langsa. an,und wird vom "unteren taen- 
an dauern, steiler.bis zur hochsten Stelle,da,wo 
Quelle ihr heilendes.etwas schwefliges Wasser spendet.und wo 
sie sich teilt,fort sich setzend nach ^ailingen,und nordwarts 
zur Zollgrenze nach DOrflingen. 

Zu beiden Seiten der Strasse stehen schone.gro.se 
ftaus.r.oft mit angebautem Stall und Scheune.und gehen an Sexten- 
strassen ab:einerseits die nach Bietingen .andererseits dxe nur 
K refund die,.. 8chul-und Sat-Haus vorbeif«hrend,nach den zum 
Ort gehorenden Weilern Murbach und Kaltenbach.Weiter oben sxnd 

solche zum-Hinterdorf und zum "Froschebach. " 
so Historisch 

karn icb uber Schloss und Dorf Randegg angeben.was ich aus der 
Litteratur von Vorgangern und von Bekannten erfabren habe,da mxr 
eigene Nachforschungen nur sparlich moglich waren. 

Wenn wohl auch schon im ll.,oder gar schon xm 10. 
Jahrhundert auf diesem beherrschenden Bergvorsprung eine Burg 
gestanden haben wird,so warden' doch erst urkundlich xm Jahre 



1214 



1499 



1520 
1506 



1556 

1567 
1583 



1592 



1609 



d, 

die Merren von Sandegg und ihre Burg genaht.Das Geschle.^ 

der Edlen von Kandegg hatte damals zwei Linien.eine burger- 

liC he,die in Schaffhausen,und eine adlige.die auf Schloss 

Randegg.ansassig v,ar,zum einen Teil.wfthrend der andere *eil 

au f einer Burg a, Heilsberg lebte.Die Edlen von Randeg waren 

Minlsteriale der Grafen von Montfort,aber trotzdem angesehen 

und begutert.so Lassen sie gegen Ende des 15. Jahrhunderts 

"ch Anteil an der Burg Langenstein.der Burg Heilsberg und 

ein "Sessheim-in Singen,und die Burg Gebenstein. 

^rde Schloss und Dorf Han*.« Ms auf den Grund nxWr..- 

g e t rannt,im»Sc,wei Z er-Scn W a,en-Krieg»,der den Sruch zw schen. 

Schweiz und Reich zur Folge hatte.Den Anlass hatten die 

Lilinger gegeben,die im Strait .it den ^-"^ 

den Brunnen abgruben.und in die Brunnenstuhe ein totes Kalb 

tarfen.Aus fiache unternahmen diese einen Rauhzug in den Hegau, 

und hraadschatzten.Randegg busste schwer;die Gailinger sollen 

sich"verkrttchelt "hahen. 

starb die eine Linie aus mit Georg von Randegg,die andere 

mi t fceinrich v.R. schon,der ohne mannliche Nachkommen war, 

sodass die Herrscbaft an seine Tochter Agnes kam.die mit 

einem Ritter Hans Amstaad verheiratet war, der 

diese Erbachaft an feebhard Il.von Schellenberg, einem Ver- 

wandten mit den ftandggern.verkaufte. 

bL 1577 bauten die Schellenberg die Burg Randegg wieder auf. 

ist Hans von Schellenberg, der Uelehrte, 155 2-1609, Schlossherr 

auf Burg Randegg.Er hielt eine glanzende Hofhaltung.mit 

Bienerschaft und Hofnarren, stattete das Schloss prAchtig aus, 

■it verschiedenen 8ammlungen,und sah viele hochgestellte und 

gebildete Manner jemer Zeit als Gaste bei sich. 

am Jacobitag.ist der«Zinsbrief "geschrieben den wir besitzen. 

Unser Vater erstand diese Urkunde.als der Haushalt der «.- 

aitzer des Schlosses.etwa 1883, auf gel«st wurde. 

Eine Copie mit Ubersetzung lege ich bei; eine andere hat 

das "Archiv der Stadt Singen" erha " en ; 3eine Schwes . 

starb Hans von Schellenberg, kinderlos.Erbm war 

ter Anna von Schelleriberc, 



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Ziruiszbrieff 
' off der Gemaindt Eandeck urns zehen guldin 
Zinsz Jrrlich auf Jarres gefa*lendt. 

, ,„ Msem Brief ,dasz wirrgemainlich 

- 4 B - hk " m ; n " ^ r»if gueb » f»l« willen w.lbedaCtlich von 
• - d VerUr T al T/ eS . aXuch »it genediger Verwillignng «« 

U " S " 8 9 " t „ LnSeTvon th llenberg ,u Hnxingen.Staufen und Wk. 

Edlen vetern »»*» ™ ^ „ tra ' mS ve8t en Kaufes.wir der 
3 unseren —« l *» ^ * RloMe rn u„d Gericn t en,Gais tl iCen *d 

dederseit vor alien ™££^ ^ nMht „,«,„ soil und „ag„ 

r;::^!: :::;::,; z » ^ — — — «- 

Brl efs,dea a™** 1 * aS EokharteB von Rattolfsell Corhem 
, und Caistllchen Herren "^ ^ zur Bandeok , 

A uch alien s el nen brnen and wermg Jerlicns Z i„,s, 

- ster gem :r; it::":tszz^ - *»*» ,««-«.- 

J- die »lr ansren Erben ™" fiailigen Appostels Tag gen 

<J sicheren gewalts , Sfcmentna! ^ Anlaitin.Krieg, 

y sonst mit fleuerungen JBer erdacht ^^ 

' sollem und wollen. Von uffen und ab togen 

Kwun,Waide r ,Walden,teldern,Holzern,Egerten,Btlr 

un d gefallen Hichzit Vor.ehalts ^^ ^ ^^ 

^> die all e BHHilhiewuBben dea erren P ^ ^ ^ ^^ 
Zinszgueter und u nd erpfandt fry und f exn ^ 

fe V a y hlruow verpfendt unschadlxch ) Und xst 

und geschehen ums Zwa* Mert J^^ werungf da 'von wir von de. 
, gainer disz Landt, unurr«n e r ^ ^™ n aufgerich , und 
fcrrp. Mufer unsers gueten gentte*. ™ " n wir m uns a 



bezalt sind 



msers gueten ge"«^"- all 

^ierauff so ge&den und versprochen wir 




unser Erben und flachkomem bey 

10 unsern an Aid stat* disen Verkauf und Kauf und was xn 
disenjBrief geschriben stet waar tfest und stat zuhalten dawider nit 
zu sein.noch schaffen gahen zewrder in kainem weg, s nder jederzext 
rechte redlichekvarschaft XSXSZ thuen und den ^erren Kauffer 

11 und seinen Erben dise zehen guldin Zinsz Nun fttrterhin aller 
ierlichen wir obstat zuraichen und zu Antwurten wie sich errbarlxch 
gebattrt.on alien ^rren Kosten und schaden,wo aber wir an Ainer oder 
°lter sturben wir sich das Jmer gefurg mechte 

12 seu.ig wurden.all so esz Veilermolten herren J^ftufer, seinen Erben 

Ter Innhaber disz Srifs mangel begegnete.So haben Sy hie.it guet 
ergeben Pacht und macht Vuns abgeschriben Perifiriret e Sturkh als 
Irer Verschr^iben Underpfandt, 

13 z*nerbieten Die wir auch von Stund an bey unsere* waren Erfreuen 
stwarkes raieden, Oder Sy me gen selbiche ^ene Zinszgueter und 

•nderpfandt und man davon abgieng und alt genueg ware, unsere axgne 
/meter ligende und farende 
' "Telche Sy wollen,die wir Inen hie.it auch verschrlban und verpfendt 
haben wollenJTW oder sonnders angreifen selbicher schon an 

■ sich oringen.dornach Verganten, versezen verkaufen oder selber 
behalten und darmit zuhandlen zuchurn 

Lassen Irres gefallens ungefrefelt gegen Ma*bi«Lieh.n. I-er 
splanng^dX und veil bisz ME Jnen vmb Jre verf alien Zxnsz 
.Wgel und geb rechen Auszrichtung venaegen geschehen xst, 

"Samet alien ^osten und schaden so ++ori1PT 

2 dessenwegen durch Anmanung.Treiben NfltenPftoden.Potten.i'ottenler 

■ i der geend BerichtzJebung verligen, verzeren, oder in Ander* 
r ^icn weggelissen . Sarumb dann frren schlechten Wort.n ane Treu 

Ttid oder andern be- * 

ergn„ s , Z ue g lauben sein soil. Hiervor dann una unsere Erben nnd 
alien - die bewnssten ansere g ese* ten Mlt^ |t«u d 
Ondez-pfand.Boch sonst kain ander unser Llfjent farende Haab and 
Cueter.nieht frieden.freien Schdaer noon „esehinaber eolle Ka.n 
aalstlicn noeh Weltllehe Freihelb g. nad B. ■ oh* ^f/^' 
KOT -en»H„f: MM nooh Landtgerlehb ,Bur S .n 



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A,forderung,-,Veiszun g ,Ainun g ,Bindtnus,Or d nun g ,Sat Z un g ,Gewonheit^ 
A „ PT> p^d L i S t Untreu.sach noch gruehde.die wir ~der 

;::„:;::: : l"^;^, ;—„ °^ ..«««-. - :r „ 

J.mandt on ^ nnderheit & wir mit P rchen sullen dises Haupt- 

guet ,eu> und .. ^ ^ ^^ rfgerlcM Dsmn 

Zinses sunvil und dxser Hca ^ AU92Ug Samet dom Bechten 

& gemainer wisS entlich in Kr-ft disz 

Brief . Boc>, so let oowol diser Brieff ainen vesWund s t9 ,en 
'.a. u„d aufwaisf .Von den, Barren Kaufer und u„s, aus i ., 
dern Ernaften ursachen und oaiderseits Kuzens .egen.fnn sonder- 
i t s d nn 8 und a^enandlet, das „ir der Verzauferr ; der unser 
Ere „ Ld tootto—n dlese sehen guldin sins, mit swaz Hnnderi 

= ; rr::;,rrrr:,=f .:r.:;=£, 

racht^ZaltTha^n aller derlichen wann Sy dessen Notturftig, 
macht unagewax Hauptguet aufzukunrfren und zur 
oder sunsten pelieft.uns sellic y s Antheil^em/ 

Ablosung treiben und nflten megen. Doch soil xrr Antne s* 

Abiosung alaubliche Anzaigung und 

Andern ain ganz firrU. Jar Zi ^ ^^ 

wissenschaft thuen, warm das geschehen.s Hauptguet 

" die "rKaufer g e M inlic»en duncn den Erst.an Bastlin Keller, 
wir die erkauier g n^erdermelten unserem gnedig 

den Dorfvogt,underthemg erveten Oberdermel 

q^oiipnbere ^deii Ersin angebor/n lnsigej. 



3 It 

Bieser^SMIMList entziffert.und, wie 1> eriginal geachrie.en, 
und in heutig verstandlicher .or* a, g efasst worden durch Herrn 
Dr Bernhard Bemer, Archivar der Stadt Singen. Er lautet : 
Dr ' eT ' Jaco * xt and e£g_Radolfzell-SchellenTierg. 

1592 Freitag von St. Jaco*. an J* ver kaufen mit 

Vogt.Dreier und ganze f^^en ?ea?^ itnaen von Schellen^erg zu 
^nadiger Verwillig u * g *^ J^ ,n ad - Jun kera" dem ehr- 

HUfingen^taufen und Randeck unseres^^g^^ ft 

wurdigen und geistlichen "errn dies er »eit Sapelan allhier 

Chorherrn dea 8? at if tea dasel^st und *^ ern diese3 Srie fea 

zu Randeck.so wie alien se in en r Landeawahrung.die wir 

einen jahrlichen Zina won 10 Uu "|£ g ch auf St ,tf a co¥ dea Hailigen 
und unsere Naohkomen fUrderhm ^ahrlicn ^ S cheiHenwe6a 

Aposteltag gen Battel f aB ^{°*! Jerden in ihre sichere Sewalt aamt- 
darum selegen.dahinfcescheiden wergn in Schaden.wider und 

haft durch eine"ainige Hannd^ohn^ Koaten v , Bdt B age i, Land- 

fur alia Bann.Acht, J 1 ^"* 1 ^^ « Intra*" , die von Recht oder Ge- 

Se^^^ 

Srle\atr^iztrn ^^^ffi* ^»*«»-» und J,^ 

Eraen rechte Zinsgfltar und ^pf j£ ^ t >unscha dl i eh. ) - 

«doch dez.enigen so sie ^xarton ^ Landesm « nze und wahrung, 

Dieser Kauf f sc £^ ^Kauier^serf feueten genuegens erloarlichen 
die wir von dem Herrn Kaufer KJ se ,r * dek _„ und ve rsprechen wir 
aus -ericht^vnd *ehalten a^nd -^"^J an ?ides3tatt,dieaen #er- 
fttruns.ali unsere ^rHen u ? d Nf**?™ halten, . . .und jeder Zeit 
kauf und Kauf...»waar i vest ^ad atM auhai ^ werden 

rechtd**** re ^ llCh L u Sraeine SSen oder Inhaler dieaes griefs, 
ten,ha¥en£er Herr Kaufe ^eine *r* ^ spe zif izierten Stttcke ala 

ftecht und Macht, unsere °*f^ h ™ e J*i e ten,die wir dann»aey vunaer 
ihr verachrddaenea Unterpfand zu ^rtieten, g .^ zins _ 

en waaren^hreuen atracks meideh ^oder ^ n , unse re eigenen 

rflter und Unterpfand-falla dieae nx^x a J len und d ie wir lhnen 
liegenden und fahrenden ^^iXden^samt und sondera angreifen 
hieiit auch verschrei.en und ^rpfSnden samt ^^ 

und an sich Uringen, vergant ^JJjaet ^M.ver ^ lassen 3Q x 

halten und damit nach l \«* ^f^f^a Mangel und geHrechen"auaa 
lange.bia ihnen urn ihrenVerfallenen <5ina ang ^ ^ Scha _ 



lange.bia ihnen um ihren^eriaxie n « ^ ^ Kosten mA Scha . 

richtung und vermuegen f^^^^^plSdenyPollen", "Pottelon'V 
den (durch Amahnung Treil»en NOten Pfand , ^ sowie d i e 

gericht). Davor solluna^ unaere r»en ri de und fa hrende 

leaetzten Guter und Unterpfand und un ers s^ ¥esC hirmTien" , 

laae und Guter nicht«friden,freien, achizen ht 

keine geistliche oder weltliche *reiheit Gnad^ ^j^ 

Sun^n^^^^ 

einSund'iisf.Untreue.Sache.die wir oder jemand von unaertegen 



h 



iv 



hie wider fnrwenden oder ge.rauehen «ant.n oder aocaten. 
O^oH dieser Brief einenfeste^d ste ten ^u^an.eig^d^ 
aus2eist.ha.en der Herr Ktt^« und wir^ a * ge handelt,dass wn 

SSI *eiderseitigen Uutzens jege nje J^ _ die 10 Gulden 

wir-die Verkttufer-unsere Erten una »ac wahrung jedes Jahr.ws 

Zxns »it 200 Gulden ^^J "J^S^nl wiederu. an una erkaufen 
warm wir wollen und uns selegen isn,, Er1|en oder 

unra^lOsen -ogen.wogegen der Herr Jftufer t hrteri) 

inhaler dieses Briefs gJJ^flgg^Sder sonsten^geliert" uns 
alljahrlich.wann sie ^ssen no^a u 6 treiHen oder 

solches fiauptgut auftgflndjn^ zur ^ s^ vierteljahr *u|- 

"noten" nogen.doch soil ein. jeii ft tun# W ann das geschehen, 

vor glauHlich Anzeigung ^* *"|® n ^rkaufer.den InhaTiern dieses 

Men^r^iS f^ar^eatWa^ortea, . 

Zur Sekramrun 6 iieeer Urkunie ^g^'ESS^T 

Junker »*?P»,™? VcUt henken zu laasen. 

Insiejel an iiesen Jiriai ,..„v, ie3 Kalllgen ffcpostela- 

Der s e.oren 1.. W*« ± *K J*U5.°5LS1-S A fel lie »ach- 
£f 8e iu t r"n , ' ,euS i Kaf?eUun..r t neunsis — »«X. 

Hansen. 1st aa »i~ ^g^^^^liSl"!?. »™ 

scnnitzt ait einer roten J"5j ^"aciaiianterg entMlt. 
SJ^iS'SS! "eLSi^r ^ „t Uaerll... 

Bar Brief trt* •£*"££■ ' 

„« der 8e»ain4t Bandeck u» aehen guldln. 
Jinsz Jrrlicb au 8 Jarraa gefalleait. 



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1618 



1638 
1639 



1611 haben deren flachkommen die Erbschaft so geteilt, dass die 
Herrschaft Randegg an Hans Theobald von Reinach kam. 
Wahrend die Freifrauen von Reinach auf Schloss Randegg die 
Grundherrschaft inne hatten, sollen sie einigen Judenfamilien 
Wohnreoht in Sailingen gegeben haben;es darf aber sehr wohl 
angenommen werden.iass sie dad gleiche Niedelassungsrecht 
auch ftlr ihren Ort Randegg gewtthrten. 

- 1648 die Zeit des 30j&hrigen Krieges war auch fttr diese 
legend urn den Bodensee.die damals zu vorder8sterreich gehttrte, 
tedrttckend schwer.Die Schweden hausten verhee rend, und 
hesetzte Wiederholt vom Hohentwil aus Schloss und Dorf.und . 
wurde es teilweise in Flammen aufgelassen. 
|amals kam die Grundherrschaft Randegg durch Erbschaft von 
den von Reinach an Ullrich Spaeth,dann an Bans Philipp 
Spaeth, dessen Witwe Christina den Mkolaus von Gramont 
1650 heiratete.tiie Gramont waren die Hferren von Randegg bis 1725- 
1656 Schutz-und Schirm-Brief des Carl Friedrich.&raf von Hohenems 
und Vaduz, Landvogt und Pfandinhaber der Landgrafschaft 
Helle'nburg.gebeten von de« Freiherrn von Reinach Interessen- 
ten,genehmigen,etwelche Juden in ihre Herrschaft Randegg 
auf zunehmen, dass alle ihren Handel in der Landgrafschaft 
und den anhangenden St ad ten, Fie eke n und Dorfem ungehindert 
wohl treihen konnen,und jahrlich an das Art Schirmgeld zu 
liefern gebunden seien.jeder Haushalt ein Gulden und dreissig 
Kreuzer rheinisch,gemass des Reinachschen Satzbriefs vom 
20. September 106, kraft unseres Graflichen Insiegel und 
Unterschrift zu Stockach 19 ..September 1657 ► 
1657 wird das Recht verbucht auf freiem V er kehr fiber den Rhein 
nach Diessenhofen gegen die jahrliche Steuer von 2 Gulden. 

1666 waren in Randegg 7 Judenfamilien. 

1667 Erhohung der 2 Gulden-Steuer.die inzwischen langsa. auf 12 
Gulden gesteigert worden war.auf 20 Gulden jahrlich.woftlr 
die Erlaubnis ritueller Schlachtung gegeben wurde. 









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1668 



1675 
1678 



1709 
1696 



1728 
1737 



1743 



1747 
1754 

1755 
1766 



Diese Erlaubnis wurde wieder xuruckgezogen.worauf auf Bitte 
der Juden die Herrin Freifrau von Grandaont beia Rat von 
Diessenhofen intervenierte. Sie verwand sich auch «r sie t als 
die Juden aus Diessenhofen verbannt werden sollten. 
heiratet ffiaria Barbara von Grandaont den ftarl Balthasar von 
Hornstein in Weiterdingen - Binnigen.die dann die ihr nach 
iem Tode ihres Bruders.des letzten Grafen von Grandaont , auf 
Sander zugefallene fterrschaft Randegg als Keiratsgut ihrer 
«' Marianne *ranziska ve^acbte.als sie sich verheiratete 
m1t general Freiherr Alexander de Fin. 

war en in Sndegg 6,in Gailingen 11*. i. Wangen 4,in Worblingen 
6 Judenfaailien. tiefudenzoll.teibzoll.oder Judensatzgeld wurde 
damals auf 50,sp a ter auf 100 Bulden erhoht.nachdea er xn der 
gwischenzeit mit 35 Gulden festgesetzt worden war. 
ist das Schloss Randegg abgebrannt. 

fiie de fin mussten Schulden balber die Herrschaft Randegg an 
das Kloster Beuron verpfanden.das sicb verpflicbtete den 
Wiederaufbau des Scblosses zu betreiben.und zwar geschab dies 
in seiner jetzigen Gestalt. 

ordnet die Segierung die Unterscheidung von alten und neuen 
Judenfamilien an,aoglicherweise,weil in diesea Jahr die Juden 
von Stuhlingen von den Grafen von Mrstenberg vertrxeben 
wurden.und zua g rossten Teil nach Randegg flttchteten. Baaals 
*ab es 45* alte Judenfaailienl Randegg 12*>ilmgen 22*. 
Wangen 7, Worblingen 3*,- denen nun 12 neue Faailien kaaen. 
Diese batten das doppelte»Schirageld» zu zahlfcn 
Aus Stublingen kauen die Faailien:Bloch,Guggenhe to, Rosenthal. 
Weil, Rothschild. Von Hoheneas die Moos und Neumann. 
wird.ua den Zuzug zu erschweren.verlangt : ein Aufnahaegeld 
Z ^50 Gulden.und ein Vexaogen-Vorzeigegeld von 1000 alern.. 
wurde die Pfandherrschaft.die 18 Jahre lang in Handen des 
Klosters Beuron war.durch Freiherm von Deuring ausgelost.Da 
hatte die Judengeaetode 53 alte und 18 neue *amilien.. 

r n durch das Toloranzgesetz der Kaiserin Maria The res a 
das aucb fir Vorderoesterreicb, also auchftir die Landgraf schaft 



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17 66 H eilen,ur fi , fi alt, d ie »**%«*» ^rreien *eauf tragt, auch 
"" ^discben und protestantisenen Allle ,Ge,urt,Tod,ftexrat, 
zu registries uni in die Matrikel auf zuzeichnen. 
zu regisxr o^-t-^briefes auf 25 Jahre gegen Zahlung 

1779/1780 Erneuerung des SchutzTsnetes aui 

von 600 Gulden. 

1781 leLrreicblsebe ta««*l- ^»» otoe »°»" e SOtalen 

besucben d«rfen,um Arst Oder Advokaten su werden 
1797 Verordnung :jeder hat Voma»en und den dauernden I-m.- 

«a»en su «">«»; it apo laoa,wird bei 01. be- 

l805.0esterreiob beginnt Krieg gegen i« 

-iegt and sum Pressburger Frieden ges«unge„,..odureb ea 
1806 aueh die landgrafsebaft Hellenburg verier, so.dass Randegg 

.it badolfsell u„d Stookaob an »uertte.berg ka.,u» erst 
1810 aucb .le die andern telle dea Regans an das Orossbersogtu, 
Sad a sugetsilt zu »erdan.Sadurcbf rst ka.e» die "andeggar 
W „ in 4.- 'enuss aer iestiaaaungen des Konstitutionsedlkt. 
1808 ..onaob sie gleiobbereentigte StaatsbUrger »urden. Web 
1815 »arde die Zablung der Scbutsgelder aufgeboben. 
is" 2 l.Desa.ber verkaufte Sopbie van Beuring die *""' S ="° 33 
aerrsehaft «andegg for 36 000 Oulden aa die Bmder Micbael 
IZ Joe i l*vi Keunann. Biese verkauften a, .» Badisobe 
1811 .legierung davon 2W. Morgan barrlieban Waldes an ddr B6rf- 
ing Hteig « 60 000 Oulden.und teilten auob dan andern 
Oru dbesit, ,deasen «ert da»als auf et». 10 000 Oulden ge- 
Tbgtst »urd..i. Laufe der -abra bis 1880, auf so «« , ,e 

* , -w^^-n in den Besitz von wertvollen Wiesen, 

verschieclenen Btlrger in ten weoxu* ^^ 

£ ern.Aeckern und Keinggrten ka.en;so erstand der fc. t.irt 
Ltosv- dan in. ngchst gelegene^ grosse Wiesenfeld unter 
nalb des SClosses.der ansobliessande.bergab ^""> 
»Brunne„,artan..,eine .it vlelen guten ^"J^r 
Wiese.die bis an die Bietingeratrasse „icl.ta..ain Vater. 

1882/1863 ™rde sol.lieaslieb das Sebloss .it de. ^ren.enden 
Oar enpark . 30 000 Oulden an den Major Preterm von 
nornstein zu Bietingen verbauft. Bie ^ ^Z^ 

1899 am 2. w oveml»er hat den Schlossfceaitz an ftdoll uincn 



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3h .l.on .iea.r ™rtauft,v=d 1st in ... Dorf «„o«.»,i» •« 
. er * «*nu„ e des nausea, in U. dee Fort-t «; D -^ 

,. anser. nachste ttaahl.arin.3ie le.te sehr surtck- 
" mT STZsT*. 1900 da s estor»en. »ach einigen .Ta.ren 

TflTas S -Toss ..ieder lange U» verkaunie* - « 

1923 an26. August, schon wieaier an i«. 

f Uft vl, cliese* Saturn natten wir die Dame i» Schloss *esucht, 
Kurz vorii.« 3 chrei*tiseh-*inten-&eschirr 

r d IZ lla^ssee Lder^er "ocea-'orcelan-Service 

ri a o^T^r,*.r ^annte Kunstnaler Professor Otto 
Dr.Kochs Schwager * Vertreibung vo* Lehrstuhl an ier 

E^tLE^^ On t e r se^is er sick 
!I lessen » Un^see ein <»» *~* ™£Z" ""* 

1970 . DW «*. »*.*»- "^^r^r:^- 

Schlov/ses Randegg.uni hat iarin ein JU.em 
r-irhtet das zur Besichtigung of fen steht. 
18 40. IrlZl'tl Wee* Oe.einde .in ei 6 e»es Scnninaus »» 

1938 ^rs*-** =p~ - B ~° d der *--• 

1968 Errichtung eines Gedankstemes una 

19TO « Klines ,,ie b *Banae eg ers „ **—*. 



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M Wiederauf.au des schlosses fill das *r.tll.h Hohanzollem 

Augustiner A.tei ™r,l«>' sl ™ len,di=ti„er Kloster. 
tTster Beuron u„d der-RitterXanton He g au"erken„e„,dass » 
S/daLli^n schleenten *«-«*• ° iM ™^»*° 

1741 2I.JUU! 5 Partele n,uud Beacnluss »it Iroto- 

r^Haas "ess aunacns, nur einen neuen naens^l .*. 
Talfn soll.und dasa die la,ltra g ende» «auer„ «..**.* wer- 
Z. "lien. Bine g rundli=he S eparalur des Inneren lrt vor- 

meister Johannes Dcnmid,*eide aus ux 

ZlLer verpiandende Freinerr Alexander de a. 1st -it 

r^TSl. da„als vor g ele gt e„ liana siud nie« »elr 

vorhanden. 

i j,- a -i^^p-rVi^rstellun^ des Innenbaus 
Auf meine Frage,wer danach die ..lederherstenur 

rXluhrt Li.da dafur k ei„erlei «aenr icnt festsle 1 an war, 

TV ^^4-^-y. r^P^ A-rc?ivs de r btadt oingen,an t 
•■w-t- u^^-n n-r Eerner. Director ties Aru.ivo 

das8 die Antwort nur su linden ..re in den *"•»"•£*£*" 

K„„„„ i„ fleichsritterschaft schwaben.mit dem Sitz in 
IZlt ITlt se i »- rail 1. Areniv in «-*«.- ™1 

"I ITiv iarlaruha.und oes.elen in einer u„ g e„e„re„ Men g e von 

a «. o-n -Pibq-rf-eit-und teil-weise ge^beitet hat. 

Bietingen. So kann nur angenomman werden.dass die Freiherrn von 

Deuring 



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Von Deuring es getan haben,nachdem die Pfandherrschaftfvon ihnen 
1755 vom KLoster Beuron ausgelttst worden ist.Wann der innenausbau 
statt f and, ob bald danach,oder srst viel spater.wer denselben 
durchftthrte.und nach welch- vorhandenen Planen.oder vollstandig 
neuen.und mit welchen Kosten es geschah,mag ein Interessent aus 
den Aktenbestanden feststellen konnen. Jedenfalls aber haben die 
Paroilien von Deuring im Schloss gewohnt, schon lange bevor die 
J'reifrau Sofie von Deuring am l.Dezember 1825 die ganze Schloss- 
herrschaft in einwandfrei bewohnbaren Zustand des Schlosses an 
die Brtlder Michael und Joel Neumann *m 36 000 Gulden verkaufte*. 

Auffallend ist.ob das Datum l.Dezember 1825 als Schlossverkauf, 
und ebenso die der Kflufer, richtig ist ? Michael Levi Neumann 1st 
ja am 30. April 1824 gestorben. Und weiter ist als bestimmt berich- 
tet.dieser Michael, Kaiserlicher Hoffactor.im Schloss hohe Gaste 
empfangen hat.wie den Erzherzog Karl von Oesterreich.Diplomaten, 
Generale.und,, unter andern Persflnlichkeiten ,auch den bekannten ^ 
Amschel Maier Rothschild von Frankfurt. 

Entweder ist der Kauf nicht l825,sondern schon 10 Jahre fruher 
also etwa 1815 geschehen.dass also ein Druckfehler vorliegt, 
Oder aber haben die von Deuring dus ^chloss viele Jahre vor dem 
Verkauf an die Neumann vermietet.Ob dies nachweisbar sein wird? 
Davon ist in meiner Jugend mir nichts b^richtet worden, von meiner 
Grossmutter.dirr im Schloss als Naherin gearbeitet hatte. 





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d er Raandegger Juden. 



„«a das Wornrecht hatten die ersten 
1656 Mr iie Kiederlassung und 4 " *°* Dukaten attf 18 

^iiien an die "^ ^ g ^ de ^weils 2* Gulden. 
JaVir e zu ^^^^^JZ aie Scn.eiz HHer die Hheirtrucke 
Dazu ^ Mr «•>«*£»'£ ^ ^ Jaiir 2 Gulden, da.ei | 

wo llten,an 'i""/*^ «r ^ Ausnatoe zu» I 

He stand ftLr den Sonntag em 

"^ Tteue; LeiWl genannt.wurde langsa* auf 3 A*rlic n 12 
1667 Diese bteuer.Lei ^ ge steigert. 

Gulden erhoht,und jetzt aul SchirBgeld fur jede Familie 

1673 Die G ^^ C d r n ft 30 V S: z : r , fttr Witwer und Witwe die Halfte, 
jahrlic* 1 Gulden 3 , jitoll(A 45 Gulden 

1675 r^™-r^u,^ ~— x.- » 

1710 auf 100 Gulden 

1740 auf 150 Gulden. Juden familien unterschieden war, 

m3 als zwiscen alten un= n eu en ^ ^^ ^ ^ ^ 

natten die ^^ ^^^ ^en die Sonne der alten 
3 Gulden zu entrxchten ^ erhalten einmalig 

Fa*ilien,u* den"Schutz der ^sc^a ^^tet.Keuzugezogene 
rait 75 Gulden,die *« ^f^taaen nac.weisen. 

™ r.'s." r,«s;«.- — - n aus der ^ 

Herrschaft fern zu halten. v£ a ein Tari f nicht 

1761 ^ die ----7-;; /^als Ware , . Und a, 

vorgesehen war,- eine * ^ ^ latzen.auf einea Pferd 

1785 einen jeweiligen BrUclC ^ q 46 aU fgehol>en durch 

r eitend 8 ^ ze - Die \7 d ; en ;; rfern mlt einer AMosung von 
Verein*arung mit den 4 J f *f ^f ^ zttgigk eit der Schweiz ,). 
300 Gulden. (Ja,4ie Frein fts ^ de3 Zo iiaversum 

1779 erfolgte eine ^^^ Juden zU zahlen hatten 
auf weitere 25 Jahre.wofur iie Gailinge n. 

*, durch Diessenhofen nach den Friedhof in 



1779 a. an Staatssteuer fur den Schutz alljahrlich 600 Gulien, 

fur das Zollaversum jahrlich 260 Gulden, zahlbar auf Marttdi 
an das £aiserliche und Kflnigliche I^ellenburgsche Rent- 
und Zoll-Amt in Stockach,und 
*.an die Grundherrscfcaft jeder Haushalt jahrlich 4 Gulden, 
'und als Sterbegeld fttr den Mann das beste Pf erd, Oder den 
Hesten Stier.fttr die Frau.die teste Kuh, Oder das teste ELeid, 
spater wurde dies abgelflst durch Geldzahlung von 2 Gulden 
far den Mann,und 1 Gulden fttr die Prau oder ein Kind. Dazu 
forderte die Herrschaft von jeder Schlachtung die Ablieferuns 
der Zunge, spater abgelttst durch eine Schlachtgebttr von 
jahrlich 6 Gulden. Ausserden hatte der Sohn einer-neuen" • 
Familie fttr Aufnahrae in den Schutzbrief einmalig 75 Gulden 
zu entrichten,und hatten Neu-Zugezogenen als Gebttr dafttr von 
150 Gulden zu zahlen.und dazu noch als Vorzeige-§eld den 
feesitz von 1 500 Gulden nach zu weisea. 
1804 hat die Grundhe rrsc haft, Pre iherr von Deuring.eine Erklttrung 
mit Unterschrift und Siegel gegeben,wonach die Kultusbeaatea 
von Abgaben an die Standesherrsohaft befreit sein sollen. 
1810 etwa,wurden die Juden von ftandegg und Gailingen von dem 

frttheren''leisassgeld»nachweislich befreit.weMhes mit 4-5 
Gulden an die fieaeindekasse zu zahlen war. 
1807 war zwar durch das exste Edikt des Grossherzogs Friedrich 
Earl von Baden.am 14.Mai,den Juden bttrgerliche Gleich-und 
freiheit gegeben worden,und dazu weitere Bestimmungen durch 
die Edikte von l808,und besonders durch das "Juden-Edikt" 
1809 am 13. Januar.erlassen wfcrden.Doch diese Neuerungen kamen 
den Randegger Juden erst dann zu Gute.als Randegg auch an 
Baden kam.Denn die Ka^Lser-KonigLiche Landgrafschaft Nellenburg 
1806 IB Pressburger Prieden von Napoleon geteilt worden,so dass 
Randegg an Wttrttemberg kam,l.Januar 1806. Es wird wohl kein 
Zweifel sein.dass das k.& K. oesterreichische Rentamt.wie 
auch die wttrttembergische Regierung die Zahlung der Juden- 
ateuern verkangt hat. Erst durch den Staatsvertrag vom 
1810 2.0ktober,zwischen Wuerttemberg und Baden kam auch Randegg 
an das Grossherzogtum. 



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„„v, Aim Randegger Juden zur gleichen 
Da.it kamen zwar auch die Randegger 

fi echts-Stellung,wie die Christen, aber erst durch das EdiKt 
f£i wurden alle "Schutzgelder" auf gehoben.und 3 eder 
I.Max wur fte ligion,hatte die glexche 

TlZ,TZSAo,e "Steuerpflicht. Und doc, to noch a. 
staatlxche.wxe o - Erlass.dass ein Judenschutz- 

1835 l7.Februar ein ministeneix«r 

,„ ™r, nun an nicht mehr erhoben werden dtlrfe. 
g eld von nun an n Gr0 ssherzoglichen 

^ ™ « r d Organisation der-israelitischen Se.einden" 
^; e drCln:rangergen,ei,en entsp.chend der andern 
donfessionen ordnete.wonach die israeltische Ge.einde ftir 
d if E rna,tung der Synagoge .it Anhau,des Schulhauses.des . 
f r ed'fs.J ihrer Verwaltung selbst zu sorgen ha < .und 
• Q qtwiar festgesetzt werden musste.Es bliel» aucn 

und Sensionen der Seistlchen etc,also Rab.iner.Kantor, 
riigiole,rer,die da.it Staats.ea.ten gl.icn waren 
^ Ltlichekultus-Steuer wurde durch den Synagogenrat fest- 
"setz ~reiner von ih. emannten Sinschatzungs- 

E^xonjie unter Ser^sichti^ ^~;*^ . 
EinkoMaens.der Pamilienverpflichtungen vor alle. 

verhaltnisse der Schwachen f urteilte.,. &*J 

Amertang= -m Vater lang SlnscMt - 

Synagogenplatze, Manner u « P ^ J^eSs festen Setrages.er- 
Versteigerung,sp|ter dur °* ^he^ng exn die . Svnagogenplatze, 
^Utt^nlnn^fl^i^eriliJn^^fxi&n^sx^. 









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Eine zusatzliche Steuerbela stung hatten die Juden von Randegg und 
Gailingen auch noch dadurch zu tragen,dass auch die Stadt Schaff- 
hau3en danach ausging.mttglichst viel Geld von ihnen zu erhalten. 
jPder der Juden,der die Stadt passierte.hatte einen'-Passierzoll" 
zu entrichten,und dem ihn als Aufsicht be, leitenden Torwaehter 
ein Batzen»Trinkgeld» zu geben.Das gait vor allem fllr die durch 
Schaffhauser Sebiet zur Zurzacher messe reisenden Juden. Und 
1674 erlaubte der Rat,selbst die stadtischen Jahrmarkte zu besu- 
chen wenn sie als Extra-Abgabe den''Ju d enzoll" entrichteten. 
1676'gab der Rat sogar die Erlaubnis,montags und dienstags in der 
Stadt zu sein,naturlich mit dem entsprechenden Judenzoll,nur der 
Rosshandel war ihnen verboten. Diese Interessen an jeder nur etwa 
moglichen Judenbesteuerung bestanden auch weiter im nachsten Jahr- . 
hundert,v,ie die genannten von 1761 und 1785,zeigen, und die zu 
verschiedenen Einspruchen der Randegger Schlossl erren von fiemach 
und auch der von Grammont ftthrten E egen ^aassnahmen gegen ihre 
'•Satz juden", wie die ein Wohnrecht habenden genannt wurden.So war 
dazu A n ias3 ein nicht gegrtthdetes Stadtverbot, oder angeordnete 
Pfandung.ln all diesen Zeiten blieben die Juden von alien den sonst 
gegebenen burgerlichen fcechten ausge3Chlossen,bestanden aber die 
Belastunren. Noch 1805 erliess der *at von Schaffhausen eine be- 
sondere verordnung liber all Geschafte mit Juden.wonach u.A.etwa 
ochuldforderungen an einen Schaffhauser ungultig waren.wenn sie 
nicht durch 2 ^eugen, glaubhaft bewiesen.anerkannt waren.wonach der 
ginsfuss beschrankt wurde, Viehhande^eingeschranxt war.Mese Verord- 
nung musste ausdrucklich den tfuden der 3 Judendflrfer zugestellt 
werden J Selbst urn 1850 durfte kein Jude in Schaffhausen in der 
Stadt ttbernachten;er musste spatestens urn 6 Uhr die Stadttore 
P-assiert haben.wenn er nicht ins 8efangnis kommen wollte;von einer 
Niederlaasung war Ja durch das Bundesgesetz von 1848 .jede Moglich- 
keit verhoten.Noch 1863 hatten die Suden ies gegaus durch Petitio- 
ner! an den Landtag um die Gleichberechtigung im Staatsvertrag zu 
kampfen^ den Baden mit der Schwei 



z alischliessen wollte. 



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Die 
1656. 



1657 



1666, 

1695 
1740 

1743 



1755 
1779 

1806 



^■^nv-nm fl der .ittdJ ^hen Gemeinde in Zahlen 
im Wesentlichen nach den Denzel'schen Angaben. 
Die erstlich 3 Oder 4 angesiedelten Familien erhielten bald 
Zuwachs.Denn da durch den 30 jahrigen Krieg, 1618-48, auch 
die Gegend urn den Bodensee herum bos verheert,und sehr ent- 
vttlkert war,sagten sogar die Diessenhofener 
-dass wir Juden einnehmen,denn sie ganz n»tig siigend." 
Aus gleichem Grunde haben die Schlossherren in Randegg die 
Vorder-Oesterreichische Regierung der landgraf schaft ttellen- 
burg in Stockach,der sie zugehorten.ersucht, "ihnen zu ver- 
gonnen,etwelche Juden in ihr grungherrschaftliches Gebiet 
aufnehmen zu dtlrfen-.Dies wurde hochobrigkeitlich genehmigt. 
waren darauf bin schon 7 FamiMen in Randegg, (und gleich- 
zeitig 4 in Bodmann,2 in Singen und je 3 in Worblingen und 
Wangen. ) Wenn aucb 
, nur 6 Familien in Randegg waren, daflir 21 in den andem Orten, 
so vermehrten diese zusamme^So 1 erheblich,dass 
es schon 43* waren. (was eine * Familie ist? Witwer oder 
Witwe Oder verheirateter Sohn,noch im Elternbaus wohnend?) 
wird angeordnet.zu unterscheiden zwischen "alten" und "neuen* 
familien; letztere erst nach Vertreibung der Juden durch die 
Pttrsten von Fttrstenberg aus Sttthlingen zugezogen. Samals 
waren in Randegg 12*,Gailingen 22£,Wangen 7,Worblingen 3*. 
alte.und 12 neue Pamilien, von diesen die meisten in Randegg. 
waren es insgesamt 71 Pamilien,53 alte,l8 neue, und 
hatte Randegg 9 alte und 7i neue;Gailingen 32* zu 8; 
Worblingen 3 zu 3;und Wangen 9 zu 5. Diese 77 Familien waren 
auf 165 Familien angewachsen t wovon 39 in Randegg, 86£ in G. 
2l£ in Wa,und 18 in Wo.wohnten. 

Sieser Anstieg in 50 Jahren von 71 auf 165 Familien kann 
nicht allein auf hohe Geburtlichkeit bedingt se in, auch wenn 
einzelne Allien 7 bis 10 und mehr Kinder hatten.Wichtig wa 
war der Zuzug der Flttchtenden aus dem Fttrstenbergischen, 
und das Umzieheaaus den Orten iodman,Aach,Hilzingen, Singen. 
Sas Schirmgeld ftlr die Aufnahme und das hohe Vorzeigegeld 



4. 

waren wohl nicht imaer ein Hindernis.wenn auch,wie Denzel 
meint,manche diese |estimmungen umgangen haHen werden. 
1810 Dm die Jahrhundertwende wurde eine "Judenliste" a ufgestellt, 
' von den SaHMnern gefuhrt.in deutscher Sprz'ache geschm leben, 
die Namen auch in ivrith Buchstaben,mit Bemerkungen.woher 
die fiinzelnen kamen.mit Angabe auch der Kinder.Diese Liste 
war in zwei in fceder gebundenen Buechem,als ich sie einsah 
*ei Rabbiner Picard,um darin Daten fllr meine Familiengeachich- 
te zu finden f wohl 100 Jahre nach ihrem Beginn.Rach den zwei 
Btlchern habe ich ia Landesarchi* Karlsruhe, be im Oberrat und 
d er Wnde vergebens gesucht.Auch in der Bibliothek »*"«*■ 
Picards,die ich schliesslich doch 1968 bei seinem Schwieger- 
sohn entdeckte, waren sie nicht zu finden.Sie werden wohl von 
Nazis vernichtet worden sein. 
1810. als Randegg badisch wurde,galt auch da die neue Verordnung 

Standesregister zu fuhren.Mit dessen Anlegung und Wexterfuh- 
rung,uber Geburten.Eheschliessungen und ^odesfftlle, mem 
Urgrossvater Bauptlehrer Leopold Moos beauftragt wurde.Es 
befindet sich im Landesarchiv in Karlsruhe, wo ich es einsehen 
konnte. Darin finden sich auch die Meldungen,die jahrlich an 
das katholische Pfarraat,das diese.wie die protestantischen 
in die Matrikel,ein zu tragen hatte. 
»834 endet dieses schttn handgeschriebene Standesregister, da dann 
die Gemeinde auf dem fiathaus dies welter zu fuhren hatte. 
Die Zahlen zeigen ein stetes fachsen der Gemeinde. Wenn 
1807 die Mitgliedzahl von 178 angegeben wird,so ist diese wohl 

B it der Familienzahl mit 39 la Jahr vorher gleich zu setzen. 
1809. steigt die Zahl der Juden in Randegg auf 209, Ms 

auf 289, bis 
1821 steigt sie 
1834 " ' auf294,bis 

1843 ■ ■ &Uf 32 °' lBi3 

1849 mit ihrem HShennunkt auf 351 * 

Dies nahezu Verdoppeln der judischen ginwohner in fast emem 

halben Jahrhundert ist wohl die Folge der zusehends sich 



If 



orH- ha-henden wirtschaftlichen terh&ltnissen.und daas 
Sr^e Sen sich^ine grosser* Kinderzahl sich leisten 
konnten.Denn nach den Napoleonischen Kriegen.und der Gleich- 
stellung als Burger war ein Ortswechsel nicht dringend 

mehr ntttig. Von 
1850 an fallt nun die ZaHl zusehends und jahrlich, sodaas 
1858*. achon 36 weniger nur noch 315 Juden, und 
1871. weitere 29 weniger noch 286 

188 weitere 34 weniger noch 252 Juden *ei 921 Einwohner, 

IflOO gar 73 weniger noch 179 ■ " etwa 800 

9 dies hei etwas Uher 40 Allien (in Gailingen A^na^ 

1905. weitere 10 weniger noch 169 

1925. weitere 90 weniger noch 79 und 

1938. weitere 17 weniger noch 62 zurttck gehlieben waren. 

Diese Abnahme war zum wenigsten durch die ziemlich normale 
Stertlichkeit *edingt;als hauptaachlichate Ursache muss die 
Aus-und A^-wanderung von Eamilien und Einzelnen angesehen 
werden.Um die 50 er Jahre kam ea zu einer schweren wirt- 
schaftlichen 8epreaaion,aodaaa Viele ein T^easerea fort- 
k0 mmen in dem aufTltthenden Amerika auchten.So gingen ^ 
USA die Familie Riea-Mooa mit 9 Kindern.die 5 Sohme der 
ttitwe Eannie Weil.von den Eamilien Bloch mehr ale 5,uni 
den Familien Weil gingen 2 nach Mailand,und ao dort. 
Dazu kam.dass Tochter oft nach auswarts sich verheirateten, 
und weiter,dass immer mehr Eltern in die Stadt zogen urn den 
Kindern eine hohere Schule zu gehen.So in das nachste 
Konstanz,nachdem ea l86 3 ,nach 300 Jahren.endlich auch das 
Wohnrechi Juden zugeatand.Andere gingen nach Karlaruhe oder 

in die nahe Schweiz. 

Lht su ver s a 3 sen ist.dass Ea»d. gS !> «r.lt «!* Go«»ad>n g , 

1 aie «-*-». ^- ^*^ Hint rr; nr 

^HfHiohen Entwicklung zurttck lone*, 
und in aeiner ^^^J ^^ T ^z auf fast 
So schmolz die Gemefede urn die J ^^ Fami iien,und 

die ft&lff mit meinea Erinnerns noch etwa 40 am ' 

in den nachsten 25 Jahren.also nach dem ersten „eltkrieg, 



7F 
\S 

toi.gj .usBme^rufen warden,™ sttdfrarfl r e ich 

ta^U. *«« des Concentration^^ «*ers*anden,und 

nft^ft cm TO Qovember wurde die bynagoge v Ul 

1^38. am lO.aoveB vie len andern in der 

Vertorechern ge sprang*, una gmg mn. v 

"Kristallnaehf'in ELammen auf- .. . 

1 . Die .leiche rtLcklaufige Entwicklung war naturlich 
iTt'en 3 -SUn Judendorfern.ln Worblingen war*n bald 
w Itkrfge keine Allien *ehr,von Wangen 1st der 
nach dem Weltknge * eine Ga ilingen blieben 

grttsste teil weggezogen.und in dem grosse 
schliesslich.nur noch 314 Juden. m . r ^ pfarrerGramer die 

^^ Z Jn2 r ™ Ll.n-3-ig. ^wicklung der Ein- 
interessanten Angaben « d Katho iiken gegentiber anderer 

r er,und diese im ^f^J^ ^ 5 anderer und ^losen : 



w 






1911 
1920 

1922 
1924 
1935 
19 39 
1946 

1952 

1957 
1961 
1962 



813 v 

797 

1000 

785 
888 

723 
805 
768 

1079 

1033 
1024 

993 
1116 



379 



434 



183 



821 und 73 ausl. 



603 

629 

630 

644 

669 

624 

698 

658 

876 

823 

778 
894 



38 
41 
41 

33 

56 
87 

177 

189 
197 



169 
128 
129 

76 
20 



141 

97 
31 
23 

203 

35 

26 
25 



r^i» u «jtu- — « r~ - 



i 



^o-n riie der frotestanten a"ber urn das 
vierzig ?rozent,40^zugenommen,die der rro 

vierzife xx ^.i^™ A-rt der feststellung : an ateiie 

«-**-" ""I u s 50 aa^agetrieeeae Fr o t e, t ea 

f r ^/C g ™.0> diese »r «. Oorfge-iade «*, >e- 
t.„ aach tendegg g f auch s0 gewahrt «ird ? 

deUM " il I '*££«»»* A die ^ellun de r Kaadegger 
^ ue ^L, una swar der u^en.alieiagesessenen *a»ili.n 
g e ge„«ber den fremd em,neu-suge,,ande«en fa.ilien.Bie Namen der 

«. ,- »„ »ie sie mir noch am etwa 1900 kekannt sind, 
alten tel«.,« « e s * e *" _ „ lejPfarre r Cramer 

war an „ach de» *a»ilien*u=h I.v »»»«»• £„. 1940 , 



feststellte: Familien Buch I 



Auer 9 mal 

Bauhofer 

Brtitscn 

Buehler 

Pink 

Fischer 

Handloser 46 

Rerbener 2 

Hirt 8 

Heid 9 

Serikofer 

Moosmann 

Scnmid 

Schneb&ife 

Schopper 

Zimmermann 

RiedratLller 



und Familienbmch II. bis 1940 

16 mal 



50 

6 

1 



6 

3 
3 

5 
2 

1 
1 
6 



110 


11 


4 


11 


12 


II 


3 


11 


78 


II 


8 


II' 


28 


11 


14 


11 


2 


II 


1 


11 


6 


II 


10 


M 


6 


II 


5 


II 


5 


It 

M 



dazu kamen 

die 1900 nicht mehr warene 

Dummel.Klopfer.Martin 

Schildknecht,Mengele,Wolf. 



die 1900 schon da waren 

Fahr,fricker,Pfeifer,Wieder, 

Wieland, Schmidschneiderl 



Dazu 37 Familiennamen.die 1900 
noch nicht in Randegg waren. 

fianach 1969 23 alte gegen 37 neue Beschlechter. Dies Verhaltnis 

wird wohl auch heute so bestehen. 



id 



can: 



Die Kirche 
das fterz und die Seele eines Dorfes,gehOrt gW nattirlich auch 
gur Seschichte von ^andegg.Ursprunglich war la nur eine Kapelle, 
aber~diese schon sehr fruhzeitig,vielleicht iald nach der Christi- 
anisierung der Bodenseegegend,mindestens in fcer Zeit, als die ersten 
der Edlen von Randegg ihre Surg bauten.Die Grundmauern dieser 
alten.wohl ersten Kapelle warden kurzlich Ueim -mbau der Oelhei- 
zung restgestellt.und in die Jahre vor 1200 datiert. 
Der jetzige Ba u wird aus der Zeit bald danach-1200- errichtet an- 
genommen,desses altester ? eil,romanisch,noch vorhanden ist.dessen 
spatere Telle gothisch sd,nd,und die noch spateren barockisiertt 
aus der Zeit urn 1750 stammer Kapelle und Kirche waren von je und 
ieher der verehrung der heiligen Ottilie geweiht.ebenso die fieil- _ 
quelle, und wurden seit altersher als #allfahrtsort genannt und 
bekannt,und immer mehr besucht. 

Die ettilienkirche war als eine Piliale der Mutterkirche Sailingen 
gehalten,und von eine ffl fiaplan besorgt. 

1328 wird dem Rector von Qailingen auferlegt.dem Kaplan zu Randegg 
als Pilius Ecclesiae Sailingen jahrlich 3 Mark Silber und 
ein"Saum" Wein zu geben.(etwa 800 Liter). Der damalige Kaplan 
wird urkundlich P. Fischer genannt. Um 
1400 war *ine Blutezeit fur Kirche und Ort.sodass zwei Vikare als 
Pfarrhelfer aniteten,und im Oberen Ortsteil beim Schloss eme 
Dreifaltigkeitskircge errichtet wurde. 
1414 zeit des Konstanzer Konzils, wurden die Einkunfte von den 

Wallfahrem zwischen dem Kloster Allerheiligen in Schaffhau- 
sen,dem Gailingen und Sandegg zugehOrte.durch Heinrich von 
Randegg, Chorherr zu Konstan Z ,und sein tetter Heinrich, als 
Pfleger der Kapelle geteilt.was davon des Klosters sein soil 
und was des ftaplans von den geldgaben,aber dass Alles.was an 
lebenden Onfern gegeben werde,gehore dem Sapl a n. 
1437 die Edlen von "andegg stiften an die Kapelle eine Ottilien- 

ftltarpfrund. 
1473 war Johannes Beckel Kaplan.Der Bischofliche Vikar zu Konstanz 
legt fest.welche Aufgaben der Saplan und welche der Leut^ 



u 



i.ater der Hutterkirche Gailingen zu erfollen hat. 
I 2 win «na aes-Bauernkrieges" wird der *ersuch Randeggs u, die 

Selhstandigkeit seiner Pfarrei vom KLoster abgelehnt. 
1 529 TrTZTTet Befpxmation in Suerich und Schaffhausen •»*. das 
roster Allerheiligen saecularisiert.wodurch die Stadt vo* 
So t« ■« to und «{..»- ne^en konnte.und ^ielt dxes 
mr d ie Zukunf* unter dem Namen - Allerhexlxgen-Pflege . 
Hendegg aber blieb Kirchentreu Katholisch;die -Pflege- hatte 
Zr weiterhin bei der Besetzung der Kaplanei mitzureden 
1534 vlrbat sic* das^ulein von Randegg" aber oede solohe Storung 
lex der Heu-Besetzung der Kaplanei. Randegg blieb Dedoch von 
der Mutterkirche Gailingen abhangig. 
15 o 2 JiLs Hans von S chellenberg,der streng-glaubig geblxeben war, 
9 die Lkxtigkeitskirche ausbauen,die dan l8 2 6 profaniert 
wurde.und die 1876 abgerissen worden 1st. 
1619 ZtLi^eiten bei der Keubesetzung aer Kaplan. *££' 

Soaeth Erbe der Grundherrschaft der von Rexnach, exnxgte sxch 
ablr iich nit S ch affhausen.Und ein "Honloser.- wurde Kaplan. 
16 3 5 1 *ode des damaligen Kaplans sucht der Nachfolger 

35 Ln Conrad Meyer die Erbschaft «, einen ^"J^ 
von der Allerheiligenpflege zu erhalten,dxe als Patronatsherr 

zur Erbschaft berechtigt war. Einigung. 

T „ r „™a Mever errichtet endlich die Pfarrex als 
1661 dieser Johann Conrad meyer enxouuc 

„winfl P t auch die " Rosenkranzbruderschafir". 
selbstandxg.una grttndet aucn axe 
1653 wurde ein neuer Taufstein errichtet.Bxs dahxn batten dxe 
Tier zur *aufe nach Gailingen gebracht werden m *ssen. 
1704 von da an ist ein feufbuch vorhanden. Damals Wa r 
1704-1767 Kaplan Franziskus Angelus Gagg 



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1707-1734 
1734-1752 
1752-1772 
1772-1779 
1779-1795 
1790 



Johann Schellhainnier,geb.l671 f gest.1734. 

Johann Seorg Vogt. 

Johann Balthasar Harmon aus Saigerloch.geb.1717. 
Laurentius Dietrich von Radolfazell, geb.1735 
Ignaz ±aver Mayer von Staufen,geb. Freiburg 1725. 

der wegen Wiesen-Tausch-Seschaf te seines Vor- 
ga\ngers 



17q0 reklamierte.wonach dann die von Wing.dae brficiu* Kon- 
tl (geistlicbes gericht) und Allerheiligenpflege exnen 
*vWlichen Oompromissscnlossen. 

\ ZPif bestand das Einkommen der Pfarrei Randegg aus 

17 80 urn dxese Zext *«*"** ^ Mut @ g0 lt . ;Ert8e n 1* 

Fasen 12 Malter(365 It.), "ogS en '* 
Mut^afer 5 Malter O 365 L*. ; Wein 3 Saum @ 850 It. 

\. fflr Kirche und Pfarrhaus Aufgabe der KLoster- 
^^^ S Li! der merheiligenpflege. *cnon 
verwaltung.pesp.daim der All J Repara tur des Pfarr- 

1587 -nangte H^s von ^//^ ^ Haus nicht bald repa - 
hauses vom isj_osxei,uciiii 

,^,-jo po in trammer fallen". 

158 8 ^it. —lister „ll.r einen Irt. -»''.•*; 
W ».«*!« Art.lt und 155 Oulden bar.ausserd.. lehans ; 
. ttel und Wain liefer «!»•. Das Brands .ar ah.r s hi c„ 

w «t, Srhellenberg wieder klagen.dass das Haus so 

1605 ™TT d das H in gut., Bau» m d.n Pfarrer da s.i. 

verfault sei t dass Kein ^^ ffe "ben.. 

Mr einen neuen Plan wollte die & 

1635 r r :i"t::::rr:ie ^ **— - ^- «~ 

„M»e.Er hat abgalehnt. cna ^ 

Was dann dohann Conrad Meyer da™ tun e °^ Mhel _ 

30 jahrlgen Erieges daran g.schah.ist naeht ^ . 

— ~ : iio rr; r :;tt :; z n:^ ^ 

" 36 r^rrLn^T^Vslchtl^ dureh «aurer und 

Zimmermann,cLoch erst 
1739 sollte das Notwendigste gemacht *-den ^ 

1758 wollte Pfarrer «armon em Stflblexn angebau , 

Herren.die zu ihra kommen,©nipfangen i 

«„ ort , „ sou maws ^ fa ^f x: d :; y ::;„sc„ 18 . g 

I7ftft * ^«o Wquci fiberaus baufallig g«wuiucu.# 

F«B war dann das Haus flberau Gu i de n,ohne Fuhren.Br 

fflr die notwendigste Reparatur war 55.0 wu.a , 
Brot und Wein.Doch 5tockach,die Regierung,verbot dxe Be- 



a 



1788 Beschaftigung von Schaffhauserner Handwerker. So geschah nichts 
£s muss aber bald danach doch ein Heubau des noch heute ste- 
henden Pfarrhauses erfolgt sein,das aus der Zeit der grossen 
2£st»ckigen stammt.die alle vor oder nach 1800 erbaut wurden. 
Htehr dartlber sagt Steinegger in einem Hegauheft;mir nicht 
zur Hand. Die weiteren Jfarrer waren: 
1796-1806 'Rupert Herzog,als Randegg wurttembergisch,und badisch 
1806-1814 wurde.als Johann Ignaz Zenier Pfarrer war. 1761-1814. 
1814 Bernhard Wiedmer, Pfarrverweser 

1814-1828 Pfarrer Kajetan Buchler v.Bietingen.1776-13.6. 28. 
1829-1833 " Sebastiah Beer;1766-33. 
I833 Pfarrverweser B.KSckle. 
1833-1834 " " Frickmann 

1834-1844 Pfarrer J oh. Baptist Fink;zog nach Niederihl/Sackingen. 
184564862 " Karl Mttller v.Duchtlingen, zog nach Grossweier. 
" K. Ackermann von Herdwangen 
" Josef Hagios 

" Ruff v«B>ietingen,Rgg mitversorgend 
" ^aptist Kempter 

» Rhomberg in Bietingen und Randegg 
» Leopold Him, Grab in ^andegg. 
Pfarrverweser Keller. 



1862-63 
1863-1869 

1869 
1869-1882 

1883 -1883 
k88 3-1887 
1887-1889 



Werner Mauch 



1889-1890 " " 
1890-1906 " K. Hacker 

1906-1908 Pfarrverweser Augustin Dold. Volksmissionar.gest.1960 
1908-1950 Pfarrer Andres Schneider von u ttenhofen 5.11.1877- 1950 
1950 ad multos annos Pfarrer Alexander Gramer v -?|i^|| n S e ^ 07 
Pfarrer Schneider wurde Ehrenburger von gal.digg7.1907 

1963-64 ^novation der St.Ottilienkirche 



» 



™- -H^^Wtllohen V o^aitniaae der Randegger Ju«en . 
Die wenigen Familien.danen die Grundherrschaften von Beinach das • 
#8&nrecht ga*en,werdan wohl efcenso ausgepltlndert aus den langen 
Kriegsjahren gekommen sein, wie, allea Land und Leut der Bodensee- 
Gegend.die die Schweden *esetzt,und gebrandschatzt; hatten. 
Wie aus den Satzungen der Chevrah Kadischah Gailingen von 1676, 
wie sie auch ftlr Randegg anzunehmen sind,sich erkennen lasst, 
mtlssen diese Families recht arm gewesen sein.haben sie doch als 
Pfand ftlr eine Schuld nur einen Loffel.oder ein Pfannlein.odeir 
sonst einen dtlrftigen Sebrauchsgegenstand hingeben kOnnen. §ie 
werden schwer um ihren fcebensunterhalt.und um die Erfttllung ihrer 
hohen Steuerlasten gekampft haben.Denn die ErwerbsmOglichkeiten 
dieser geduldet Beschirmten waren ja erzwungen recht eingeschrankt. 
1. Sie durften keinen Grundbesitz erwerben.also war ein landwirt- 
schaftliches Einkommen ausgeschlossen; ja nicht einmal Pachten 
von Boden zum Bebauen war mOglich,wenigstens ist in keinen der 
Schutzbriefe je davon etwas erwahnt. 

( ( Die einzige Bodenpacht war m.E. die ftlr den Priedhof oben 
am DOrff linger Waldrand.die wohl spater durch Kauf abgelttst 
worden sein wird.sodass noch heute dieser Plata Eigentum der 
§emeinde,und damit deren 8echtsnachfolger,der Oberrat der 
badischen Juden in Karlsruhe sein wird.)) 
2. Die aus dem Mittelalter tlbernommenen r und streng lamer gehalte- 
nen Verbote des iernens und Austlbens eines Handwerks durch 
die zunfte.wurde auch damals stricte weiter gehalten.Auch der 
Ttlchtigste konnte nie Meister werden.noch durfte er Gesellen 
ausbilden und halten.Einzig und allein.und nur ftlr den Gebrauch 
ia jtidischen Kreis, durften sie Metzger,B a cker,und Schneider 
sein.Dass sie Maurer und Zimmermann werden konnten.wie Denzel 
angibt.habe ich nirgends als ^atsache bewiesen gefunden.noch 
habe ich in Randegg je davon gehflrte. 
3. So blieb nur der»Handel»uHrig,und der war schwer in den verarm- 
ten Dorfern und Stadtchen des ttegaus.lchon im ersten der von 
Reitnachschen Schutzbriefe hat die Oesterreichsche Regierung 
den Schlossherrn "vergOnnt'Sweitere Juden auf zu nehmen.und 
zu erlauben.dass sie ihren Handel in der Landgrafschaft 



N ellenburg in den anhangenden.hochobrigkeitlichen Stadten, 
Plecken und Dorfern ungehindert wohl betreiben konnen. Naturlich 

a-eeen die auferlegten Steuern. 

t Wesentlichen war dieser Handel ein Mausierhandel in klexnem, ■ 
oder seltener.in grosserem Umfang.de machdem sie die ihnen 
Z uganglichen Bedarf sartikel auftreiben konnten. Me Wttlung 
Z Vxeh-und Pferdehandels wird wohl nur langsam,und sehr viel 
spater gestattet worden sein.und nooh viel spater der Handel 
2 t unbeweglichem £esitz,und wohl erst,nachde m sich die Einzel- 
nen als zuveriassig und vertrauenswttrdig erwiesen haben. 
1782 hat darm die Oesterr.Regierung den Hausierhandel verboten 
Allerdings Mr nicht lange Zeit;er wurde wieder erlaubt mit 
den Einschrankungen gewisser W a ren,mit denen eine Qtmcurrenz 
ait den Stadtnern entstanden ware,und mit dem bestehenden 
Verbot der Inaei Mainau und von Konstanz.das da seit 300 
Jahren den Juden verboten war.. y^ in d em Edikt der 

1809 5^:^r^fxrrr el s r^ — **«• 

1810 als g^gg end lich auch badisch wurde, naturlich auch da 

Seltung 'bekam. 
1815 im September, erschien eine neue terordnung.die den Hausier- 
Wde! verbot,mit Ausnahme ganz weniger tedarfsartikel und 
diese nur im beschranktem Umfang..Es war naturlich selbst- 
verstandlich,dass alle Waren verzollt sein mussten.ganz 
gleich ob sue im"I>ackel»auf dem Ettcken,oder auf ftferden.oder 
spater auf einem"Wagele "waren. „,..,« 

in all den Jahren seit der letzten Smeurung des Schutzbrxefs 
scheint.trotz des bestehende* Verbotes,der ftausierhandel aus- 
geUbt worden sein,und ist wohl stillschweigend geduldet wor- 
den well eben dartlber gar nichts in dem Schutzbrief bemerkt 
war und so das Verbot als nicht absolut betrachtet wurde. 
So blieb es ebe'n bei dieser wesentlichsten Erwerbsquelle. 
Dann von der Moglichkeit des *eldhandels,wie er im Mittel- 
alter den Juden aufgezwungen war, ist keinerlei fiemerkung odef 
$estimmung zu finden;er^ konnte auch nur kaum nermenswert 
gewesen sein,schon wegen der f e hlenden Mittel. 



i v „'B««iiachen Edikt liber die endliche Gleich- 

3t ° r Bild d r Virtsehaftlica.n terhaltnisse ,on «mad .us 
eich das Bild der »i r zu3teh enden Moglich- 

geandert.Sie ««•» ™n ™ ^ 0hri3t i lch e„ Mit M rger,».hl .it 
kel ten eh.nse .far-. *«U - «- ^ Jahrtamdert3n auIge _ 

fa. Unterscl.i.d.dass H.tHljtow»n Mi wandten. 

sp eio h erten -f /J™^ ^iTn aue> in di.se. sad.est- 
Ausserdem hatten die Krieg* pinflusareiche A U swirktuigen 

.iensten fall dss Sssterr.KaiSSrrs^s e - « -~ 3lch ^ 

^vsn —ten aucn »« ~ ST-U^* .nne EinseHrsn- 
""TiEE "it sd f e U. antigen H.eresoedarr frei war. 
r" !^ isia r Lh.ann.aas Bieehhem.hei Strassenrg.aach 

far em. war Isidor , (aacfc.aa er im Feldsng na.h Pelen 

fa^egg geke^ewer hatte wenig ^ SohlolI3sa< md 3eln e inter- 

all sein Hah und ttut verlor.Ueher sem .en 

essantsn *rle»nisse in Polen and Spanien sehrie. er ein aar- 
selnssreiehes ««enlein „ der ^ 1770 von Hehene.s 

Der andere war Michael «sv umsichtige*, 

erfinderisehen .ntigen und j.^^^ al . fll) .m.«.en. 

3ta nd. anch nnter en ^^^^^^^^^e.lieh.und zar 
8ee res-fars,rgnng f^f * r3 ^ aer aegle rang.|ass en da.ei 
vollen zafried.nj.eit des Militars ver3 tanalieh„«i. 

v erdiente,nnd ra.ht «"*;;*;,:;„ getM h faen,m 
.erecntigt^enau », «» ?■« „, rden 3ind . 

^enSger^:: ^ige.einheit and die O-i-fa- die fa- 

3t ellnng m d.r fa—. - ^-^^C^rde "!„- 
l«.nd.ns hat si.h daiUr eingeset, - -f f ^ Lrde, ^e 
S e»»Ue,Leop.ld M.os, ,«r den es d , ^ 

Bursehen dafar sn ge»innen.nr hatte a ^ ^ 

gmg er .it «.*. ^^"^/^er a,d fa^enhaCcer, 
rnne?derSermetse r irsie;errd^en.acner, S ast„irt. 



Mr- 



f 



a. ■>* u.uai. mi-r einer wurde &aufmann;ein Enkel 
Tl W llT:ZZZllZr,in B ™- 0.-11. dias Ha„a- 

Werk in der if , d i 3Che S chuhmacher,Friseure,und einen 

^f t Ea war «« »iH- "» wirtachamichan und gaaallachaft- 

^rr^^r^r^.-"^ ^-- — --• 3ie 

in eine Art Familiengemeinschaft mit semen j 

7 „ raft rkten in K81n zweimal janrlich His zu hundert 
von den Grossma rkten xn ^ e ^ ^^ Ms 

sie m xni , D enn damals gab es in Slid- 

£aden kaina ifeitpferde abgagaMn. 

Koah 35 Jahrs apatar anei . kenM nda Oadankan an dlasa 

rfannan an dan oungan ,ona« da a an a ^ ^ 

Sandler »■*»»■*•"•"• *££ *„ Zuspfer d.n ,» arav und gut «r- 

Bauern mit schweren -belgiscnen ^ugj; 

sorgten. rhtunff der ersten 

Van Sedeutung war fur Handagg au *"»J£ f^ ^^ Uoos , 

.adlsonan^lo-und ^"f^ IT s^urg and dan Scola 

„ --"--7; - 3 ^"warden. Seme *«!«,*. 

££" £ waL -a Bilder in dan Hausann dar Bodenaeegegend 

zu sehen. 



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„ aen den U»a t ellu»g zur landwintsehaft, stand 
Ba uer au -«*•»•"' ale w^w.Wb and 

.,3 „...«.. "-'»• «;« ; usrelohend m p a=Bte^aa ala ..- 

-*» ^ * aUl ° n lZZ aen Bauarn „an,»uaeten sla fl» 11» 
VauBaren Bodan im Seanta seBlesahennsOnft geBSnende 

Catena *'»f ^"^el Levl-»eu»ann aufgel«at wunde,B»nnt.n 
jrundBeaita aureh «""^ ervve rBaa.Badur=h aurae ea einlgen.wen 
aueh duden ««asan ™*^°* ^^ Ltmawlrts oaft au Beglnnen. 
wenlgen BaBlllen -^' pferde reichte .. nicht.So u» di. 

A.en au -ehr als 1-2 ,_ 5 soloher KielnBetnleBe, 

'—"T" ,fn eigenen eeBraueB * Mil* and Butten.eBen . 

„ • ~ Hon c^ifest zu machen. 
das notwendxge Heu selbs Pami iien, soUald sie 

Bagegen lst . h8r T aB 3telle aen alten.kleinen 

n ur Bodan sieh -"^"""'Lte au „oBnen, geBuldet wanen, 

Bausen.in aenen .« g^angt *n Ml ^ ^^ 

3i c„ nun gnBaaene »— 6-' ' Ball „ taser ,„le sia 

*, eratandan dla acaanan W 2. an ^ ^ 

„1. andenea Bon, den » £^£ Ha upt 3 traaae Binauf au, 

ataunt 4aden,aar » «« „ aer gr03sen GaBauda. 

30h lasa »«»*-»« B d ^ B U M usen ateBen nao„ ; und ,1.1. neua 

Nur wenige der alten,kiem« 

3ln d fan den Zuatne. ernichte*. .rden ^ ^^ 

Bioht au vengeaaen --^^ ln elne „ „ 8 laenne„, 
dienst.de r zuerst in emer ta id,so um l8l0,eine 

gr0 sser*n Raum^gehalten «^*>*f™^ ^ „ Schulh aus» Z u *au- 

wtlrdige Synagoge * aUten '™* ^^ii Le hrerwohnung,die noch 
fftlli* wurde.ein naues.geraumiges.mii; 
fallig wur , 1844/45 erstellten. 

stenende-Judenscnule 1B44 ^ ^rde.hat die 

Ms.ald.nacnde, RandegS au > dahin ver . 

Regierung ein Haupt«ollamt,mit «ne. ^ ein 

le gt,und darar ein ^^^^Unzver^ion Wi-t. 

itrten»olla»1. far aen nun kleinen da3S die Umstellung und 

jedenfalls 1st fest zu ^^^ Gemeinde einen 
TWiederung der Juden auch * em ^ ™^ .ge.racHt hat. 
erhe^licHen Um _ un d Auf schwung und zum & , 



u 



Die -~i~"_ g g_"na fieaellsche ftltche Entwicklung. 
So lange Sf^e^fieTSfiien gab,waren die Eltem dxe emzigen 
Era ieher.Der Vater allein musste den Sohnen hebraisch lesen und 
'schreiben.und die Gebete lehren.und was er eben sonst noch wusste. 
Wurden es mehr Pamilien,und konnten sie es sich leisten,so besorg- 
t 3 ie sich einen"Bocher»,Bac h ur,einen in einer Jeschivah-Schule 
ausgebildeten jungen Lehrer fur ihre Kinder. Seine Entlohnung war 
^ie Kost und Wohnung,die Jewells monatlich in den Pamifclen rexh- 
um wechselte.und einigen wenigen Batzeh Taschengeld. 
Als ein solcher Bocher kam urn 1770, oder schon etwas fruher,aus 

,. » Aoirtr wie kurz vorher sein Freund Michael Levi,-. 
Hohenems ©ach Randegg,-wie kurz vomex 

das damals 16 PamiMen zahlte;er hiess Maier Moos.Sr wurde gut 
au g n^n.unterrichtete Kinder und auch die Eltem und *em*hte 
sich seine im heimatlichen Cheder, Schule.erworbenen Kenntnisse so 
u e^itern,dass er auf Grund seines Wissens in Thora und Talmud 
den Titel-RaVerwerben konnte.Rav Maier Moos war damit eigentlich 
der erste Lehrer, ohne offizielle Anstellung.U* sich wirtschaftlich 
Zsser zu stellen,«bemahm er bid nach seiner geirat die Wirt- 
schaft "sum Schwanen-.Wenn er auch'Buchwirt zum Schwanen ^-nnt 
Itlso hat doch seine Prau den Gasthof ,dieweil er seine Lehrtatig- 
keit beibehielt,und so seinen religi6sen,geisti g en Einflluss wirk- 

sam weiter austLben konnte. 

Zl erfolgreicher war darin sein Sohn.Leopold Moos.Schon frllh 
vo m Vater in ^dischem Wissen unterrichtet,lernte er bald auch 
Tie weltlichen Facher.um dann vcn der iadischen Regierung gl ich 
I It der Grundung einer offiziellen Volksschule «r die isrea- 
tischen Kinder beauftragt zu werden.Der von ihm bisher er eli- 
te freiwillige Unterricht wurde dann obligatorisch.Er wurde 
Leiter der Schule.und erhielt seine offizielle Anstellung am 
1813 dem ^.Bezember.Damit wurde sein Gehlt.den bisher die Gemein- 

de aufgebracht hatte.vom Staat tlbernommen. Mit der neuen 
I837»0rdnung des Badischen Schulwe sens, wurde er zu* Hauptlehrer 

befordert mit einem Gehalt von 360 Gulden.von dem ein kleiner 
1611 die Gemeinde zu zahlen hatte.1844 wurde ein neues Schul- 
fcaus begonnen.und 1845 bezogen.dabei eine Dienstwohnung ^r 

ihn. 



w 

A!s in Baden die so ^1 eing.eifende Simultan-Svhule ein 

a <«,+ die ittdische Schule.ebenso wie die getrennt 
"*V .ain lis hen L protestantised Schulen aufgehoben 

g6h f Pastes in Baden selther nur die Volksschule ttr die 
rndir^r CoLeLionen gibt.Ber gemeinsame Unterricht 
wurde im grossen Gemeinde-Schulhaus erteilt. 
,f«7l lumber konnte der Hauptlehrer Leopold Moos sein 

f£fzi« friges Dienst-Jubilaeum ieiern.wobei in, in einem 
711 icfn *est-Gottesdienst in der Synagoge die ihm vom 

de ein silberner lecher uberreicht wurde. Am l.OotoUT 
wurde er in den Ruhestand versetzt. 
Ausser der Sorge urn die Schulung ihrer Kinder haben die Familien 
fur ihre religiosen Belange die Functionen eines Rabbiners dem 
Rabbiner Salomon Bloch,der aus einer Ber Stuhlinger Pamilien 
stamte.ttertragen.ler dann 1816 offiziell zum Rabbiner gewfihlt 
und ala erster in Randegg angestellt warden ist. 
So wurden die drei Wanner : der 

Vorsteher.Parnas, Michael Levi-Neumann, der 
Rapine r Salomon Bloch, und der 

Hauptlehrer Leopold Moos 
das Gltick der aufatrebenden Judengemeinde. 

Selbst von hestem.untadligem Character, durchdrungen von religio- 
ser Lebensauffassung und Lebenshaltung.wurden sie die vorbild- 
lichen Ftthrer der Gemeinde.gaben sie Jung und Alt machtige 
Impulse, auf geistigem wie moralischen Gebiet.fur Gemeinsinn und 
-jtLdische Semeinschaftlichkeit. 

in den sozialen Problemen ihrer Zeit sahen sie eine Notwendig- 
keit und brachten sie zur rechten Bedeutung und Auswirkung, die 
Beteiligung Aller suchend.Es war eine Umstellung.die das Leben 
wohl bereicherte,ohne aber je die die gute.geistige, judische 

Tradition zu vertergeiu 

Eine wichtige Aufgabe sahen sie auch in der Erziehung zur dank- 
taren Anerkennung der ihnen gewordenen politisch-btlrgerlichen 
Bftchte und Pflichten v 



It 

Und so Hllel,en daxum auch die Rand.gger Juden wahren^er *evo- 
fction von 1848 dem Grossherzog treu erge.en.trotz der ^drohung 
durch die Hilzinger.die fto sie so jammerlich endete.f/, '/«/ 
1781 hat zum erstenmal die oesterreichische Regierung die ErlauT.- 
nfs gege*en,dass Sonne jadischer Familien eine hohere Schule 
*esuchen,und danach studieren durften,nur,um Arzt Oder auch 
Advocat zu werden.Voraussetzung war nur.dass ausser des Vor- 
namens auch ein Familien-Namen angegeHen werden musste. 
Diese Bestimmung ist spate r, 1810, Mr alle Juden ofcligatorisch 
eingefdhrt worden. 
1805 wurde diese Zugestandnis i> letzten Schutz*ri*f auch nock 
erneuert.Wieviel a>er,und wann.sie davon Ge*rauch machten, 
war nicht fest zu stellen.Dehn die nachst gelegene hohere 
Schule,das Gymnasium Konstanz, konnte nicht ange*en,o> der 
erste nachweisiiche Akademiker aus Randegg.da Schuler war, 
und da sein AHiturium Hestanden hat.MOglich ist ater doch 
dass Samomon Moos.gehoren in Randegg 1831, In Konstanz 1848/49 
AHiturient war.Er studierte Stedizin in Prag,Wien,HeidelHerg, 
doctorierte da l8 5 6,ha*ilitierte sich l859,wurde $866 zum 
Professor e X traordinarius,war als solcher 1870/71 an der Front 
Us Leiter eines Lazaretts,er«ffnete 1873 die Poliklinik fur 
Ohrenkranke .wurde zum Hofrat ernannt und zum Grander der 
Klinik fttr Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten,und deren Director 

*is zu seinem Tode 1895. 

£64 wird als ,vielleicht erster, ^discher Gymnsiast in Konstanz 
der 15iDahrige Joseph Picard aus Wangen genannt. 

1870 hat Emanuel Rothschild aus Wortlingen sein A*iturium,nach 

Anga^seines Sohnes,nicht in Konstanz machen darfen, sondem 
dazu zum Gymnasium Karsruhe fahren massen,um sich dann als^ 
KrLgsfreiwILiger an die Front zu melden.^er Grund daftlr »ta 
te sein dass er nicht Schuler im Gymnasium Konstanz war. 
Als solcher hat urn diese Zeit der in Randegg Serene Dr. 
Moses Rothschild als Schuler da gelernt und sein AHitur 
Hestanden.Als Arzt in.Randegg practiziert. 



rid 



Montag, 8. Mai 198, 



Die Reoolutton wurDc mit Freiblcf geftoppt 

UlC K « UlU * _ Die Hilzinger women nach Randegg 

Kriegslist eincr Wirtin 1848 — 



Nachdem durch Napoleon das GroBher- 
zogtum Baden unter den Herzogen von 
Zahringen errichtet word en. war und unter 
dem ersten Groflherzog Karl-Friedrich 
auch den badischen Juden weitreichende 
demokratische Rechte und umwalzende 
Erleichterungen und Einrichtungen gege- 
ben worden waren, kam es nach Karl- 
Friedrichs Tod durch den EinfluC von Met- 
ternich wieder zu erheblichen Einschran- 
kungen der zugestandenen Freiheiten. 
Diese rucklaufigen Umstande fiihrten 
schliefllich zur „badischen Revolution". Im 
Marz 1848 rief Hecker in Konstanz vom 
Balkon der Realschule am Stephansplatz 
die „Badische freiheitliche Republik" aus. 

Die Juden Badens hielten allerdings und 
zum allergroBten Teil unverbruchlich treu 

zum groBherzoglichen Haus, dem sie so 
viel Gutes verdankten. Auch die Randeg- 
ger Juden! Trotzdem kam es den Reakho- 
naren nicht ganz unerwunscht, dazu, dafl 
antisemitische Hetzen auftraten, die sich 
auch auf tatsachliche Angriffe auf Juden 
auswirkten. So haben auch die zur Repu- 
blik tibergetretenen Einwohner von HU- 
zingen eine revolutionare Mannschaft auf- 
geboten, urn das treue Dorf Randegg an- 
zugreifen, und als Hauptsache, die Juden 
zu pliindern. Mit Sensen, Dreschflegeln 
und alten Schieflprugeln bewaffnet, mach- 
ten sie sich auf den Weg. Als der Haufen 
Krieger nach Gottmadingen kam an das 
Gasthaus der Brauerei „Zum Sternen", da 
wo die StraBe nach Randegg abbiegt, trat 
ihnen die Sternenwirtin, Frau Graf, ent- 
entgegen, und lud die Heerschar zu aut- 
munterndem Freibier ein: „Ihr durtt 
trinken soviel ihr wollt und soviel lhr 
konnt." Das lieBen sich die Hilzinger dur- 
st ig wie sie waren, nur zu gern gefallen, 
und begannen zu zechen. 

Inzwischen hatte schon die Sternenwir- 
tin einen Boten untcrwegs an ihre Freun- 
din, Mathilde Moos, urn durch sie die 
Randegger zu warnen, und sich auf den 
AngrilT vorzubereiten. Wenn auch sofort 



unten am Dorfeingang an der ..Bachbruck" 
iiber der Biber eine Barrikade aus Pflugen, 
Eggen, Wagen und anderem errichtet wur- 
de und wenn auch alle Manner, Christen 
wie Juden, sich mit alien moglichcn und 
unmoglichen „Watfen" gegen den Ansturm 
der Hilzinger rusteten, so waren sie doch 
auch nach darauf bedacht, sich nach besse- 
rer militarischer Hilfe umzutun. In Sin- 
gen stand ein Reiterregiment PreuBen, das 
der Groflherzog urn Beistand gegen die 
Revolutionare herangezogen hatte. Die 
Randegger wollten nun diese PreuBen urn 
Hilfe bitten. Da wurde unser Gvoflvater, 
Mathildes Mann, ein Metzger von Beruf, 
auf unseren Schimmel gesetzt, die Reiter 
von Singen zu holen. Er war kein ausge- 
bildeter Reitersmann, und dies war, wie 
meine Groflmutter immcr wieder versi- 
cherte, der einzig grofle Ritt, den er je 
gewagt hat. Aber in dieser Not sei er halt 
auf unseren Gaul gesessen und dieser mit 
ihm davongaloppiert, am Heilsperg vor- 
bei, Gottmadingen und den „Feind" im 
..Sternen" umgehend, nach Singen. Der 
Kommandant war bereit, zu helfen, und 
schickte eine Schwadron seiner Dragoner 
los, die den „Meidereiter von Randegg" in 
die Mitte nahmen und mit ihm nach Rand- 
egg lostrabten. Als sie am ..Sternen" vor- 
beiritten, und die schon stark angctrunke- 
* nen Hilzinger die Prcufk-n auf den Pfer- 
den sahen, rissen sie Hals liber Kopf aus, 
lieBen ihre ..Waft'en" als ..Zahlung" zuruck, 

und verdruckten sich ruhmlos nach Hause. 
Die siegreichen" PreuBen wurden von 
den befreiten" Randeggern festhch emp- 
fangen und reichlich bewirlet. Der Ster- 
nenwirtin aber haben die Randegger Ju- 
den ihre kluge und tapfere Kriegslist mc 

vergessen, und immer dankbar anerkannt. 
Die Freundschaft mit lhr hat unsere GroB- 
muttcr immcr treu und hoch gehalten und 
wir Kmdor muflten oft mit GruBen und 
Geschenken bel der alten Dame ankehren. 



Am 9 Marz veroffentlichte der 
SUDKURIER einen BerlAt Uber das Dorf 
Pandeee und seme judischen Einwonnei 
™n Dr Moore-Moos, der jeUt in Mel- 

ietzt fur den SUdkurier einen weiteren 
^innerUsbericht schrieb, den Wir nach- 
folgend veroffent lichen. 



Wohl um dieselUe Zeit al.solviertee' ein Gymnasium, und studier- 
te, wo 1st un*ekannt,der in Randegg geborene Herz Picard.Sohn 
del Ha»Biners Picardfwurde Arzt und practizie.te in der Pfalz.. 
Der nachste in Randegg^ettorene Josef Weil, Son des Simon Weil 
ging auf das Gymnasium in Schaffhausen,machte da sein ADitur, 
studierte Medizin.practizierte in Lengnau.Binningen, Zuerich. 
Dann Semi Moos.geaoren in Randegg 1883, Sohn des Maximilian 
Moos,A*iturient des Gymnasium Konstanz, studierte Mgdizin, 
practizierte als Prauenarzt in Konstanz, Haifa, New York und 
fflel»ourne,wo er 1958 nochmals das Staatsexamen bestah.an hat. 
Schliesslich noch Max Rothschild, in Randegg geUoren als 
Sohn des Salomon Rothschild, Gymnasiast und Studium der Medi- 
zin in HeidelHerg.practizierte in Mannheim,His zur Vertreileun, 
nach Italian und weiter nach USA. 

Weitere Randegg Seborene.die hohere Schuien T.esuchten,waren 
Elkan Ries,ge*orenl862,Sohn des Elias Ries und der Mirjam 
Moos.hOhere Schule in New York, studierte an der fechnischen 
Hochschule Maryland und John Hopkins, Engineur. Erfinder. 
D^ann fieinrich Moos,Xylo-und Lithograph, Hohere Schule Strass- 
Imrg.Akademie des £eaux Arts in Paris. Schliesslich ein Sohn 
des Vorstehers Maier Guggenheim,Hadwig?,wurde Ingenieur. 
Siehe auch Anhang: die Akademiker in den 4 Dorfern u. Konstanz 
Nicht vergessen darf sein.dass auch eine ganze Reihe junger 
Sonne nach Diessenhofen auf die Secundarschule gingen,die der 
deutschen ftealschule entspricht.Eine Anzahl von Madchen wurden 
nach leendigung der Volksschule in Madchen-Pensionate geschickt. 

H und auch der zweite Sohn studierte und wurde Arzfc. 
DOch so glatt und gut.wie es nach dem Bisherigen aussehen kOnnte, 
ging die Umschichtung nicht immer.Wenn auch die weitsichtigen 
Grossherzoge.und die meisten ihrer Regierungen, die beste ATsicht 
hatten fttr die *ingliederung,und nicht die geringsten Vorurteile 
gegen die Juden zeigten.so taten dies doch nicht auch alle ihre 
B eamten.und oft auch.und noch weniger.die MitWrger, Sie hatten 
nicht die verstandigende Einste Hung, und nicht die freimutige 
Gesinnung.Badurch erstanden dann manche Hegreifliche Schwierig- 
keiten. 



n 



. • i n n*iahri*en.defaniierenaen Judenverordnungen 
elng eredete «*«"" von den Kiroh8 n *e*«»pf« Has.. 

8ef unle,und de, entepreenende H*™^ glelche „.„„« 

OWUloh eohon dure* Napoleon 18 10 «r 11a J Grossherz!)gllche „ 

-— r^inn:^. a» e rt lel t en,.«ssen doc* so 
Edlcte auoh in Saden w Beamten slch e r g e»en 

,o„„ere nlont.el-ol.un.en von . a. Ill . ^ santritt , sloh 

h a>e„,dase de r era e Ja» ^ ^ ^^ ^ der ^^ . 

- e r rirrXannTaroi: "r u::, — - r 

den damalx g " °^7 ln 4er synasosa vollsahllg versan-elte Oe- 

Ge „i 8 s sxnd moh alle ^^ ^ ^^ ^^ 

ttlr g er .eworden.so «nxg w ^ hB „ von De urln g kaua *e- 

sel n »erden,so war doch <" S ™*^ 2U , eranla ,san,dan dnden 

in Randan «- «^~ ^ halten Mnne n.ond dias g enau am 
spater aln ^-^J" ' „ en .aren.das Schloaa nnd Ihre 

et: r-nr-JiLnn . — .— — 

■„ »»«-«* fl '^!." , Bl „, slon scMecW.lnfoUe 
Bun waren damala s»ar dia Zeiten an 8rf , lne aruckanda 

« andauarndan ".«-.««J ^£ „ rft l/2) . m dlea erac„-.er t e 
Hun g erano t » l -"^^J. Knakan lehrstellen *« H*., 
auoh die «»glic»kext fur ^ seli3t , t andl e eu .aoban. 

UM l«r Aeltere .£- » «- ^ der a „ elten ^^e, 

Dazu verhlnderte 1832 daa sex* j uds ,„~sets g eiun g . Die 

l-r Jede wellere En.wle.lung In der ouden.ee g 
Poise eolohar AussicMslosi.kelt »ar,dass swxsehen 
auawanierten. 






H 



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** 



sehr viele auswanderten.Und es waren smcher nicht die ^chlechtes*- 
en die den Mut hatten,die Heimat zu verlassen.um anderswo eine 
Existenz zu finden.So S ingen,um einige ^eispiele zu nennen.nach 
den U S A Elias Ries mit Erau und 9 Kindern, 5 Sonne der Witwe 
Max Weil,und einige Sflhne der ftuailie Bloch.und nach Italian zwex 
SOhne der Familie Weil-Schott. Sie hatten Alle Erfolge,Beweise 
der durch die Emanzipation frei werdenden Initiative junger Krafte. 
1845 sahen sich die Jude^doch wieder veranlasst,an die Regierung 
eine Petition urn Sesserung der Verhaltnisse »* f^ en ; °" ™ 
Seispiel als Grun* sei angegeHen, dass nofih am 15-Julx 1847T der 
Magistrat von Konstanz mit 65 gegen 29 Stimmen beschloas, Juden 
den Zutritt zur atadt nur zu erlauHen,wenn sie ein termogen von 
10 000 Gulden nachweisen konnten.Me Begrundung war : wenn einer 
kommt.kommen Alle. Aber keiner hatte das termogen,und konnte,wolte 
kommen.Erst als auoh der Magistrat endlich 1862 die Sleichberech- 
tigung anerkannte.ohne ein Vorzeigegeld zu verlangen, siedelte 
nacTsOO fehren wieder der erste Jude in der Stadt,.nachdem noch 
1850 Konstanz,wie Freiburg und andere Stadte in Baden das Wohn- 

recht verweigert hatten* 

Doch mit den zugesprochenen fiechten tibernahmen die Randegger Juden 

auch willig ihre staatsburgerlichen Pflichten, nicht nur als regel- 

massige Steuerzahler, sondern auch die Pflicht als Soldat dem 

Staat zu dienen. Wenn auch-nach Denzel-anfangs Schwierigkeiten 

bestanden,wegen des Dienstes an den Samstagen und Feiertagen, so 

hanen sicn diese schnell und ganz losen lassen.Dabei ist Ms zu 

letzt auch in der kaiserlichen Armee Sucksicht gezeigt worden 

um ihnen ex officio,oder auf Verlangen.zu ermttglichen, ihre religi- 

Osen Pflichten erfullen zu kbnnen. 

Die Juden anerkannten, dass Soldat zu sein ein naturliches Stadium 

ist, das ein gesunder Burger in seinem Leben durchlaufen soil, dass 

diese Pflicht eine G e iegenheit bietet.sich als Mann gleich gut 

zu verwirklichen. Q»-ia-+ 

Wie viele dieser Pflicht entsprachen,und i» Frieden als Soldat 

dienten.habe ich nicht festgestellt.doch kenne ich Einze in e,wie 



1H 






.#" 



f 6&n ltd*" 

zum Beispiel.dass Maximilian Moos, me in Vater,l873 als Preiwilliger 
in das Wurttembergische Infenterie Regiment Nr.l25^in Rottweil 
eintrat,und His 1875 diente.zum Gefreiten und Unteroffizier be- 

fttrdert wurde. 

Und da nun mal jede Generation des letzten Jahrhundert ihren Krieg 
gehabt hat, so haben an jedem auch Juden teilgenommen, sei es als 
im Frieden gediente Soldaten.sei es als Freiwillige. Sie glaubten 
eben auch, als patriotisch Ftthlende.an die fflakellosigkeit der 
Segierung,und,dass,wenn das Vaterland in einen Krieg verwickelt 
ist.und rufe.dies der Ort sei, wo ein treuer Spldat zu sein halt. 
So sem festgehalten,dass im Napoleonischen Krieg gegen Spanien 
auch judische Soldaten lei dem Badischen Contingent der Rheinbund- 
Armee kampften,von denen drei— wie Isidor Lehmann schrieH— er- 
schossen werden sollten.aber in der letzten »acht noch von einem 
spanischen Marannen von Gerona tfter die Pyrynaeen in Sicherheit 

gebracht wurden. 

Im Krieg von 1870/71 waiss ich von Randegg nur Bruno Brtttsch zu 
nennen.ob mehr? und wer ? und von Worblingen Emanuel Roth- 
schild als fcriegsfreiwilliger Abiturj<ient,der befordert wurde und 
Kriegsauszeichnungen erhielt.(Er war spater Vorsteher in Konstanz), 
Aber dann im Krieg von 1914 His 1918 waren eine ganze fteihe von 
Randeggem und in Randegg Geborenen, gediente und freiwillige.als 
Soldat eingeruckt,und die allermeisten an der Front, und von ihnen 
sind auf dem fleld der tihren und fur Kaiser und fur Reich gefallen: 
l.Biedermann Herbert, sehr junger Kriegsfreiwilliger, Sohn des 

Friseurs Jacob Biedermann.Enkel des Brief tragers Kusel. 
2 Bloch Heinrich.Sohn des Isak Bloch. 
3.. Bloch Berthold,Sohn des Marco Bloch, auf dem Weg,sich zu melden, 

auf einem Schiff versenkt worden. 
4. Dreifuss, Salomon, Sohn des Jacob Dreifud*,etwa 28 jahrig als er 
einruckte.Er hatte sich geweigert, einen" Spaziergang" ttber die 
seinem Elternhaus ganz nahe gelegene Grenze nach SOrflingen 

zu machen. 
5.Eichstadter,Emst,geboren 30. October 1893 in Randegg.Sohn des 
Salomon und Klara Eichstadter.Lehrer in Bruchsal. 



tf 



6.Gottschal k ,Leo,Lehrer an der Volkschule.gleichzeitig Kantor und 

Seligionslehrer. An der Westfront gefallen. 
7. Guggenheim.Hadwig.etwa 28 ^rig.Sohn des Vorstehers Maier 

Guggenheim. Electro-Engeneur- 
8 Keller Leo und sein Bruder 

9* Keller JacoH. Ser erstere in Randegg gefcoren.wo seine Eltem 

wohnten.ehe sie nach Winterthur gingen.wo der zweite ge*oren 
ist Verw^ndte von Isak Metzger und Rermann Weil. Die leiden 
m eldeten sich als Kriegsfreiwillige aus der Schweiz laeim 
Inf Rgt.114 in Konstanz,kamen mit dem zweiten Ersatztransport 
zum'Rgt.an der Front.und fielen Seide gleich durch Sopfschuss 
an gleicher Stelle ,auf vorderstem Posten vor Vermelles, und 
wurden von mir ne*en einander an der Kirchsho^auer Tegra*en. 
lO.Rothschfcld Alfred,19 Jihrig.in Randegg gefcoren, ATiturient vom 
vom Gymnasium Konstanz, Sriegsf re iwilliger.Sohn des Randegger 
Arztes Dr.Moses Rothschild. E r fiel gleich anfangs des Kriegs 
Tiei dem hlutigen sinnlosen Angriff auf Ypern- 
ILRothschild.Iwan.Sohn der in Randegg geT.orener'n Samuel und Anna 
ge^orene Guggenheim.Metgermeister in Konstanz. Er star* an 
einer im feld zugegogenen "erwundung oder Krankheit 

12. Hothschild.Karl.in Randegg geHoren.Sohn des Jaco* und Pauline 
Kothschild.Er war Kaufmann in Konstanz. 

13. flosenthal.Se-i.Ahiturient der Realschule Konstanz.Krxegsfrex- 

williger,19 Jahre alt.Sohn des Randeggers Karl Rosenthal. 
Er fiel auch vor Ypern. 



J ? 



Nachtraglich , Z ur Vorseite,konnte ich noch feststellen.dass, a±e 
.is wohl der einzige Jude,Kussel Siedermann, als Prontsoldat im 
Kriege 1879/71 tell nahm.und dabei einige Finger der rechten Hand 
verloren hat,und nachher der einzige ^dische Brieftrager Badens 
wurde.^ann war auch Front soldat,ausser des genannten Bruno Brtttsch, 
der so verdiente Ortspolizist Wieland.dear, durch eine Granate ver- 
letzt das rechte fiein amputiert werden musste. i'rotz des Holzbeines 
hinkte er stramm herum, schellte jeden Mttag.pflnktlich.die Orts- 
neuigkeiten aus,und putzte auch regelmassig die B rU nnenlaternen. 
-benso war an der Front der unermttdliche-'Strassenwartymit dem unvei 
verKesslichen grossen , alten,breitrandigen Schlapphuf.er war der 
later vom»schicker-3auier"Sevenn. 

Wohl vor dem Krieg hatten h*t*en gedient :imanuel £loch,,er Menke, 
der weit uber 90 Jahre alt wurde,und Leopold Picard.der Mehl-leibe-- 
le Menke soil in Bretian-Bretten im bad.Unterland gedient haben. 
In' all den Jahren nach dem ^rieg waren 3oldaten,activ dienend, 
Maximilian Moos.freiwillig sich meldend.am ll.Marz 1873 beim 7. 
wuerttembergischen Landwehr Regiment in Rottweiler 3 Jahre, wurde 
zum liefreiten und Unteroffizier ,efordert,bis zum 18. September 1875 
Hat auch seine Reserve-und Landwehr-Uebungen absolviert bei J.H.114 
flann: Salomon Dreifuss,Karl Rosenthal, Moritz ftiggenheim als Infan- 
teristen,Heinrich Weil als Dragons r, und die 3 Cruder Bloch :Sali 
bei der Infanterie .Leopold als Dragoner, und Jacob bei der Artell. 
der dabei mit einem doppelten Oberarmbruch verungluckte. 
oeber die im ersten Weltkrieg gedient habenden und Gefallenen 
ist schon bericbtet. 



nie s-iTmiltan-Schule 

mri e .in. der „itr.i.«n..« Verordnun 8 en der «*^; 
hersoge und ihrer leg.erungen,,»inae.tena so aehr far 4i. katholi 
ach „?protes t .»ti 3 on e n,und sp«er auc h ama„»li3c h e„ Burger .1. 
fir d t. iddlschen.aie «»r der „eaen t liche Gmnd.dass doc* trot, 
Z ankngHohen Son»ier*ei t en die Ver t rauena-Ver„al a»ae 
freundlioher m>rden,die gegenaeitig. Verstandlgung sic, iesserte, 
uni sich immer mehr entwickelte. 



AS 



Diese Gott begnadete Jiinrichtung der Gemeinschafts-Schule bracfate 
die chrlstlichen und jtldidchen Kinder von frUher Jugend an im 
gleichen Interricht zusammen, Gleiches zu lernen.die gleiche Spra- 
che zu sprechen und zu 3 chreiHen.Mit einander die gleiche Schul- 
bank gedruckt zu haben,war oft der Beginn guter Kameradschaft und 

Jj'reundschaft fur's Leben. 

Vie erfolgreich diese Schulart mit der einen Ausgleich anregenden 
gemeinschaftlichen Erziehung der verschiedeaen Confessionen war, 
zeigte sich genau so an den hoheren Lehranstalten.Des zum Beweis 
fuge ich hier die Worte an,eines auch Mitschulers vom Gymnasium 
Konstanz,die er,der Allen im Seekreis wohlbekannte ehrwurdige 
Kardinal F.J.Augustin Bea in einem seiner Bucher schrieb.und in 
diesem Sinne bei einer Audienz wiederholte :»Schon im Gymnasium 
Konstanz habe ich reformierte Mitschttler gehabt.und diese ersten 
Contacte mit guten Menschen anderer Confessionen, die in jener 
Beit der Trennung der katholischen und protestantischen Gesell- 
schaff'-implicite auch der judischen-»in Deutschland etwas unge- 
wohntes gewesen ist,haben auf mich Eindruck gemacht." 
fiie Consequenzen fur ihn und seine Intentionen sind ja bekannt. 

So wurden in dem kleinen Dorf Randegg Christen-und Juden- 
Kinder.guben und Madle,gemeinschaftlich, einige Klassen zusammen 
in einem Zimmer,unterrichtet,lernten, sangen, spielten mit einander, 
und arbeiteten nach den Schuljahren eintrachtig mit und neben 
einander,und sich helfend.wenn's nottat.Aus den Nichts entwickelte 
sich eine gewisse kulturelle Betatigung.Es wurde ein Sesangverem 
gegrundet.kunstlerische Veranstaltungen aufgeftihrt.ein Turnverein 
sorgte fur korperliche Ausbildung,und dass Alle gerne in der Peu- 
erwhr dienten,war ohne jeden Zweifel.Die Vereine besuchten Turn- 
und Gesang-Feste.und brachten manchen Preis nach Hause. All dies 
bereicherte das gesellschaftliche Leben der Dorfgemeinde. 

B ie Menschen lebten in Eintracht und Jrieden ,und sorgten 
fttr die Interessen des Ganzen.an deren Einebnung der .^erantwort- 
lichkeit sich vor alien der Burgermeister und seine Winderate 
angelegen sein liesaen.zu welch letzterem seit 1870 auch Juden 



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«ewahlt wur*en,*ie del- Contact der Lernenden ausgleichend voran 
" ing ,so haben auch die Lehrenden.tiber .lie anf Cliche "nruhzeit 
hinweg.mit kritischer Initiative und gate, Willen des katholische 
und jtldischen Lehrers sich bemuhlr. 

Viel trug dazu bei.dass die damaligen Pfarrer und "abbmer sich 
!ut verstanden.Gar inches mal sah man die beiden nerren zusam- 
m en spazieren.Des Pfarrers Haushalterin war eine treue Jugend- 
freundin meiner G rossmutter,die,wenn ich in Ferien^ Obst vom 
Pfarrgarten schickte-.andererseits brachten wir an Pesach.dem 
Osterfest, Mazzes (Mazzoth) dem fierrn Pfarrer und Bttrgermeister, 
und Freunden. Und dass ich mit meinen Spielkamerden auch .it zum 
Blfe-Muten in die Kirche ging.war una Buben ein selbstvers and- 
licher Spaasteim Seilziehen. Die Christen achteten den Samstag 
Z die Feiertage,und ve^mieden d ede Storung des Gottesdxenstes 
d urch Fuhrwerkverkehr.Und die Juden hielten anderersexta auch 
rttcksichtsvoll ihre Feiertage,und schmtickten ihre Hauser genau 

so fur _die FronleicJ~Jiam-£rgzessio_ri J _ ■ 

Welche Bedeutung das Verhaltnis zwischen C hr i 3 ten und Juden damalt 
nach einer gemeinschaftlichen Schulerziehung gehabt hat, far die 
persttnlichen fieziehungen.wie auch fur das wirtschaf tliche Zusara- 
men-Arbeiten,in vertrauender und vertraulicher gegenseitiger Aner- 
kennung,und nicht nur im Dorf selhst,sondem auch ausserhalb, i. 
geschaftlichen Ueben.mOchte ich hier in drei meiner vielen per- 
sonlichen Erlebnisse.als fieispiele.festhalten, und wahrheitsgetret 
1.) Zum Verhaltnis der Viehhandler zu ihren bfluerlichen fiunden: 

Als die «bre der Stadt Konstanz wieder den Juden offen wurden, 
sind nach 1863 auch Handelsleute aus den 4 Dorfern hingezogen. 
Sie konnten sich bis in die Hitlerzeit.in ihren verschiedenen Be- 
zirken.mit den Bauern gater oft bester B ez iehungen erfreuen.genos-l 
sen oft f reundschaf tliche s Vertrauen und grosses Ansehen. Dazu : 
Als ich im Januar 1933 bei unserm Hauschen am See in Egg unsem 
nachbarlichen Preund.den Fischer und Landwirt Sandmann sprach, 
meinte er : » wenn alle (Jude.wie jener»Schreier»mOcht, fort mttaate 

dann goht's uns Baure hier achlecht;denn die andere,wie der do 
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unte in der Brauneggerstross, /die hont ko Herz un ko S eel,wenn> 



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, fceld goht.Der seit:hoscht kei geld.hoscht kei Euh.tth wie der 
Konrad hot heirote welle,hont mr de Seeligmann g'rufe.Sass ii nu 
e «otzige ftuh.en Acker und e Wies g a ka.un dem fflariele sin later 
au nit meh.do hot dr Herrmann g'seit: so stell ii ihm no 2 Stflckle 
derzu.un wege de Jelder wlll.i probiere.dass d -Spitalverwaltung 
ihm helfe ka.Des isch gange.und die sin g'hurot un 8'friede." 
2 ) Bines Abends spat im Winter 1918A9 rief mich die Hebamme zu 
elner Slutung.in eines der alten Hauser der Huetlinstrasse.Es war 
in der bosen Grippe ieit.Als ich nach der Sehandlung weggehen woll| 
te frug die Frau : "fierr Dr.wisset 8ie au wer un woher ii bin ?" 
"Nit im GTingschte».»So-also i bin ein's vo de viele Kind vom 
Handegger ilaschner Herbener.Sie wisse g'wiss.wie arm wir *'wese 
sin War nit, euer Grossmutter.d 'M a thild,gsi,m#r hatte g'wiis nie 
Fleisch uf'n Hsch g'ha.So g'wiss wi dr Sunntig noch em Samschtig 
kunnt,hot sie nie vergesse.sCHerbeners a Fleisch uf de Sunntig 
z'schicke.Nit e gotzig vo de Kind hot's vergesse;So wenig wie li. 
Ich erinnere mich wohl des mageren,abgearbeiteten glaschners mit 
dem schutteren blonden £art,dem armseligen Hausle,neben dem vom 
Polizisten Wieland und dessen Bruder.dem *eldh«ter ftichard. 
3 ) Jie grosste Pferdehandlung Randeggs war die der"Bloch»,deren 
pferdekundigste Leiter Simon. Loeb war.bekannt als der-Schimme Lei! 
Mit seinem Sruder Albert versorgten sie v egau und die Baar bis 
tfillingen mit schweren belgischen Zug-und leichten deutschen Rei 
und Wagen-Pferden.Ihr»Standquartier"fttr die B aa r war die"Linde» 
Pfohren.Als ich im Hungerwinter 17A8 mal von Durrheim.wo ich 
Chefarzt des Seserve Lazaretts fttr Chirurg.Tuberculose war, nach 
Geisingen radelte,um den Zug nach Konstanz zu nehmen,machte ich fa 
Pfohren Halt, urn etwas"schwarz« an fissbarem aufzutreiben. In der 
Linde sass der alte Wirt am warmen Kachelofen.Er sagte.das noch 
*ier»flber 80er» lebten.Ich bat die andern her einzuladen.Beim 
guten Soppelliter und gemtttlicher Unterhaltung fragte ich die Al 
ten ob sie einen-Schime Lett" gekannt hatten.es sei wohl^schon 60 
Jahre her.Ein leuchtendes Erinnern kam in die runzlign Gesichter 
jfeder hatte ihn wohl gekannt; Jeder wusste etwa vom Schime Leib 



ft 

un d d ea Albert zu erzanlen,un d von ihren scLtaen Sferden;eiuer 
"lite seinen guten fiappen nicht vergessen.der andere die 2 Braum! 
I " r hen vfn der guten Fl .undschaft .it den B ? *denangese h en j 
»n d *elie*t sie M alien lauern waren.wie k au* einer in der B aa ,| 
jf si wussten noch die Na.en der loehtar, fragtan was ieh vo. 

gar le und Minele wisse ? ,und der Wirt zeigte m ir i* *»*"»" 
Ls^le.in de, die B^ter «esc h irr und *■.., „r er^a* en 

Ln 9 ie ha*en doch-als fromme Juden-'gelefct.und so fort, nd als it 

\ fin Enkel vom Schime lei. zu sein.wurde die Unterhaltun<| 
dann sage, em ^nlcei vom ^^ „ „, ohwarz n 

noch traulicher.ga* inuaer mehr der Erinnerungen. " n d schwarz 
versorgt wurde ich auch.lezahlen ? wurde entrtlstet und ■"»«**« 
::2Z wiesen.^eder wollte an Schi.e *.». Sarele e.nen besonder, 
Srul «er.racht wiaaen. 60 Jahre nach Schxae Lex*s Tod. 



Be* wirtschaftlieke Htthejounkt. 



,, , ^ a1e zeit von 1830 T»is 1870, und sein 
fX r «rt - «h~».-»» ven s a.llah.So aurda Sinsan 

Jordan. ^^ ^ ^^ 4ej . . Ml30hen oeBelnae flei in 

alese ^ *»..-» - a^r^sss^rc:- 

Scfcwierigkeiten geschaftlicher Entwicklung. 

Das .i^^jflfi^e LeTien 
ln d ar to» und dan Allien »ar daa alnar saganannten 
..fra-aa Sa.a lada » . S. rlohtata slab s ana nach dan Oa.ranahan und 

Gelioten 



a.„ vatsnn in ier Reihe so vielan Geschlechtan 
™°™T'17J2™™Z durtagatalten -ardan.Den Sa.stag, 
""*' , b ll »ar i Rntatag.nn* «!«. dan »ocha,«,r den, 
( Senates, Schartath) «r 8in3 tellten,von Alia. 

in MdcaiOt auf 4 »- 8Ua /* ,. lt<mel . Sotatags,. eist enst Mon- 

helMca-endan Mannar. Ste »r ninaus p,^,,, 

tags.in den Fr«ha,au inn - «^ f lle , u 3 ein.»an .al eina. 

„ ana. an. »ao„an an.a «a d e ta d . ^^ ^ ^ 

„ fneitag W«-*» * ^" „ rien gen au .eatacntet.tai. Er- 
ln «».^ ; %«n •^o t n»,nal I a„ die Kaotaann genne .it, 
rl e„ten dan 1 »» Mtte '™ des .. Lau .es" ,den noch Siatten tragenien 
van alia- «i. *er.ohaf«n «» ^ dl / K inder ltal en»Oste rt rote", 
Ba u.asts. Und «ann dann an *»« gehtlll t, .nanhten.enhielten 

„„ sautanlicn ".»»^ n g Hi ro, t anaian.(Enwann t aai hierau, 
sl . dia aalichan ain odan £* « <as 0iuaim , 8 „ dan 

da8 s .anona "-£££ *a * » ^^^.^ ^en. ) 
.and.stecKten.als Sntata geg ^ ^ ^ 

• « M EanJa« ward. 1816 ge~gSnd7. dnnch Wahl and Anstal- 
d en Ge»einde Randegg war Jahre v(>rhe j. 

lung de3 R^iners 2si2B2!L^;" r ^ m6 ln Handege 

lM m*lell dia ««-. »■££ * * ^ ua stahllng en gexl.cta 
ge.onen.von Eltenn.die einige Jahna Y * t „ nicht 

. t .t wanen.Ren elterlicta .... «r 1 da ^^^ 

angeg e.en..Ktanso utaetann * • - J „. „ ln selne . 

er seine AusMldung erhielt.Atar Beliekthelt erfr euan durfta, 

lansan lata, sich grossen Ansetan* , un ™»^ to tsfahrung 
^ daaa sain f; an Sin^ta un ine^e ^ ^^ _ ^ 

onprkannt vm.rden.iir sxar» h<j 

anerlcanrvu GrossV aters mtttterlichersexts. ) ) 

Bruder fames Ur-Ur-Grossvat bed eutendere und 

RaTiHiner Schott^sein Nachfolger war fi , w 

" -, • io«,-» + sMne Amtszeit war loij »is 

no „a einxlussnaictane '-— X Bate* sainan la.ena- 
1880 .,a.an ^""•"ZZJ, wa n ventainatet.und .oh... in 
a eit,wanen nicht fast an Po3tants . En hat viel 

den, gnossen Haus, omental* des jetzigen 



H 

<^hntt hat viel Gutes und Grosses geleistet ftt** die 

IT* und das religi«s Kulturelle Le.en der Jugend und auch 
Erzl ehung und das rel g ^ ^ die Vereinigung 

d er Erwachsenen.Fttr dxe 1 ^ ^ geistige 

* ra dxtxon des Juden Brnledpigung ^ Enrwlirdigung von En £ - 

Mannern zu *«*•"** er sich.im Wlllen zu* Auf.au,™ die Ver- 
^T^Lr"^;,^ eine wichtige und wertvolle 
m ittlung der ^*^ ve rantwortungwvolle Haltung Lewies 

Zuga.e zur Umschxchtung.Sexne v Einrichtungen.den 

er auch durch sein Mitwxrken in alien sosia 

ver sc h iedenen V-ini^-.^ - f^^^,, ^^ 

^?.«StCT^ *« religion Vorschriften 

sxch:dxe Aufsxcht « e £he ^ Bestatt ung,und far die 

«er Schlachtung und ^» c ^ und Farailien , und tWinde. 

0r dnung des K^ ^^^ _ den Juden von der Grund 

* chaft im letzten Schutz.rief von 1805 welter zugestanden 

7 Z Z ilw sentlichen nur eine Erneuerung der frtlhern 
worden,der 3a « We sen , T, rieflich geschttzt war. 

ZUS6 "f "TaTd-Tfia n n con eine gewisse,ganz e.sonr**t. 
Ausse rde m stand de. & aliS3 chliesslich,und nur.eei 

+ en n Mff renlen zwlschen zwei ;«dischen Partelen,und 
^ Aufs'ht d s oLa.ts Stocfc*ch,als de m »nieder.n Gerichts- 
unter Aufsxcht des uoe a „-,.,-,>, Oesterreichischen 

her m " und als dem»HoherenV«en Kaiserlich Oesterrei 
herrn, u« Waturlich anderte dxes dxe 

LandeariOt in H »" l*"^* dle eleloh a Rachtaaprechune 
Badiaoha Hsgiemng.die alien Bnrgern di e Ml 

zuspra ch dure* :: ^^^l^^^^^^s C ^ 
;::i;rc:is - 1 — 1 9 00 ^ der Code Napoleon m a a ssge,end 

Ha.einer Schott start i860 nach 43 jahriger gesegneter 
Hammer ac . ihl j V erehrenden,d a nk¥aren 

jatigkeit.zum Wohl und zum Ansehen seiner nq 

Gemeinde.und des Dorfes. tt .. . wair 

Sein iWolger.der dritte <™einA-«a..iner wa * 
Eli ahu Picard.Oaten sind nicht .ekannt.nur die A»tszext 1880/1906 



• viel wissender und viel studierender Gelehrter,ein sehr 
Er war exn viel , - ^ ^^ , ersonlichkeit . 

g«tiger,gern ^^ , warzen R ock>UIld oft in Sorgen 

MitteUross.un stel - » - ^ • stark , kraftig , hoch g ewac h sen 

^ S6ine T ! -Ti^t scheme zwanzig Kindern das LeT.en.Als xhr 
- d i-er froh ^ * eine Prau eine ^ere fragte: 

^; d : F a : vl Sa^ner z-Bandegg 22 Kinder »a« 

Wissen bxe.dass die *r zwa nzig Sinder.zehn 

antwortete er: Entscnuldigen Sie e sind ^ auch 

seelige.und "^ ™ 8eelX f '™ "^^rte Leistung^esonders 

*ei den damals armlichen e te ^ 30gar 

nur der tetter Marum.half da gem,soa 

studieren iconnten Lehrhaus ,das der Rapine rwohnung 

Seme ***^ "^£ m intere ssant,und .erunten auf seine 
ange.aut ^'"^^^und Thora.In seinen Predigten.zwei.al 
tiefen genntnisse von talmud u Gra „ reden ware n tro.t- 

d es Jah res,wieder h olte er ^* ^^.^ ta Cnumascb, 
r eicn,und meist zu ffranen rtthre ^ etBte einen Satz Wort 

den 5 Mcher Moses.war eigenartig . ttotig ,wiederholen 

^ Wort.den die SoWl.r l*u ,.e st 1 ut er a 1^ J^ ^ 

mU ssten,also zu. ^^ToxT^ -c^n.a.on^ der Ewige 
isch sflereschiB -im ^ a ^'*°*° die Erde . hne die Kinder mit 

nasohema^ den HiBunel.wehorez u« dx r m sste er 

Ora^ati* zu ^len.lernten sie .oc, ^ ^ ^^ da 

* d en langen --^-^^ treffsich er zu — en.lo* 
W ar,v*m Kathter aus ^ ^^ 

verdanke inm viel ■•*•■•£ * 26 ^^ren 1906. 

Ha,,iner Eliahu Pioard star, £ des Th.olojl.-Pro- 

S ein Nachfolger war Ra^iner 5El_— — ^ Berlin . Er wurde *ald 
f essors und Leiter des Earner -^ ^ ^ „ orthoA ^ e 
ftach Emden in Ostfriesland Herui , 

ge.einde in Breslau. ^^ fda88ea Sohn ,.t.t 0.er-Ha.- 

Nach ihm kam aTiHiner urt - ~ 

*iner des «ritish Empire in London i.t. 

Ber 



Di ese Beiden waren bonders »erattht,die immer kleiner werdende 
Cemeinde activ zu erhalten.sie seelsorgerisch aufmunternd zu Te- 
treuen.und ihr Interesse an judischer ^eschichte und iradition 
wach zu halten.und verstanden es.auch mit den Mitburgern gate 

Verhaltnisse zu pflegen. 

Banach kam ^iner Brom,. der nach Luzern berufen wurde,und nach 
ZL ^tzter Ra^In^Donat^der ,ei der zunefcmenden Inflation 
seinen Sehalt durch die Tatigkei* als Wanderlehrer in der nahen 
Schweiz aufloessern musste. 

Me inflation hatte die Stiftungen,die einen |eil des Ra^ner- 
l naltes aufgebracht hatten.ganz wertios gemacht.und d e nun o 
kleine Semeinde konnte sich dadurch keinen *Mb»r mehr halten.. 
D er Oberrat ho* das HaHHinat Randegg auf.und uTertrug die Sorge 
uJ Seelsorge fur Randeg* dem BezirksraTl-inat Gailingen.Erst durch 
den BeziricsraHHlner Dx^itz.zuletzt durch BaHHiner Boh^er.. 
^Mordechai Bohrer hat.wie seine Gemeinden, durch die Nazis sin 
tranches Schick zu Ende ge.racht. Sein Amt hat er rait uner- 
mudlichem Eifer.mit treuester Hinga*e,und unbegrenzter Pflicht- 
Tr u lung ausgeu.t, immer nach seiner streng orthodox ^erzeugung, 
S i!st .efahr nicht achtend,hat er Verfolgten Unterschlup ge^en 

i. n Ho-n-in^P-rn liber die krenze verholfen. 
und mit seinen ergeloenen Gailmgern Ui»er axe 

Er hielt bei seiner Gemeinde aus,bis er mit den Andern am 10. 
No vemb r 1938 verhaftet und nach dem K.Z.Dachau verschleppt wur e. 
E r verweigerte ^ede warme Speise.da ;a nicht rituell gekocht.und 
ilt am Tage,da er entlassen werden sollte,an Entkraftung zusammen 
g ebrochen,und gestorben. Seine Eamilie konnte nach Israel tiber- 
-iedeln lebt in Jerusale a ,und ein Sohn doctoriert mit exner 
^eit:iier die Uebrauche in den 4 JudendBrfern des Hegau. Aller- 
dings wird sie nur in,ivrith von der Universitaet Jerusalem 
g edruckt,und so nur von wenigen hier gelesen werden. 

Die i tldischen £ehrer 
Zusaramen fassend: der erste unterricht vmrde inoffiziell ^en 

Kinaern e e s e> e n dure, W«1JS»,^ " l816 ««*»* "' 



leg alisiert wurde.Leopold Moos hat die Sohule eingeordnet, wurde 
a v, a + qie eeleitet bis zu seiner Pensionierung 

::rr 8 Tii^ u::; 1 : e— -,- er ™ *..« 

rAL airmen .erdienst-Medaille a^eic^ - en 

sein Hachfolger war Jp^ Onfinger,unter dem 1877 die israelxtxscr 

christliche Volksschule vereinigt wurden,und der Unterrxcht 
und chrxstlxche o „ chulhau3 gege¥en wurde. Religions-Unter- 

nunmehr gemeinsam im Rat-Schulhaus gege 

ri cht wurde im Schulhaus naturlich wexter gefuhrt durch den 
Tnto/und Religionslehrer Lis^erger.der diese Aufgabe vxele,lange 
TZZ I -4 den i* Bienst ergrauten Mann zu entlasten hat 
der Svlagogenrat beschlossen noch eine junge Hilfe anzustellen 
D r 7ZTZ wurde Teauftragt, den Beschluss de* alten fierm scho- 
n nd "ngen,betonend,dass .it der Zunah.e -s Alters xe 

ZTfte nachlassen. Barauf Lisberger : ich verstehe,xch verstehe 
aTsut 21 Herr Rabbiner, trotz .eines Alters lasse ich *xr den 
in n L Z L H**en binden.und .ache dennoch .it *« andern 
Tit Ihnln einen Hosenlupf. (•> war Vorturner in der Altersrxeg 
:: s Tulvereins.) Barauf wollte der Rabbiner nicht eingehen.und 

n-n. ^ P ,e Kraftprobe einem Synagrgenrat tlberlassen. 
ITZ 1 en :"is 1878.— *anen die !.«««. "r ™£ 
,=nule auch eleicnzeltis Kantor (Cnaaan) und KelUionslenrer er 
^nde.ZunLst "78 - 1894 ia^ii^.--- *° 

i,-ir,^riip^eT Lahrer war.kr hexratexe exue 
Stimae hatte,und exn kxnderlxeber x-anr 

a v,«ttP einen einzigen SohnBavid,der Uch wexss 

Hauptlehren nach W ndin g en versetst .1894 1897 foe 
« < r ,,,nd ohnh.ns .danach Otto Oeiema r 1897 1301 '' 

se G »— ^j;^/ i /::; nle ls 191.-19H - 
8ern.ann Kaufmann 1901-1912, 8el«a Lelirkraft der „, e r 100 

^^^"/"-Ti^Mu i ::t„* -** ««*.- «-» 

jahra „estandenen Schule «eU ^ ^^ Kantori 

Deren Letzter, weix, aJ - c 



* 



„ le aa 10.»»ve«»er 1938 3S^»t. die S,na s o s e In die Luft sprengten 
Z seLt konnte sich.reehWtig von unse™ .raven langen.e^ten 
sc„.le g Lnnt.von de» Sugniff den Hascnen «en die G «nse re«en. 



Die Parnasira 



VORSTEKER der Israelitischen Semeinde 
r Als 18 07 dure* das Grossherzoglicne Edict den Wen in 

B , d en die Mrgerl^e ^JJ^^,^^^^*. 
—**• diS ^r. ^Ir- Svnagogenrat.und da.it 
, mrd e ale " s * er ^^ ° LEV l MEMj .,Kais.Oesterr.Hoffac- 

der ^e^e,,en^-im^-^^^ er _ vni Vorateherscha ft inne, 
torund Scbioss h -; w - ^ rfbl9 er , 84 d8hrig)l82 4 star,. 
d war em grosw ^ WIANN anver- 

traUt l t i 1 ob etwa dies E*rena»t erblicb ge.esen w*re, 

walt et hat.«ioh = ^ ° BanlcBarke it wurde dann der aucb sehr 
sondern aus -^nerkennender fe eme inde zum 

c *r, wvRRMANN N EUMANN , v om Schloss,\on 

Parnes gewahlt.Es muss so nach ibf g B rombach,ua Wie- 

3teher itm»^^ als solcher «*.— 
sental.lehrer gewesen.nie aber in un<5ern „ Cnke i Vorsteher". 

Icn erinnere m ich sehr wonl an ihn als un ern ^ ^^^ 
In d en 90 e, .ahren k = d„ l^^^^^T^ 

war ,nur kurze Zext. ^OLD - ^^^^ des Eliaa «nd 

Und als dieser wegzog,folgte U^_ ;^^j Am BL0CH, bis er 
der Fannie R. ( B ilingenuve),nach dessen , ^ ^ klein 

- * asei Tanir^i:, ^r :rd!i l-i -, - 

C ev;orden,und wahlte HEHH-^ _ USA e mi S rieren 

Von«*ia en ^J^Z^^^ »- '« "— 

konnte.ua vnirde sem Mac folger 

bis er von den Nazis ^ lert ^^ und , raucn te keinen 
ji a hat die Gemeinde aufgehflrt zu bestehen 

VORSTEHER mehr. 



V 



Stiftungen fttr den " Armenfond " d e r ^meinde . 

f— T^^^L NEUMANN 1 , LEVI, im Betrag von o 00 Gulden am 

,7 April 1813.D1. «»»•» von 100 ° f1 ' ^ Un ^ rsttttzUDg V ° n 

Ortsarmen in bar, die der andern ftir Versorgung mit Holz und 

Mazzoth. tq-t ^^«on 

9 ) Stiftung WOLF LEVI NEUMANN von 500 fl.am 26. August 1851 ,doren 

' Zinsen spll fflr Kolzbeschaffung der Armen sein. 
3.)Stiftung LEOPOLD WEIL von 500 fl. am 26. August l851,deren 

Zinsen ftir Holzbeschaffung fttr die Ortsarmen sexn soil. 
4 )3tiftung M03ES ROTHSCHILD von 150 fl.am 2.Juni l856,deren 

Zinsen soil den Ortsarmen gegeben werden. 
5 . Stiftung JOEL LEVI NEUMANN von 1000 fl. am November l8£ 
Zins von 400 fl.fte Kolzbeschaffung, Zins von ne 200 fl.fte 
Mazzoth der Armen,fttr Zahlung der Gemeindeumlagen von ver- 
schamten Armen,fttr Wartegeld eines brtsans^ssigen Ar ztes 
6.)Stiftung KARL ROTHSCHILD von 600 fl am 4.Jum 1866, Zxns fttr 

^azzoth-'erteilung. 
7 ) Stiftung "wEIL-SCHOTT in Plorenz,im Namen seiner eschwxster 
PHILIP?,ALBERT,LEON,Sophie WEIL-SCHOTT von 4000 fl.am 13. 
October 1870 tutor dem Namen: Weil-Schott • sche Eltem Stif- 
tung In 5*igen B a dischen Eisenbahn Obligationen. Aus den 
Zinsen soil ein Arzt mit Wohnsitz in Randegg bazahlt werden. 
Die Zinsen der ersten Jahre konnen evtl.fttr eine Fxlxak- 
Apotheke vervvendet werden. _ 

8 )Stiftung SAMUEL ft JwCOB BLOCH von 500 Bl.am 30. Mai 1871. 

Zins von 300 fl zur Untersttttzung der bedttrftigen Anverwandten 
vnn POO fl ftir Ortsarme am am Jahrzeittag. 
9 .,S f ung SIMON Ltt BLOCH als MAIER BLOCH-SIIEIUNO, von 1200 fl. 
xm August l876.Zins von 400 fl. am iS.A.ar fttr ein Schxur, 
von 200fl.fttr da, Kadischsagen,der des Resybetrags den Armen 
10 ) Stiftung: SIMON LOB BLOCH ■ sche Stiftung von 1200 Mark xm 
August 1876. Zinsen fttr Kadisch und an Ortsarme 
siehe Original Urkunde. 
I. «rs.„ WeltKrieg «u r de„ die Stiffen alle als Kriegsanle^en 
gezeichnet.Diese gingen mit der Inflation zu Crunde. 











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11.1 Stiftung SAMUEL MOOS vom l8.Schwat l875'.i» Andenken,und zur 
Jahrzeit, gegeben von den SOhnen Max und Sail i.oos an das 
Alt rsneim in Galllngen die Einrichtung eines dimmers, das 
den'Namen "Samuel Mooa b.1.- t.agen soll.und 1000 Mark.deren 
zins aimen Kranken des lieims zu Gute kommen soil. 
1? ) Jtittung **I iOaHWB-T. vom Uezember 191*-. gegeben von den 
J r^Max una Sail .... 1. Menken an ihre Nutter, «a«uld. 
, 00 s -eb. Rosenthal, «r die Jahrzeit des im ersten Weltkrieg 
"efallenen fcoffta Kriegsfreiwllligen Semi Rosenthal* Betrag 
von 1000 Mark, woven cine Bronze-Gedenktafel fttr die Synagoge 
in Konstanz beschafft warden soil, der Zins des "estes zur 
Verteilung an Arme. 
13.) Stiftungen zur Krinn.rung der goldenen Hochzeit der altern 
^ ora teher MAX und SARAH MOOS geb.BLOCH am 31. October 1931. 
. eine grosse silb,rne SChabbath-Menorah laut urkunde. 

b. liessen zur wdrdigen nuf- 



<5Uflut\3£urkun(3e. 




Jut nne*re ^tjna9«9« 

ti:t« jitfe«rne5Atb*t!)tncrtorab- 

!a*3*n ai* fcid»Ur«lMwr(|>«fc< olUn 

, r ^r^Un una *« W.UrR«n in a«r $a||«un 9 ouf . 

^a i,t un* «IW i««n«Ur« fnuS*,*** 
e, un* mrjSnnt i*». *» TlWnorab J«» *r***nm«l 

<nljuna*n 3U Ki?nn<n 

attire unccrer£oU. ^ocf^cit. — ■ 



:3telluiig der kenorah die 
Kinder den"Altar" der Sy- 
nagoge in Konstanz schfln 
und wttrdig umbauen. 
c.spendeten die Moos-Familien 
bei der Thoravorlesung des 
■b'estgottesdienstes,an dem 
das" goldenen Brautpaar" als 
erstes auf dem neuen Altar 
eingesegnet wurde,und nach- 
dem der Vater "Chai Mark 
lecol chevaroth" gespendet 
hatte,ihm folgend, Jeder der 
6 Andern der Familie auch 
jeweila den gleichen Betrag 
far jede der zwttlf wohltati 
gen Institutionen der Gemeii 

de.^Sai 1st eine Glttckszabl 
bedeutet Leben^und als Zahl 



18. 



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d"«»^^" Oe.eind^d ATCMve ,ur V. rlW su ha.en, 

nur erklSrend angeben : zu 

1 ) Michael Levi Neumann hat diese Stiftung v<Hf>7. April 1813 
Ion 11 Jahre vor seinem Tode gemacht.Vielleicht anlasslxch 
r. r Wah zuTersten Parnas der Oeme.nde, oder anlasslich seine, 

Inzugs in das Schloss, oder, und a, wahrscheinlichsten, xm Andenk- 
;; 2 zur Jahrzeit seiner Eltern.die in Hohene.s starben,und 
a htgrahen sind. Er selbst starb a, BO.April 1824,84 3 «hr*g. 
2 > Stiftung se^ alteaten >onnes «*f Levi Neumann wohl zur 

3 TZZTZ^ vo. August l8 5 l.Ber ... Leopold ist 
3 'L Iha^^vie er 1* von der Letztle.enden der Faille «£- 
"ben wurde.nicht genannt.Her Aelteste ist Jacob ..exl.gest.lBSO, 
I opold.de,, der Name wohl nach de. des Orossherzogs gegeben war, 
Jiu nach 1810 geboren sein.Me Stiftung *ann nur von en fc 

Kindem des Jacoh Weil, oder von der Weil-Schott- Linie sein 
t t ti'ung IX^ HCtfBSOhlLO vom Z.Juni 1« 5 6 1st «.K. von den 
''LZTet einzigen^tem Borfarztes Dr.Moses Rothschild als , 
Jahrzeitstiftung «r die Kltern gegeben worden sein. 

5 J Jtiftung JOiiL L3VI HJAOUIH war aie des zweiten ,ohnes de, 
5.) otiltung j^hrzeii; a«r JO. tern. Auch Parnas. 

Michael Levi Keumann wohl zur Jahrzeit a«i 

6 '» Stiftung KARL ROTHSCHILD vom 4.Juni 1866 wurde gegeoen von 

en in'm des Koschel-Karl geb.1795 G e3t.l866;dxes waren : 
/a^o^Leo^ld (Leibele, und Marie, verheiratete Simon Loeb Bloch, 
meine i*ro3smutter ( nrtltt«rlicher seits. 
•/ ) stiftung WJSIL-SOHOTT spricht fttr sich selbst. 
6 ) f^ UWKL una J-COB BLOCH vo m 3 O.Mai 1871, gegeben von de, 

•Lnnen^sS^uel^en.e-BXocH.lTTS-lSU.verH.^stHerGuggen. 

Heimidie Br*der:Jacob geb.l6ll.und Salcmon,die urn diese .ext 
?es torben sind. Vielieicht Stiftung des Schwiegersohnes d s 
TZl *loch,de„ ^ert BlocH.Brader aes folgendeni.cn Loeh. 
9 . und 10.) Stiftungen deren Urkunden in Copien beiliegen.. 

u i- ^so Tnfi-tion vernichtet nocn 






Nachtrag: Zu 3. )stiftung LEOPOLD WEIL vom ?6. August 185$. 

Dazu liess sich noch feststellen, dass diese Stiftung von 
den drei Brttdern Simon, Philipp und Albert Weil, den SOhnen 
les Mausche und der Buhle (Babette) Weil geb.Schott 
gesUftet wurde im und zura Andenken an deren altesten 
Cruder Leopold, genannt Leo, .Veil, der als zehnj&hriger 
Kn-'-be wohl 1851 gestorben ist. Auf seinem Gr Is stein 
steht in deutscher und italiensischer Sprafche: 
Schlafe ruhig Leo, die Eltern sind lsei Dir. 
oiehe ot:arimloaum,Zw.iter teil Soite 36. 




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ffioSCj L/Mffl. iffb ffl ■ ^ L *^/ 



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F R T E D iH ?. 



Mm-gut Ort-der alten Bandegger «hrt der «eg hinter de. Sehless- 
«I, strasse Osr den hoMn Bnekel nach DOrflingen.an ie. 
PasTd ~ . grle^ei.nae* B o MS ninau, naen de» Steiinang 
» ealdna„d.,r is, m* auaseraal. des Sonfea.und adgelegen.e, aei- 

Z f s wonl anzune^en.dass die ^errsCa "'" ^^ 
ersten Siedlern Wohnrecht gege*en natte,*eim ersten ¥odesfall diese 
ersten biedier ge wissen $esteurung,etwa 

waidpcke ibnen zuwies.wom auLI1 miU 

Waldecke inn jabrlich , n * a chtl,etrages.Belege laestehen 3 a 

in Form ernes kleinen ^1 Grun dl,esitz verfcoten 

dafur nicht.Da al»er damals aeder trwer. vo 

^! Tal der *i*er,und hinaus in den Hegau. Als swhttawe 
T1ZZ1VZ eine nnalte Eic„e an seiner „^.«11.«- *»». 

"en die 1t..t.n Osteins »^-"^«""^ ^^ 

!„*a» da als die *rsten bier felegt wurden.^ann hatte sie dxese 
"Hi vt en reinen den feigenden Oescnleehten tneuiieh .e»«e t 
7uren die harL wintered und die sennigen So»»er van an die 
3 roaLen,und hat da.ei wenigen gelitten.al. die venw^enten 

Steine. pin/reschnittenen Naraen,*ie 

Die altesten Mazewoth sind aus Holz,mit emgeschnix 
a"e r kau, zu entziffern sind.zumal sie nur noch aus einzelnen St«k, 
ken Heatehen. Auch die altesten Steine sind 8 erHrochen,waren zu» 
1 eil ^Boden versunken,die Scnriftseite starve scMdigt, und sind 
h i r o,en zusa^en gestellt worden.1905 fand ich da,ei noch einen 

. ^ , 1+ „ 4. pn j pr Farailie Moos, von 

Sell des zer.rochenen Steines des Altesten der *ami±i , 

der gar viele Manner und Frauen hier liegen;die gepflegten Steine 
zeigen ihre Namen. 



if 

*-o q-t-oinP titer den Grafcern aller Neumann, von 

rr> ;:: h r l::; 8 : -Ue, -.*.. «»=.. - « rr - 

„de„ SOhnen aus Mailand geschiakt -area, der vl.l.n RothsCUd- 
Ind Blaah ^lian^d s«isr Ortsfre.der.einas 1848 .afaUanea 
*.„ Soldatan und aines 1918-auf der Fluent erschoessen.n- 

icriegsg e w Q h-r 7 eichen in die Zukunft.zwei nun schon 

::\rt:: n da:T-iTs - m81 bio*,...* in ,*-.„ ..*» 

Tao. a^r a! lanren aus MeriKa-hai. t a»",u.,,is er variance, 
! r.Lt «i aaiaea ft— au raW . ( Br ; ar al .* ~ ; 

* in USA als Bankmann wohlhatend geworden.kam mit 70 Janren wi 
' USA als a ^ ^^ verle , end , star, . 

r;r M -P-^ieh sorgte.nacn seine, Wunsc^ur die 

an einer Magenop t Baume. )Diese werden wachsen 

^1"::™!":; i: u.„ -.«-. ^.n «* 

ll k in r » nr dia 8r S ..r sainar listen .asuaht.ja aush.wsnn d.r 
zZ'Tr "i^ ■!— ao aufrannt stsnsndsn «aa.™t. aerstart 

^"'in diass»»Beth «--.« Haus daa awi,an .riad.ns.so 
Bs liegen in und s n ver l.nngen 

vi9le ^^,«* £» ^^ freudig Mwgw Baturen 

mussten,Promae und weniger j.iuiw , 

uni gar m anche,die tatkraftig und erfolgreich waren. .*. 

» v, HPr Hitlerzeit hat die Gemeinde den in den langen letzten 

tnrr, - - ---^r;:r ^ra^ii::: 

in Ordnung getracht und in Pflege genommen, dank der unerm 

in uretnung &<= Q^YmeUe die dann so anerken- 

Bemuhungen des Burgermeisters Bmil ^f ^;*" Gemein _ 

Mt ,d.r Zu 5 an g su dan St.ilen Han g .n dursh •W»'^ rt ' ww 
uad .o dar-suta Ort" ia erf reu.ndsn, sshOns. Zustand erhalten. 
u"d ann «rde i» Mai ISO**** Bu.anhande d.r anstand 1E en 
JuscnTn "ill- Plats »n s lau.licB g .ss M nd.t.Z».iunda.,an, l6 . «' 
8ra.3t.in. aurden nm e .atnrzt. "»Ioh kann niaht glau.sn.dass Jersonr: 



ifl>V. 



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I 
I 
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Pers0 »en aua »»aar« ^ .-- - ;l ^X^ ggeT . 

41eB , vr»erflx=W J A , 3Chel Tund E»p»run e a uf s e„ ™en mi 

nioht vex— hahen » ^^^ enti echt,scheinen erne 

Wauert haben.Die iridic Esyc h pathen » sein.die 

kiei r *r::™z: t:t::z: \, la- ■— » -— 

s lau>e„,daa » ««* „ uwiUige8 Brand.al te g innt,l.ann 



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v riwnMfflESlTZ der ... GBMEIHDB 

ilt dieser Friedhof bestimmt der alteste gewesen.Wann die Grund- 
ist dxeser « ^ von ihr ange _ 

herrschaft,die im B esitz der den natz ^ies.n * 

siedel ,en -enr^lxen Is Be ^ ^ ^^ nicht 

hat ,o*en «a - ^ *ern ^ :ineenomrae n werden.dass 

f est zu stellen.^ dart _ l6 . JatoliUn dertwend e ,ge 6 chah, 

so, wis es far Gailingen u be8 onnen 

»aa JaW =™ndouc„ der ««- ^ ^^Len sin,, u. 

„ or den,u„d,ot die ^~* ~J^I r anch ohne diesan Xach.* 
^achluaa - sahan 1 - - ^ ^ ^ . fldl30hen Be _ 

w ais hat « *» ff™ h \ urcll eln BaatitutioB-Urtail dea 
.iti anerkannt.und hat danach dur ^ 1)U . nb .. r 19W .-.lien 

2ai i s c,,en ha„d E erichts in Konatan* v« -J^^^,, 

"— ^^ I!"" :Td s I ieionaecoinscnatt in «-■. 

una zwar an dis l-rv-einiscx cberrat 

mlt n * ^ -^--•-rr^r ,:; trtLac„,oi g ar 

der ehemaligen jtidisctien oe R .- inde ^g vor alien in Ver- 

Stelle aus die Friedhflfe betreut.und in Randegg 
££■«.** teT m»M%**-i ■> ^arer Anerkennugg 



J 



v v. «Pi dass sie ohne eine VerpflicLtung es als sie 
hervorgehoben sex.dass, ex ^^ 

enrende PQicht ttbernahm.mit Rat und lat,mit A 

x i-t-nnxr der Ordnung und Pflege tcix zu iuuluc 
an der ^<**«£^ LuM« S y nagogenplatz,f-eblen die 
2 .) mob for den zwex en ^ vmrde aber mit dem genannten 

bew eisenden ttrkunden * es ^ GrU ndbuch unteer Nr.93 ein- 

Hestitutionsurte 1 ^S*^ der jfldischen Gerae inde,und als 
getragen als de « ig ^ israeliten BadenS . 

deren Rechtsnachfolger nun d diesem piatz eine 

Jerusalem, also hier , hflhere te n8t er, 

dieser Seite waren zwex an * * ^ e J lchenen wanden ^d dem 
deren helles Licnt mit den gel* s / iMSVollen , gebetserheben- 

braungelben ^^^f^.r Westseite ftthrte durcn einen 
den Bind^ck ga-n - ingan atgeschlossen>lenkte den 

kleinen Vorraum,durch em memorilAltar _ mit dem»Oren- 

tili ck P unkt auf den etwae ernShten Al ^^ getragenen 

HakodeechJ-der heiligen Lade .™ ter ei * Vorhang, jeeils verschie- 

Architrav.geschBdckt durcn exnen kos^tbaren Vorha g ^ 3ti _ 

den aus ^.lau^de^n J-^J^ - - 

v ^ rQPits ie vier mehrarmige 

■— • - seieuc r;:? Z er a rserd r^ emor ^ -« ,. an 

Lampen far 3 e acht Ke. zen.aueserd Abendgottes- 

ieder "Statt- Kerzemleuchter.dxe alle brennend 

J » c ^piprlicbe Andaehtsweihe gaben.Und mitten 

diensten eine besonders ^xerlxcbe 3c ^ ath _ Me noran,die 
am Gelanders vom Almemor stand die .^rosse 

2 



Anffme des Schabbats'-entzttndet" wurde. 
jew.il- ZUm Anfang des zuge teilt, drei-schiffig,^ 

Der *brige Haum war der^Bea £* « B.nlcen-.Diese "Statf 

dem .ittxeren «r d n - ew ^ ^ ilien , wohl einst ens dure. 
g enannt,waren erblicner einfach dieses 

j«~ -RQiiVosten erworben.bo icj.ej.xi ^^ 
Anteile an de " Ba ^°f * dig war es doc ^ in den besten Zexten 
£otteshaus auch war, so wtirdxg wa ^ 

Ja ^» froramen Manner dreimal des lages 
der Gemexnde dxe fr«™» dgn ^^^ ihre 2ahl kaum fassen 

sammeln.und a m Schab * a ™ es der BraUC h war, ihre Flatze 

zu konnen. Die Frauen ha *^; W ^ n ^ des ganzen Obergeschosses 
auf einer ■■pC.al. den -^l"*^* ^ ^^^ offen 
einnanm,und xn exner Treppe , war neben dem Eingang zur 

war .Ihr 2u^.^. l ^ en ^ des Hauses umfasste.mit Aus- . 
Rabbinatswohnung,die den ganzen ge nannt,das als Schul- 

— TxenteToS Sa^r*.^- 'sSdieren des «a, 
IkT^bM ^_^ das in fc 

3J TwTs^ ^ir^ r rt .^srs=i G — ; 

, ^ und rechts vom Ein g an g ,u*d der geraumigen Baenst- 
mar , oe 1 nics und r»h Hauptlehrera Leopold Moos, 

"*-•" " ^ellung der-Judenschul" sear MrtUt hatte.da 

»r den Unterricht des *abbxners. H auses,sind nicht 

Der K^preds «, T ^z^:z:v:^ ^ «**. 

mehr festzustellen.da 3 a die z uganglich war. 

nnfl das frtthere Grundbuch mir nicht zugangx 

kaufte dann 



" ^^^^""Tr^ZHamesen an einen zugewanderten 
verkaufte dann aml6.Mai ayy 

™"^:::;™ztx:s:^ - ******* 



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„l«n..l»l*» Br*.* i* mioh noch ^ .rinn.r.. 

c . 4ie ~-.^^;^££si. ■*—-.- 

d . d „ ""«-•" ^J^^L.e^^ in "..tit t» Papain 

Sl^lX.^r.-i H—U- «, una Klluschhe.h.r. 
m dils fill « Wi-u. d.r *«*»« als Cpfer .. 






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Gezeichnet von ffiilNKluK fcOQS.Xylo-Litho-grs^h^tv/a 1665. 

1 Synagage 2. battler Herbener.3.Handlung nuer u.unterer Srunnen. 

4 ^ctoiede Johann Hirt.5. Jacob Karl Rothschild.b tierfcofer. 

Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde das 




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innere der Synagoge renoviert:. neu bera^lt, 



'ScW^ auch der Almemor weiss gestrichen,dle 
Mpyunil Beleuchtung auf electrisch uragestellt, 
nur die bestuhlung wurde belassen.So 
wurde alte Wurde des Gotteshauses in 
neuer Fotm erhalten. 

Die erheblichen Kostenkonnte die nun schc 
schon klein gewordene Semeinde nicht 
allein tragenjsie wurden durch weitherzi- 
ge Hilfe von Seiten des Oberrates und 
ehemaliger Handegger oder deren Nach- 
kommen ermoglicht. fiei dem felerlichen 
Einweihungs-Gottedienst waren qusser 
des Oberrats und aller ^emeinden der 
Umgebung, such die Vertreter der poli- 
Ota.^Ttni. der Maasse tischen und kirchlicben iehorden zugegen. 

„„* Die Synagoge wurde^am 10. November 

aus meiner ^rinnerung ange- 




MftEV " 



fertigte ^rundrisse. 



1938 unter der gearsSthaft, der Ge- 
walt und des Unrechts zerstiJrt". 



Zu tingan iffl 
riinfzig 



i 



Ausfertigung. 

^..i—r a* sechzehnten Kai -^ffi^'luSTd^" 

- 16. V. 19M - ' . _ 
vor dem Eo lariat 3 ^ e $i,.,,.£3_. 
^berjuatierat ft-ana Iieizmann alB- 1 ^" 

aind-anweeend: *.i<-fc»- Vertreter 

1. BiirgermeiBter Albert ?in* in Randegg alB gesetzlioher 

der Genuinde *<andagg« 
2 Aajcuat Friea., Eentner, friiher Wwirt, in Handegg. 

2. August irrie unbeaohrttnkt geachkfta- 
Die Anweaenden sind aem aotar oe*w^ ^. 

ftthig* .* 

bie erklftrem 

M . ... ma. w. M *.*.»« - Mtm \ 1A rjr " a "^^ 

,oa ..and.** "and <i H.ft 20 .lag.tragen. "'«"«« 0rtaatter 

-Haus ^r. 44 - * 

„ «• fc.u vo» 12.,u«.. r * .rf*»«««°* fc-, * J * 

5 # 

hi e.eoo.- 

Von dam Kautfpreia Bliul 

£in weiterer Betrag Ton 

is t an die leraeli tiaohe •oMMgameinde Baden 

aofort au antriohten. ^ ^ 5 . 00.- 

Der tt'^at mit 

•i«i durofa Ubornahme der Kaofprei.reetaohuld der 

^iTllgB 6 e 8 .nU,er der Israeli tl.ohen Kultusge*^*. 

abgegoltan. - 

* 1 + « on. i \t>rll 1953« v ° n diesea 

m d Abgaben. I« Chafer tt». 0roIia , tuck antfllUt, dl. 

v ™ a St «.r uber.:om.aa Tellbetraf »"" aimrama.aU »- 
TJZ'Z. I -dM daaer d.r.«i«. « «« '«™T"2£ 

.Wo*, naoh Ab.ag d.r B.l..t««« « «- *« ^tT^^olT 

H.».nd,n Ta»0 6 «. ent.prdoht. Hi.rt.1 blolbon .»«r Eat,..* 






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I- FM naai g ung.» und eon-tig. in der Person der 
freibetrage, Eraaaaigun«» .._„., J,!*, Teile beantragen 



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i 4.*at keine Mangelgewahr. Der KMufer ttber- 
Die Varlcaaferin leiatet keine «au« a, 

j ^„ m hputiaan Zuatanda. 
nimat daa Haua in dem neaxig*" 

a llmtom i«t daa <h*ndB«t<* laatenfrai. 

Xn .belong III 1-t *£ £^£™ «*«*-.*-• Brfe* 
derung Ton DM 8000.- dar '«••"*" ^ .man *eilbe- 

einge.rag.*. Df ^^•^T"^^^^^ . I-— 
trag Ton M 3.000.- *!••« Hypotka* «1»W» 

rliohtti aicn, di. aa-Bung dar biaher to* 
Dia Verkauferin W* 1 ***" ^ j, Woen . daron.afUhr«. 

Wltw. Cordat bar tttrten Wotamng binnan 



Ui. Ko.tan «n4 *ranA.r.«.a*— * **** *• 



r joauftr. 



7^ 
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jj ^fl* 6 '™* * Zlffer i daa 'ertraga 
, lt .in* UWr •« *^^,CUi-«* 

2 . Je .in. A>-.hrl» fl. dl. ££"££, «.«l-» *•• *"* 

ka..« QottaadUgw »«r T.rtregM°»o 

d . po „, r .„ «£«£"££. '^d.,. - "11-*. 
5. Auafartigong *Ur daa ru»u 

■ 
-*™M*t and untera«nrieban» 
Vorgeleaen, genehmigt una *" 

gez. Pink, Burgatn. gez. Aaguat Pneaa 
gea. F. h eiznann, Oberjuatizrat. 



II H 3o7A3 



linweihung einer Synagogen-GedenKstatte in Randegg 

III. An.aD *u —tiger Wf-^tSJiSK 
Begegnung bildete cine ™^j£^%£L**«- 
agogen-Gedenkstatte in Randegg. zU rtei aa 
am Randegg auf den SonntMVonm^tafJto ha ^ 

338 unter der Herrschaft del Gewalt una «■ 
tort. Viele ehemalige Randegger .„■ mmj ^und fern 

,„„ „,„ wii hvend mehr ■!. hundcrt .la hien del I aua 

,,,,.„, ,,,,. J0di.rh.-n C.emen.dr _ «»;• un w d ur(Uli kl , iM , ,,,„.„ 



*S 



and er beaeugte o 
,„,,, l.rli n« der jildifenen i.*i..«...».- •■■■ 

rig r Brfhrun* dali to ... ^ .,, Randegg Regen . 

Worte warm. Man verstnnd v I I v.. > len Leben5 . 

.,,„,, jc drr «kWe den »..dr, n i md £" ffl pW!Bn „ che n 

| B1W „ be«. man trug miteinande. dta N ..U. M;l ,,, tU b,rnahme 

«ie aurh die de, Dorfgi mtiiuch aft. Ei»t n ,.t M ^ 

durch die NSDAP ilnderte •"•»*£• e and d „ 

10. November ein Knmmando au» Rod ™^ dachte dann im be- 
Synagoge vom.nehmen BOrRCimel etei Hnl. tea wm ._ 

"■ „„,!, der Randegger .lad, n. d le . ich .„',,,,.„ von 

trud. Sun.. a Eiehstettei, I moi i ■«= ...,.,;„ Johanna und Toch- 

Bitdtrnumi. Siegfried Guggenheim m Gattm Jon anna 
ter BrMi lk . dwi ■ Nrthm.nn.MonU Rrfhnft d ^ ^ 
Recha uml d en SBhnen B nhau , Josef und * ^^ „„,,,, 

"%&S££ rr^rh^ur^gehen^e nnd 
upTHrh. nef au». *- P eD ' l * eine 1 . „„-„»,.,>, cs eehbre dies zum 

"- - --^t:^:,,^ lis 

,,,. Erinnerung. d.e * £"£*£ r to Oberrates der 

::::;' h :;;;,;'u: ■ r^,«; ' " b^-b^™. * 

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Sehr geehrte Herren Vertreter der Behttrden, 

Sehr geehrter Herr Landrat Gobel, 

Sehr geehrter Herr BUrgermeister Fink und die 

Sehr verehrter Herr Pfarrer Graner, 

Werte Weihe-Geaellschaf t , 

Al8 einer der drei aitesten alten.hier in einer *"**ȣ 
ju dischen Gemeinde Geborenen, und wenn auch Jetzt in einem 
L entferntesten Lande wohnend, haben mich ^*«*™ 
r er Gemeinde gebeten, und Herr BUrgermeister Fxnk und Herr 
Pfarrer Graner mich veranlasst, zu Ihnen zu sprechen. 

Es drangt mich selbst dazu. 

Zwar ist es merkwUrdig, hier in den, lieben Ort zu sein und 
seine Sprache zu sprechen, die beide einem beinahe ■»»"** 
n ehr geLren. Und doch Ubernahm ich gerne diese VerpfUch ung 
und fuhle es auch als meine Pflicht, Ihnen alien, den Vertre- 
tern der Behorden, besonders denen der Gemeinde, wxe auch 
Herrn Pfarrer zu danken; aufrichtig und herzlich zu danken 
i» Namen aller der wenigen noch lebenden Mitglxeder der 3 Qdx- 
schen Gemeinde, wie auch im Namen ihrer in der ganzen Welt zer- 
streuten Nachkcmmen, die nie das heimatliche Dcrf vergessen 
konnten und es in tiefer Zuneigung in Erinnerung behielten. 

Danken wollen wir auch fur die wohlgewollten wohltuenden An- 
sprachen, die wir eben horen durften, danken alien, die zur 
Vorbereitung und DurchfUhrung dieser Weihe-Festlichkext beige- 
tragen haben, der Gemeinde fur all die Bemuhungen urn die so 
wurdige Herrichtung dieses Synagogenplatzes und schlxesslxch, 
und am meisten, fur die Setzung des schonen, ehrenvollen Ge- 
denksteines, der eben einweihend enthUllt worden xst. 



V 



n uo lien wir unseren Dank ffUr die FUrsorge und 
i. ^ichtUar beifandar Zuaa,»e„«rbait »t da. Ob.™.. 
„.»„ .uch .1»1 durcb ..rbraoharUeh. >MM> ."««' 

Inborn -. «— -« i " rhi " die Gr ^ " n5erer V " 
Vorfabren in Rune erbalten blaiben ddrfan. 

„.„„ i=h da„ Gedan^!, das Sie, dia Ge»einde, ~ *-•*» 
India »»««. Syna 5 o g a und un.aran Totnn ga„axbt haban, 
aLan Leit e adan*en .itgaban darf , dann nacb dan «orten *» 
Tbanacbbartan Sabaf fnausen auf a.inar batten G!oa*a 

Btehen: 

VIVOS VOCO : Die Lebenden rufe ich! 

Und so sagt dieser Stein naoh einen, alten Vers: 

SFK&t gesehen ^-^.S^^r-JIS 
S^^i^«S£^« sie 8 el.bt, 
So wie das Gesetz es ihnen befahl. 

^ ix«,» 4rh das Bindende sucheich, 

FULGURA PRANGO : Das Tfrennende lose ich, 

will ich erstreben. Ein Verlangen von grosser Bedeutung, gc 

r uh Tn unserer Zeit. Seit Uber 300 .ahren haben h er *. 

Dorf an der Ecke des Kandens, i» Ueblichen Tal der Bl 
Jud en gewohnt. Erst als Schut ZJ uden der Herrschaften i. das 
8tolZ e g V ierrundtUr,ige Schloss l^^tLE^ 
laoniaahen Zait dank dar Eman*ipations-Edikte dar » 
rrdan ais f»t. und 1— »abr gl .icbba,acbti g t. BCgar. 




Ife 



• v h ^ e ihnen gegebenen Rechte und Pflichten xn WUrde 
Sie haben die xhnen gege trenne nden Ver- 

und Arbeit entwickelt, sie waren bemUht, die 
und ncDe^T. v.. uberbrQcken, wobex 

haltnisse der Religionsgemexnschaften zu UfcerDr 

•. , nh sei's gesagt - die Herren Pfarrer und die Mxt- 
_ zu ihrem Lob sei s gesagx Uoa „ n +l ich true 

M r«r Verst.ndnis und Entgegenkomen zepgten. ttos.ntlxch tr»g 
^TLi die Einfdhpung deP Si»ultan„=hule , Das jahrelange ge- 
t LI U— «on — and Madie- in J- f^J- 
sammen Spieler, i> Sehulhof und »euf der Gees", spdtep des 
telcne Leiten in kleineP La„d„iPtsch.« iiessen .egena. ; " 
figee VePetenen sich en.»ic k eln, Ueesen guPe 

u^ PPeue iangidnnige rPeundsCaften siO *»«■ * £^« ' 
Z u eine„ haP»oniechen Zusa-enleben alien BdPgeP i« lateness, 
und sum Wohl des Dopfes. 
Aus der Gemeinde »upde eine Gemeinschaft. 

Ussen Sie mich hieP «oPte anfugen, die ain grosser "«Pe, 
£ \it -1» gleicnzeitig i. Gymnasia- in Konstans war und der 
on £ s.g«: ee ,„ konfessionell aussero Pdent 1 =n gemxsc* t. 
d ass man ,PeP die, die duPPh Glaunan geprennt sxnd durch 
sammenarneit gewinnen kann. Und .P sagPe >^>J"er. 
viel ae dnernrucken k.nn, dans -« — tU*- ^~ M 
te nn, dass man persdnlieh Uberbrdcken kann. »ur die Eln.K*t 

gehttrt der Zukunft. 

Dies sind Vorte von sua reverentissi^a Em inenz AUGUST, « ~ 
BEA der i» letzten Jahrzehnt eine fuhrende Rolle hatte als 
I'vorscbreiter und f ortschrittlicher Wegweiser der Be.uhun- 
g en u» brUderliche Begegnung zwischen den Relxgxonen. 

Kardinal Bea batte die Gate, mich, als ich vor kurzen, in Ron, 
Ka . . nopn _ l8 einen Auch-Mitechuler , und 

war, in Audienz zu empfangen als einen r , ., „ 

, *„, outen und verstandnisvoxlen Ver- 
er hat mir in Anerkennung der guten una ve 



ha itnia 8 e i* fruh.r.n Randegg und in WUrdigung der heutxgen Er- ( 
richtung dieses versahnend.n G.denkmales seine eras., und Se- 
E enswa-oh e far dies* W.ih.ges.Uschaft und die Gemexnde Randegg- 

Abe, auch .in iUdiaeher all.rMch.t.r gei.tlich.r WUrd.ntrag. 
will zu Ihnen spr.chen: The Chief Rabbi of the Jewish Commun. 
of the British Commonwealth, der Oberrabbiner d«r grossen Ge- 
me inde Londons, Dr. JACOBOWTZ, dessen Vater in jungen Jahr.n 
ei-st hi.r Rabbinr war, der in diesem Gotteahaus b.t.t., 
lehrte, predigte und dessen se.lsorgerische TJltigk.it xn den 
Annal.n der Gemeind. v.rbttrgt ist. Er schreibt mar: 

Da ich nicht an dieser Memorial Ceremony in ******* 
brf:in.fs^^ 

aSrn anzuerkennenden Anlass *u Uberbrxngen. 

Zum Dritt.n «igt die Glocke und der Stein: Hortuo. plango - 
die Tot.n beklage ich. So la...n vir das Vergangene und di. 
Vergang.n.n Jclag.n. Si., die Gemexnde, haben ihnen, den Vergan- 
genen, ein versahnendes Gedenkmal errichtet, zum Ged.nk*n der 
Synagog., da wo sie einst friedlich gestanden, zum Ged.nken 
der V.rtri.b.n.n, die in einem sinnlosen Exil sterben musaten, 
sum G.d.nk.n der jung.it Manner, die ihr Leben opferten far 
Kaiser and Reich, fur Heimat und Vaterland, das es xhnen dann 
nicht mehr sein durfte. Zum Andenken derer, die in dxe F.rn. 
girc., Wertvolles geleistet haben und ihr,r H.imatg.m.ind« 
Ehr. machten. Zum Andenken, schli.sslich , d.r vielen Frau.n 
und Mann.r, die hier in Gemeinschaft ndt ihren KifbO, 
lebt und gearb.it.t haben, und die das Tr.nn.nde su ub.rbr«lc! 

In ^f S^in^s'SenLns' ifdie^em v.rsohnlich.n 
Wenn von nun an der btexn aeu «*- 

a a*~ 7,ikUr.ftieen sich auewxrken mag, 
Sinne fur die Zukunft und die ZukOntxxgen 

dann .rfOllt sich, wie wir hoff.n und wanschen, das ..t. 



. ■ ■ 



*9m 






DEN MENSCHEN ZUR LEHRE 



UND GOTT ZUR EHRE 






98 

Drei "■**m Jude ndflrfern 

zu den — i.n^n-p'Gallingen blatanden immer nahe and 

de, ^.Worbiingen^e^a L«rll.h gMieben mteresaen, 
gut. Be-ehungen.sohon anfolg Hatlir>wl . aueh dureh d« 

« U8l »3e r ,.irtacham =^r PO enfeaIlde . In ^n.ruMgen 

^^*" V6 "r; s I I 6 B suoha g epfleg t ,*ese„ae r s *u den Pe,t- 
Zeiten TOrden / e f"^ el t n .6le aandegger »«»r *e3ueh t en ex 
*"» *- * '. ^In I"; '^einden.Se bU» sefcon 1833 Babbine, 
officio d« beiden a »^£ ieMt f „ ae „ versterbenen 

Scbo« in .Vangan dan ^ 0rtsgeBel „da dan Juden 

.roaanar.ag Laapald ^^f/^^^ail aia angabiiah =» 
ae „ iintritt m die Jeuerwen fahTe n,half der Babbinen 

ea»siag niaht lasenen d«rf ten una «bt «br. ^ 

scbrigten nicM hu-»» «p» d ^ ^^ & 

Gailingen war immer die grosser Schweiz mehr wirt- 

3i nn auch eine fortsc*rittlchere, m it der nahen 

scamic. verWen.und wurde so *edeu end s ^ 

n.eister.Guggenheim, der ^rtsgemexnde,l870 . 

standen die 3 *leineren linden ,ei,als Baden e.nen S.aats 



Zu den Drei andern Judendflrfern 

des Hegaus,Worblingen,Wangen7'Gailingen bestanden immer nahe und 
gute Beziehungen,schon infolge der nattlrlich g&fcichen Interessen, 
reiigittser,wirtschaftlicher,politischer Natur,wie auch durch die 
zahlretchen verwqndtschaftlichen Familienbande.In guten,ruhigen 
Zeiten wurden gegenseitige Besuche gepflegt,besonders zu den Fest- 
tagen und zu ffestlichkeiten.Eie Randegger Rabbiner "besuchten ex 
officio die beiden k&ffcineren Gemeinden.So hielt schon 1833 Rabbinei 
Schott in Wangen den Trauer-Gottesdienst fur den verstorbenen 
Srossherzog Leopold ab.Und als 1840 die Ortsgemeinde den 3"uden 
den -^intritt in die Feuerwehr verweigerte,weil sie angeblich am 
Samstag nicht ltfschen durfteh,und nicht fahren,half der ftabbiner 
ihnen mit der Erkiaryn£ f $ass bei feuerSgefahr die tlblichen Yor- 
schrigten nicht hindern dtlrfen,die Lflschpflicht zu erfflllen. 
Als an einem Samstag Mittag der lf rote Lflwen" in flamraen aufging, 
wurde selbstverstandlich das £euer durch die "gemischte "feuerwehr 
unter einem jtldischen Kommandanten geltischt. 

Gailingen war immer die grOssere Gemeinde gewesen,und im gewissen 
Sinn auch eine fortschrittlchere,rait der nahen Schweiz mehr wirt- 
schaftlich verbunden,und wurde so bedeutend,dass sie einen Btlrger- 
meister, Guggenheim, der Ortsgemeinde ,1870 ,stellen konnte. Ihr 

standen die 3 kleineren feemeinden bei, als Baden einen Staats- 



ies 



1 

Vertrag mit der Schweiz tter die Mederlassungsverhaitnisseab- 
Ichllessen wollte* und vereinigten sich zu emer geharmschten 
Protest-Eingabe an die B a dische Abgeordnetenkammer.Denn die Juden 
der der Schweiz am nachst gelegenen Gemeinden sollten von den 
Vorteilen des Vertrags vollstandig ausgeschlossen sein. 
Das mit alien, Unrecht sogenannte klassische Land der Preihelt He- 
stand auf noch mittelaiterliche V e rhaltnisse,die den Juden keinen 
S ewerbebetrieb,kein Aufenthaltsrecht,keine Gleichheit vor Gericht 
zustand. Noch 1859 durften im Kanton Schaffhausen Juden sich nicht 
liner Nacht aufhalten, sich nicht niederlassen,keinen Viehaniel trei- 
ben Ja noch mehr ale 20 Jahre *anach,*usste mein Grossvater.wenn 
er ;„, Einkauf von Schlachtvieh auf dem Markt in Schaffhausen war, 
his spatestens 6 p.m. die Stadt-Tore passiert haben.sonst ware.xns > 

Sefangnis gekommen I 

V/enn auch 7 der Schweizer Kantone liberaler waren.als dxeser.so 
hat doch die Pranzosische flegierung einen Handelsvertrag nit der 
Schweiz abgelehnt,weil sie den Juden Gleichberechtigung vorenthielt 

Nachtrag «ber Wangen/ , 
Mit Hilfe meines Preundes und Schulkameradeh Dr.Nathan Wolf, dem 
langjahrigen Dorfarzt.ist ergamzend zu sagen.dass auch schon da, 
wahrend des 30 jahrigen Srieges, Juden wohnen durften, denn nach 
Angabe.die autentich in der G es chichte der Juden von Wurttemberg 
steht.ist urn diese Zeit ein Moses ^aron"Ainstein» von Wangen nach 
Buchau am^dernsee gezogen.(13as wir* wohl der Frtfheste der Pamilie 
fiinstein sein.deren beruhmtester Albert Einstein wurde.) 
Es ist anzunehmen,dass die flellenburgerm'.mit dem Stammsitz auf der 
Nellenburg bei Stockach.resp. die damalige Osterreichische Regie- 
rung, die in Stockach sass.die Mederlassung von Juden in Wangen, 
und wohl auch in Worblingen.gegeben hat.Im Wald von Wangen ist noch 
heute ein Grenzstein mit dem Wappen der Hellenburger zu sehen. 
Pur die Entwicklung der Wangener Gemeinde ; und der V/orblinger, gel- 
ten natUrlich die gleichen wirtschfatlichen Mttglichkeiten.die sel- 
ben steuerlichen Abgaben.die gleichen religittsen und gesellschaft- 
lichen Verhaltnisse.Bach dem Siedlungbeginn anfangs des 17.Jahrh. ; 
1696 gab es in Wangen 4, und in -orb ingen sogar 6 , Judenfamilien 



Aucl in diesea balde* linden —» «• ?» llW ■+""* * U ~ 
u„d Sebortliehkeit.and ga»a* so der stoekacher aegiemng die 
? * "fchttJTilllto-in.n Moglichkeit duroh Besteurang Ihr Budget 

auf 150 ^"^"S^ 2ur „ nter seheidung voa alien and 
1U \ZZ™2 ngfm "and da fanden sie„ in w.ngen 7 a»e,n»d 
JTC r»S n 3* alie Fa»iiian, 2 a danan dann aacn wanl noon ,u„ge 
sugeaogen sind Li alien ** J jftfa Gulaen , 2anlkar auf 

4W nauen daa Lopp 1 ^^ *^ 110h aU.n aueh hiar dia S 6h „e 

^r:! ra^Tnarnrcrra^u.iaLandan.i^n .««* und «*». 

::; ;, ^ -^r, ::::::; r^rr:! p : 

1779 die Familienzahl in wangen dux . , , + AgkM - 

1779 in worblingen auf 3 alten,und 3 neuen, gestiegen. 

,. ^ or TaVi-r n war der Zuwachs in Wangen auf 

-•:£r« =£ n?» *—„ .- - r; ™ he 

inWorblingen aaf 18. Lamals.aa, 1. Janaar kaman dia oeiden 
4em einL i» 4essburgei Frieden zu Bad.n.und in dan Sennas auoh 
aemeind-a Gro ssherzgge,ebenso Sailingan. 

Z ils 3 alindln baiten zusa^en 126 ^ilian.^ian .anne da- 
„ h alan J. dann dia 39 Bandggger daza. All dies Garden sind 
fn d e/ersien Hgme des aabrnnnder.s zablen.gssig gewaehse ™ 
a „i a ohen 1850 and 1870 ihren Honenpunkt zu «"»"*"-"' 1 *^ 
nahm auoh ihr Wohlsiand zu, sodass in Wangen seit«i. das jddische 

Bteuer aai „>,„.,„» und W. nur Hetzger ,in Wangen so- 

J4al 3Che Hanger e - «-- ei ; , olf „,,, er dia ,.,„.. 

Z J^lZsZ^r J Land.ird and Viehhgndler an beigtigen, 
rei auiga., stelle.Der andere Ketzger kam von 

-t--~o-t- Piirt^ Kernheim an seine D^ej-xc.-wcx 

Tnle rilianden -Xgnden-.eil. La«* haben sie <££%Z^ 



V 

„ m Aus-ang des Borfes nach Ghningen war so umfang- 
Me3 er ? etrxeb a, Aus an g d Knechte ein eigenes Haus henotigte. 

^"^h o- Gater—r.sei es in der H*ri,und a, 
£"-*.«. Oder sei es «*». *.» See *. Wor > « 

Verwaltung und Organisation war wie in Sandggg. Vorsteher waren 
Josua E*anuel,gerufen Schu's Manes, Wolf , v *nd Salomon Pxcard, 

WxlheHn-Wolfele -Picard,c-in eigensinniger Manned dann 
£Lg-*ei*ele-Wolf,der «er vierzig Jahre lang das M aus e ; 
Ms elen nach der Serstorung der Synagoge durch dxe Nazxs dxe 
ftemeinde ein ^nde ereeschte. 

lis "ie Synode Badens die Bezirksrabhinate einset Z te,wurde der 
^ezirksraLiner von Gailingen der zustandige,der mindestens ein- 
»a aSich It de. Wagen Uber Schlat. nach Wangen t*» £. £.r , 
"nen Gottesdienst mit *redigt zu halten.Es waren dxes dxe Ear- 
ner Br.Lowenstein,Br.Spitz,und zuletzt Dr.Bohrer. 
Bxe gL wirtschaftliche Entwicklung hat nattirlich auch sxch sehr 
JLTl auf das fortschrittliche gedeihen der Borfgemexnde ausge- 
gunstig auf das (jemeinderatsmitgliedern anerkannt 

; C™-.., -ine. ,.«» Pneund.sass.fragte Jta«.-r. 

Tli.Mer Ge.einderat.Und dan, »ar der uner»Odlie„e Dor-fars. 
t CI Wolf.der dohn des Vorstehers Lud„ig Wolf.exn. ge» sse 
zl'i! Banger-exeter ™n -angen.und 2 4 dahre dang Ge»ex„dera t ,und 

-rJSK rne= „a a de, = - rrDorf( 

lrt dies ..*! edne ^ ^ ^ ^ ^ , ^gage ge.au, 

ersetzt wurde. 

Ura die Zeit von 1900 gah es folgende &££*££ *££J der 
Die Familie Naef ,dera*einer Sohn nach Karlsruhe gxng, 



ft 

, mdisena Abgeordnete IB. badischan landtag »urda. E r „ar 
Z~TS*Z - «* • »— «^'«"»» das Or.-.-,*.. 

;:; r ^u" «-»— — - s - * h - r in Maiii,eim - der 

ander a >-l. W *';';'^: ilim . „ ar Adrana-.der Bach- 
Mr altaat Haohwa.aaara dar Picard am ^ Urgrossvater 

han r::r;; ™: r» r„ ££.«. - «*» «•* «- 

das Buch der psalmen,xn be iden Familien- % 

zwei S«hne : Michael und acob n d.n.n -«h ^ ^^ hiei _ 

^ wis ^rr::-: -—!":, u n , er den , ff * fand ich .*. 

kam ,wo xeh xhn als alt sten aftshandel , meist in ZU rich, 

Kinder ^^^^^ a J naaBt „*.,.. Kreuzlinger Zoll in 
er folgrexch **«•>£« ^ Lr Grenze, wohnte,war verheiratet «lt 
Konstanz.xru ersteh Haus an , ^^ ; ^^ p ., 

Eugeni* Picard ' Sel f r h C ° U ^ e i ; d ier Li Mttlhausen im Elsass Tela 
der als erster^so Offx. e b ^ ^ ^^ 

Kriegs.egxnn 1914A8 **^£ ^^ in Ko nstanz begraben. 

Sragoner Regxment.Er war *eier nazi vertrieben 

Seine Brtider Ernst, wurde Frauena "* " ^^^ ^ Profe s* 

n«»i aviv start 1965 in London;und der jtlngste Hugo wu 
in $el Aviv, start iy 5 Unive rsitatsklinik, ging auch ge- 

sor der Chirurgxe an der ™^£L Maria .Kinderlos.Nur Ernst 

— ' en ' naCh s5 :: r0 ' le 'Ll ^ 1 ver.eir.tet .it eine, Picard, 
ha tte zwei SBhne ^ ^ ^^ mehrere Jahre in Kon- 

lebte mxt xhren 2 bohnen art K riegsteilnehmer 

sta -rv;;;c« *™ -> - Krieg zugezogenen 

an der Front 1870/71, start Konstanz, hatte er drei 

tungenkeiden.Mit ^iJ^^ZVell Rothschild in Strassburg 
Kinder : Laura, die den Apotheker wnne 






H 



*-*. 





h eiratete ; kiMerlos.ludwig,Darmhandlung in Konstanz, Schtitzenstrasse 
verheirat t mit Melanie Guggenheim, fochter des Salomon Guggenheim 
Bahnh fstrasse.deren Sohn Hans ein Bpfer der flazis wurde; und Sepp 
Josef, Architect in ffer ^aufirma Ganther und Picard, Konstanz, war 
verheiratet mit Hedwig, ^'ochter des Arztes Dr. Guggenheim, mussten 
nach USA mit dem Sohn Peter, der ein sehr bekannter Zahnarzt in 
Los Angeles wurde, ainen Sohn Rainer hat. Mutter Hedwig lebt dort. 
Sas vierte Kind von Abraham Picard war Rebecca, genannt Peppi,(d) 
war verheiratet mit I Pius Wieler Randegg dann Konstanz 
Abrahams nachster Bruder war Wilhelm, genant Wolf ele, war Landwirt 
und Viehhandler,zog als Witwer nach Konstanz, Bodanstrasse, war 
„eboren 4. IV.1818, starb 18. XI. 1903- , war verheiratet mit Mina.Toch- 
ter des Reigel Rothschild"vom ^chloss" in ^.orblingen.lebte^qn 
25. XII. 1825 - 5.1.1905. Sie hatten $ Kinder : Rebecca-feppi wurde 
Frau des Saniel Picard, siehe spater. Eugenie(bj wurde Frau des 
Salomon Picard( 3a) ;Regina heiratete Moses Picard mit einem Sohn 
Sdwin,Dr.med.Urologe?Schwiegersohn von Professor Casper, gezwun-en 
von Berlin nach Lima, Peru, dort kinderlos gestorben 1962. 
Nanette ( verheiratet mit Ludwig Wolf in Wangen, siehe dort. 
Rob c rtine(e) verheiratet mit Liegenschaftshandler Maier-Mannheim. 
fienriette(f) wurde Frau Bollag in Stein/Aarau, starb uber 100 jahrig 
Lotti(g) wurde Frau Ludwig Rothschild-Gailingen und zuletzt 
Isak(h) blieb in Wangen, Guterhandler, lange Gemeinderat.Farau Helene 
mit den Kindern : Dr. Willi Picard, Internist ind Mannheim und dan 
8everley-Los Angeles. Kriegsfreiwilliger Dragoner 1914, avancierte an 
der Front zum gefreiten.Hnteroffizier.feldwebel und schliesslich 
Feldunterarzt,Au3zeichn.ngen E.K. und Zahringer Lflwen. Kinderlos. 
Seine Schwestern Zmma.ledig, ging mit nach Calif ornia, und Alice , 
mit sinem Arzt in Stuttgart verheiratet. 
Abrahams zweiter Bruder Isak(5) geboren 1801 starb P8.XII.1880 

-Yeir*tet mit Bath Zion Wilraansdorfer ,geb.l8l3 bis 27.1.1874 
Deren Sohn Daniel, handelsmann mit Gtttern und Vieh ira K an ton Thurgau 
verheiratet mit "ebecca -Peppi.siehe 4a,die 00 jahrig den Nazis 
ira Konstanzer Sefangnis einen Hungerstreik fUhrte;deren 8 Kinder: 



Caciiie.verh.JacoD ELef eld, KOln-London.gest. 1964. 
Martin, Chem. Ing. Professor am Max Pla n k Institut Berlin, Von Nazxs 
verfolgt fuhr er in ein ^eintuch eingehtlllt nachts von *atten- 
horn nach Mammern auf Schlittschuhen ttber den gefrorenen Unter 
see das Eis hinter ihm einbrechend,sich rettend. 1879-1945. 
Isak,Kaufmann,Kriegfreiwilliger im Inf .Hgt.lU.gefallengl.5i.55j5. 
Oskar ?abrikant v.Reiseartikel.Konstanz-Diessenhofen.V.Panni Mayer 
aus St.Gallen gest.1969, 2 TOchter Regina Neufeld Neuchatel 

und Eva StOrger Sew York. 
Wilhelm.Ledig,Vertreter,Konstanz-Zuerich 

lacob ,ledig .i^aufmann Konstanz-^reuzlingen 

Fritz v. Fabian. bekannter Buchantiquariat Paris :ttichael, Anette. 
Anna, v.Karl Holder, Stuttgart-London. 

Die Kinder des Jacob P., die Jikefs,waren die Brtider:Isak-Itzig 
ttnd Abraham . Isak hatte 2 SOhene :Simon,fiandelsmann,von Wangen 
nach Konstanz gezogen.da gestprben.Erau Eugenie-Babette Bernheim 
von Tiengen,Witwe,Tagermoosstrasse mit 7 Kindern : Jacob, Dr. i*r. 
Bechtsanwalt in Konstanz und Koln.Schriftsteller mit Bodensee- 
preis 1963 in Ueberlingen,verheiratet und geschieden.eine Tochter 
Renate in Holland verh. Kriegsfreiwilliger bei der Maschinenge- 
wehr Kompagmie I.R.114. Zum Leutnant befflrdert.gest.1968 Konstz.. 
Erwin und Wilhelm.beide Kriegfreiwillige und beide an der West- 
front gefallen 1916 re s P . 17, Grab stein vom Bildhauer Elkan,Kstz. 
Herrmann Kaufmann in N.Y.gestorben.Ernst.Kriegsfreiwliiger im 
I R 114, in Loos an Merenblutung erkrankt,operiert. Hutfabrikant 
in Brussel,Sohn Claude, Ohrenarzt. Charlotte verh.Bing in Heidelbg 
geschiedeitiochter Marianne, beide im Kibbuz im tfegev. Und Liesel 
Verheiratet Lipmann .^etreidehandler in Zuerich. 
Der andere Jikef, Abrahams Sohn war Moses, von Wangen nach Kstz., 
Gtt terhandler,verh.mit Regina Picard (4c) mit Sohn Edwin,Urologe 
in Berlin,verh.mit Caspar (Prof ) ,kinderlos,gefltlchtet nach London 
Moses in 2.Ehe verh.mit De gen und 2 Sohne in Zuerich ; 

Cerh^miff^^^ 

Ludwig auf Schiffsfahrt zur gestellung untergegangen. 



■ 






f> I C A R D . 

M I C H E L (1) 

i 



A B R A I A M 

und 



der Buchhandler von Wangen 



Abraham( 3) , 
7 Frumele 



Wi ^ elm w ( oilele 



J A CO B -Jikef.(2) 

nachste 
Seite. 



Isak(5) 



Salomon ('a) ftannah(b) 

Eugenie Picard 



1 



Max, Ernst, Hugo 
Dr.iur. Drfrof 
gefallen V 

Dr.Med. 

2 SShne 



> 



Julius(c) 
Ba"be^te 



fi||i ca 



Marti i, Milton, 



T 



Ekura 
Wil 



Ludwig Josef 
l.Roth Melanie Hedwig 
oild Guggenh. -Guggenh, 

ttans feter 

Rainer 

Wilhelnf Wolfele-Mina geb.Rotschlld ^ 



Salomon P 
3a 



Moses P. Wol f 



> 



Lotti(g) Isak)h) 

Ludwig Hellene 

Rothsch. * l/_ — ■ ,-,■„. i 

Gailingen rDr.Willi P. Enna, Alice.* 



Is 

Bat Zion 
Yiilmansdttrfer 

Daniel 



RebeccaP.(4a) 
t 1 

aaeilia,Martin,Isak,0 S kar,Wilhelm,Jaco^-ritz und Anna 

Heefeld Prof. Gef. Wi ft * 

gf Maier 

*Regina Eva 

StBggcr 
So u.To 



hans Michel, Anette 1 . 



<s 



lf> 



II. P I C A R D 



6 



ABRAHAM Mocher s'forim Wangen 



Michel 



und 



J A COB 



die Jikefs 



' Isak (Itzig) 



Simon 

v.Eugenie 
Bernheim 
v.Thipngen 



Moses 
v.Regina 

ficarS (4c) 



Abraham- Fnmele 
I.Ehe '1" II.Ehe 



aus Sand egg 



Charlotte, Jacob, Herrmann 
V.Bing. Dr.xur. 
Heidelberg 

Konstz. 

Marianne ^late 



, Ernst , Erwin, Lie sel 

L V I befallen Lipman 







i 



* H "*-,\* 



Edwin 
Dr. Med. 
v.Casper 
Berlin-Lima 





■ 


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■ • 

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MR 

MP 

■ 



in.2.Ehe 

v Degen 
2 SOhne 



Leopold, Merit* Samuel die 
v. Julie v.tserxa v. ^ 

| Gu ggenh 

r Ludwig Wilhelm V 



andern 4 unbekannt 







gefallen 




Herbert 
Dr. Med. 
Berlin -London 

* 



^7 



, iflrurste der 3 Sonne des Manes Loeb Wolf .Handelsmann. 
Lazarus.der 3 .ng8t der 3 Ernst , Dr . me d.Zannarzt und 

in -vangen verhexratet ( mit den 6 auS6ewande rt 26. VI. 38 

&&£!* und eine Tochter Johanna 15.VI.lb.b ausg 

a ™-i+ -ivi-rp-r -L'ochter deportiert. 
und -at ahrer oeh F fcuas.aua der Segend 

von Freiburg g he „ r9 iaehen tnaohrift.weil in dem Haua em 

strasse r- Haua „t er h br ^^^ hati4M , Manes 

erster Setaaal fur di klei » „ rhelratet nlt einer Sabbinera. 

Sl^TE"*" Bethsohild war dar eine Manes Bothachild .fan- . 
JLiratet mit Belle aua landegg.Eamilie unbekannt.die 

auoh sonat nleht gerade der hell 0eh ningen;er war ver- 

"rirrefne T^-riiUen.die aieh .it .- ™°/°» 

heiratet mii; ^ andem Rothscnl i d 

IH^^S^-"..™*-""* 1* B t , aua 

I ii„ge„,kinaerloa,und die -i Bruder Ma, und Bruno E„t a hrl 

Len ereterer It Lueie Burger aua Konatana .*°'-™ « ™ 

heiratet war.doeh nach kurzer Ehe gesehieden wurde.und an fflneh 

dann lebte ,und schllesslleh Bruno, ledig, in Konstana.war Kraega- 

frei.illiger 1m I.R.11* en der Irestfront. 

aaturlieh haben die iuden in Wangen.ala die Badisehe Begierung die 
al ge.eine Militarpflieht einfuhrte.aueh oede m S^' 11 ^'*" or 
gefolgt und ale Seldat gedient.Wenn aueh nioht bekannt jet ob schor 
fn den kriegen dea auatandigen V rder-Oeaterreieh gegen »ap e^n 
»an*ener aufgeboten wurden.und mitkampften.so waaaen war bestimt . 
Tdasa anno l 8 48,,,hre„d der devolution, Wangen treu aua, Kroashera* 
ao g hal en hat, 2 .) daaa i» triage 1870/71 drei Wangener du en 
an der Front in Badiaehen Armeekorps geweaen aind Ea waren dae . 
mm »olf,bei deaaen spaterer Beerdigung die Kroegervereine 

,^ fln .pine O r den und den Sabei 
von .angen Oehningen ua,d at He nrh e r nhofe v » e3 |eane 

tr gend,die le.^.c 



w 



Moritz,Handelsmann in den Lttrfem des Bodanrtlck, v Berta Guggenheim 
Kinderios.und Samuel, auch Handelsmann im Thu*gau,v.B er ta und deren 
Sohn Herbert, Dermathologe in lerlin^ann London v.kinderlos.war 
Kriegsfreiwilliger im III.Btl.J.R.114,wurde zum Leutnant befordert. 
gest.1965 in London. Ueber die andern Kinder nichts bekannt.Aber 
titer die Stiefmutter der 7 siehe Geschichte der Familie Moos. 

'inn den Ortlieb zogen nach Konstanz die drei Abraham, eopold und 
Na-Dhtalie und von den *'amilien Rothschild die nachkommende des 
Manes rotschildrMoses -Berta Rothschild, Bodanstr. kinderlos _ 
und dann noch die Bruder Max R.verh.mit Lucie Burger, geschieden 
kinderlos und der ledige Bruder Bruno. 

Von der Familie Wolf ist der altest bekannte Samuel, dessen Frau 
Beile hiess,um 1700; deren Sohn war 8av Josef Manes Wolf ,verheirate 
mit Esther Moos aus Hohenems, Tochter des Maier ben Moses-Kausche- . 
les Moos, 1695-1777, Vorsteher in Hohenems, seine Frau Hendel 17*3- 
1799. Maier Moos kam nach Wangen zur Brith Milah des Sohnes 
Manes Loeb Wolf , Viehhandler, verh.in Wangen, seine 3 Sonne waren, 
Leopold, Abraham.Lazarus. L az u : teopold-Leibele- Metzger, spater 
Landwirt und Viehhandler, dessen 3 Sonne warwn :Ludwig-Levi, Leopold 
und Abraham,der Adele Levi aus Worblingen heiratete, deren Tochter 
Regina , Frau des Isi Levi,*XP3£ Leinerstrasse 1, Konstanz, war. Und 
eine Tochter,die einen Egg in Hohenems geheiratet hat. Dieser 
Abraham machtefbeim B a d. Contingent den Krieg 70/71 mit. 
Ludwig -Levi war verheiratet mi Nanette Picard (4 d ), an die 40 
Jahre lang Parnas der Gemeinde.und deren letzterfihre 8 Mnder 
waren:Regina,v.mit Jacob Picard, Konstanz-Kreuzlingen,^andelsmann, 
deren Sohn Dr.Leo.wurde Professor fur Geologie der Univrditat 
Jerusalem.v.mi^TOhter von Prof *ellin,Kinderlos;der 2. Sohn 
Iferrmann.Zahnarzt Berlin-N.Y. ,da gest. und 3. Walter, Kaufmann 
in SeJichXGrete Weil, kinderlos. Dann Selma, Eugenie, lementme, 

Berta, Alice, und die Sonne Wilhelm, Kaufmann und Natan ,geb.9.V.82, 
Dr.Med.praktischer Arzt in seiner Heimatgemeinde, seit 1914 resp. 
1418; nach dem -ri,g Btlrgermeister ftlr einige Zeit und 24 Jahre 
Gemeinderat.und seit 1966 Ehrenbttrger -der Einzige-verheiratet , 
deren Sohn fierd,tir.med.Zahnarzt erst im Haus der judischen -chule 
in ..angen.darm in Singen practizierend und Tochter Hannelore 
verh Kflnig.Oberstaats-Anwftltin in Stuttgart;. Studierte in Freibrg 






•tain itaserer Bruder Lazarus Wolf war gleichfalls an der Front 

n^r 7reicn,und wurde da zum Unteroffizier bef«rdert.Der dr*tte 
war Julius Picard.der afc der Front sich eine Krankheit zugezogen 
hatte^an der frtlh starb;seine Frau Babette ist dann naeh K ons tanz 

TtxfgedLnt'Len dann: Wei Gump bei J.R.114;Moses »••** 
Zl ^E.114 zum Unterofizier befBrdert, Ms Ein.ahrig Frexwx lig, 
-artin Picard bei "j.R.114.Dr.*a* Picard bei Dragonern, Dr. Ernst 
Picard bei Ulanen,Dr.Hugo Picard bei Dragonern. Bruno Seelxgmann 

^Kri^T^/lS dienten an der Front : *vn Wangen und Wangenern: 

s"nz Die Bruder Dr.Ernst und Prof .Dr.Hugo P. uilitararstkich. 
Dr Willi Picard , Arzt, Kriegsfreiwilliger im Bad.Dragoner Rgt. 
befflrdert bis zum *achtmeister,dann als tfnterarzt Dr.xur 
Jacob Picard *ri_gefreiwilliger der «asch inengewehr Komp. J.R.114 
L Leutnant befordert; seine 2 Br»der Erwin und Wilhelm xelen 
an der Westfront; Isak Picard, £riegsf re iwxllxger II.Bat. J.R.1U f. 
fiel bei Loos am 6.II.1915,begraben auf dem friedhof Loos. 
Ortlieb Alfred,Kriegsfreiw.im III. Bat. J. E. 114 fiel bei Loos am 
2 XII l 9 14,begraben auf dem Friedhof loos. Sein Bruder Ernst 
Krie*sfr,im III. Bat. J.R.114 wurde bis zum Leutnant befBrdert. 
Seeligmann Bertold.Kriegsfr. eines Inf.Rgt.fiel am 9.XII .1914 an 
Westfront. Seeligmann Bruno wurde zum *eldwebel gefordert und 
zum Verpflegungsoffizier im II.Bat. J.H.114 an der Westfront. 
Dr Herbert Picard Kriegsfr.der lO.Komp J.R.114 wurde bis zum 
Leutnant befordert. Picard Ludwig Sriegsfr. Infanterist gef alien 
an d er «estfront,am 1. VIII. 1916; sein ^ruder Wilhelm kriegsver- 
letzt. Rothschild Bruno, Kriegsfr.im J.R.114 an *« Weatfronl j. 
Dr.Natan Wolf fttnf mal verwundet im Elsass.war an den Front en 
in Frankreich, Russland.der Wrkei und den arabxschen Landern 
heson frs in Jordanien und dem Libanon.freiwilliger fctmiUi en 
ganger.und wegen seiner mutigen Brfolge ausgezexchnet,als pront 



^6 

kampfer,und nicht ala Arzt.mit dem eisernen £reuz zweiter und 
erster Klasse,der ersten turkischen Auszeichnung.der silbernen 
VerwundeTen-Meda.lle.der silbernen I a pferlceits-*eaaille f vo» 
Grossherzog »it dem brden vom Wringer Lowen. nd wegen sexner 
gro ssen,umsichtigen Yerdienste urn das lemeindeleben ale 24 Sahre 
Leinderat und zeitweiser Burgermeister,fttr die unerm*dlxche 
arztliche Tfitigkeit im Heimatsdorf ,den umliegenden Orten am See 
un d auf dem Schienerberg in «nf Jahrzehnten,fur sein Mitwxrken 
!„ Vereinsleben erhielt Dr. Wolf die Ehren-Nadel des Deutschen- 
jUrnerbundes.wurde er der erste und bisher einzigste Ehrenbtlrger 
ion Wangen,und erhielt das Bundes^eraienstkreuz erster Klasse 
Seschrieben in Melbourne-Australien am l 9 .Mai 1970, sexnem 88 stem 
Geburtstag.mit Dank fllr das gute GWck seiner Freundschaft als 
Conpennaier und College und mit dem herzlichsten Wunsch 

ad multos annos 
und mit dem Wissen der tatsache dass mit dem tapferen Menschen 

Dr.Natan Wolf, dem praktischen Arzt 
einst sterben wird ein Jude.der in Treue diente sexnem Glauben, 
seinen Mitmenschen, treu sexnem Beruf.treu seiner tteimat und 
treu sienem Vaterland 
als ein jtldischer Deutscher, als ein ^eutscher Jude 
vom vierhundert-jahrigen Judendorf 
Wangen am Untersee. 



Nachtrag zu Seite 79. 

Activ ha"ben ausserdem gedient: 

-, • ^-ir> H-oo-i -i^h-ris-er Infantersit im I..R.114 in 
Emanuel Seeligmann als dreijanrigex 

Konstanz;wurd e zum Unteroffizier befordert.wohnt in Konstanz xn 
der Bodanstrasse.war lange Jahre Synagogendiener und Schachter. 
Sein Sohn fiel an der franz. Front im ersten Weltkrxeg, 
Sin weiterer activ dienender aus Wangen war ein Bernhexmbex 
einen, ,ad. Inf .Rgt.Er wurde danach Gendarme in der Nahe Hexdelber* 



E N. 



1/ 



fl U XV -" •" * - — . 

TT -u + p rt +vi-f>lder O"berstudien-Director na 
Historisch at £ e rr Hubert Rothfarlder,u D e 

wohlverd ien, e n HuLta^d in seine, fce^at Wn f— - -en . 

11Q2 erstmal genannt als WOBMELINGEN 

o ITZ L Zehnten ze Wormingen der Richen Owe, 

1328 niLn ;rr A „ «.«-. - — - «- 

erwahnt. (der t farrei p ^ S J^ r Name is t ein»-ingen-Worf ' , 
1529 wird es Warlingen genannt Uer N Siedlungen „ zu den 

d . h . --li^en ge^rt w« a !ie ^^^^ 3 00 
Ultesten.genert in ^ flie 

^ Anr\ nis die Alemannen die KOmer rux 
" w „ g ;^n S t ^en.Ein Kleiner *«»..• »°^° / ■**• 
nfs" sten *»* nieder. Seine »aen*o.en waren dann axe 

Womlinge. Bis Hegau.Landgrafsehaft ttellenburg 

1806 TXIZZ r^ricM in Sboc^ie *■-»-*« 

ge„or t e7is d.hl.1806. denen von Lie.eniels, denen anon 2 /3 
von Oailingen besassen.Bas Wappen von 
Worblingen : iWgespaltenon Sehild.einerse.ts 

sohwara and S UW geteilt andererselts 

in rot ein silberner Flttgel. 

8ci™arz/«eiss ist die Farbe der 

Klingenberger.die auf dem HohenWil 

HHO.duu auoh einmal Horblingen 

genarte.und der Flttgel is. ^'enfels. „ 0r611ngens 

1676 gab es dann sebon , ^disebe "^"^^S^T 
» des W.gens a^^^-1 ^ ^BedLniss. 

zu der nellenburg gerrschaft.deren xinai 
die vier JudendOrfer bestreiten mussten. 

169 6 waren 6 *xdenfa»ili.n in ^in^ ™ 

Auch ihr Leibzoll wurde ^ L f f ^ de f ^rlich ,nach und 
der ursprttnglichen HOhe von « 




il 

* bis auf 150 Gulden gesteigSrt.Auch sonst waren die Steuer- 
nach bis auf « ebensbedingungen eben wie xn den 

Lasten.wie auch alle anaern 1 

andern 3 Orten.Und die Zahl der Familien war . 
1743 34 alte und einige neue, 

1779 3 " " 3 
1806 zusammen lS.Und am l.Januar 

1806 vurde Worblingen badisch,und blieb es sexther. 
1806 YTrfie ilidische gemeinde,wie die andern auch.xhren 
1850 S^t-" Si-^t. ihre sch«ne S y nagoge,hielt . 
! n n Itor.wurde vo* Sezir.s-Rabbinat Gailingen be treut, 
una bildete wirtschaftlich einen bedeutenden factor des 
Trfes' Der bekannteste Worblinger Jude wurde und war s Zt 
Mo^s iarucb Rothschild, genannt der Mausche-Soxuch von .orb- . 
" g n em ebenso angesehener, geehrter,wie beliebter iann 
erfoTgreich x, Hegau und der Hori,als Cter-und besonder 
iiir als Pferdehandler.der als einziger der ganzen gegend 
auoh Pferdezucbt betrieb. Mit dem Jahr 
1862 begann der Niedergang der & e m einde,da als erste dxe Brttder 
/ranTnach *onstanz zogen.^enen folgten die andern Famxlxen 
iTlell und Rothschild, sodass schon in den neunzxger Jahren 
sich die jttdische gemeinde aufloste ,und schon 

Schriftsteller Serthold Auerbach.Sie ^"/^'^ 
feierten ihre goldene Hochzeit-ein grosses Dorf-fes* 
starben beide *ber 85 3 ahrig. Ihre a binder waren 

1 fannie.verh.mit einem Rothschild anderer amxlxe. 

2 fier^a, verh.mit M.Auerbach.Konstanz.Sigismundstrasse 0. 
3' Max zog als Guterh*n d ler nach Konstanz.Tagermoosstrasse 
'tr*Z Xathilde Rothschild aus Randegg, Schwester des Br 

Arz tes Moses R. SandeggAonstanz. Ihre Kinder waren 
^iinMoise-.Rechtsanwalt in Mtlnchen starb frtih.ledig und 
isx in Kstz.begraben. 



oein cruder Ferdinand wurde Apotheker, und die 3 Schwestern # 
Marie, Anna und Alice waren in Zuerich verheiratet. 
5 Marie ,verh. Jacob Guggenheim, Textil-Kaufmarin,Kstz.Bahnhofstr 
6M ina,Witwe,Bernheiiu,Rosgartenstr.28.,mit 4 Kindern>Max 1st 
nach dem Abitur nach USA, studierte in Baltimore, und practi 
zi^rte da als Prakt. Arzt. 5ein Cruder Bonis, ^obeleplatz 4, 
Cigarrenhandler,verh.Bella,Kinderlos. Die Renter: Berta 
verh.Isak,Gailingen,und Ida verh.Landgerichtsrat Martmo in 
Frankfurt a^.wurde von den Nazis auf der Strasse verhaftet, 
und blieb verschwunden.Ihr Sohn evangel. Pfarrer. 
?.Jacob ging fruh nach USA,lange vor 1933. 

8 Manuel, geb. 28. September 1849 in Worblingen.da in Volkseeh 
schule ,dann Gymnasium Konstanz,mit Abitur bei Ausbruch des _ 
Krieges 1870/71. Wie sein Sohn versicherte,mu3ste er zur 
Able ping des Abiturs nach £arsruhe,in Konstanz sei es von 
,taats wegen verboten gewesen J, und sei nit der Postkutsche 
hin und zuruckgefahren.U auf raeine Anfrage vom Director 
> es Gvmnasiums in Prage gestellt.da er nie von einer derar- 
.igenaestimmung gehort habe.O) Manuel meldete sich dann 
mit den andern 17 Conabiturienten als ^riegs-reiwilleger 
und machte den Kr*eg an der *ront mit,erh&t Kriegsauszeich 
nungen.Sein Name stent als .rster euf der lafsl am Krieger- 
aenkmal in Worblingen,und blieb auch wahrend der Hitlerzeit 
unversehrt stehen.wie mir der Bttrgermeister versxcherte. 
1872 liess er sich in Konstanz nieder,grttndete da eine 
8igarrenfabrik,wohnte erst in der Unteren Wbe.dann in 
seinem Haus an der 8eestrasse . Am S.September 1881 wurde er 
zum-Yorsteher der israelitischen $emeinde» gewahlt.und hat 
dieses Ehrenamt 25 Jahre mit Umsicht.Hingabe und Erfolg 
durctgefuhrt. 'Dies Jubilaeum wurde mit einem Fest-Gottes- 
iienst in der iynagoge mit Wttrdigung durch Stadtrabbiner 
flr.fiannea.und einem festakt im Inselsaal geburend gefeiert, 
und in Anerkennung seiner verdienste ein herrliches Ge- 
schenk durch den Synagogenrat gechtsanwalt Bloch ihra 
ttberreicht. 



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,.* ~^ oinv piq erster jtidischer St ad t rat 
wirk lich der alL^r-te. ^ ^^ ^^ -p ^ 

angesahenes und sehr «^» ^bensjahr a. 6.April 1912 

vi ele Jahre ^ rte ^ a '^ Bhren L g raben.Er verh.mit Klara Maier 
und wurde mit alien Sol d *.« *r | geb . 7 . November l87 8 

•» ?re : Sar r«H"l r g ^urg^rde ? echtsanw a lt in Konstanz 

lig er be im JWU a dx *r • ^^ ^^ iglQ mit Hedwi( 

.onunandant von ^^ 1938 nach Tulsa, Occlahama.ausge 

Moos im Inselhotel...Ht *azizwang ^ ; ^ 

wandert t b da 8 8 jfthrig am 11. Max 19b/.inre o 

, !i ■ in Vevev mi* 3 Sohnen.und Marianne Fxnk xn 

verh.Hans Tillmanns in f Wy ^ ^ ^ starb ajn 3 . August 1969 

Bartleville,Occlahama,mit 2 iOcnuem. 

81 Jahrig in Vevey. Rothschild in 

Die geschwister des Moses -aruch . 1. ruder 
,.orbling,n,dessen Sohn Abraham-Wolf R. al ^- £ 
+ oe H»r. ^pilhaber der"Oonservenfabrik Kstz. ,mio 

L 2 Sora.en.von deaen Ludwig .araiarzt in Ksts.wrd e.spater IA 
rBabetW.verh.mit Vorateher Maier Juggenheim Randegg 3. Paul ne 
;* I iaaR XothsoMId ia Randeggider obaibe o h e ze r e g nann 
4 ,i„ Bruder ^,der u.-*>hl...-»bn«,»w deaaen t «^^ M> ' 
Heard (4) ia -angen helratote.5.*o.*annie,dle verh.m.t Moses 
Sa^ei^etager.in Haadeg g ,der se r MO, starb.S.ein, >*££ 
a^aracr. H. ia ..orblingen ver^e, ^ ' L, « vT^™ 
2 TOChter mit ieopold und Saphtall Or.lieb in 

Me P-ili. fr^ ■ «•» slbeste,daeob,»urde der erate du d e der 1862 
„ieder-naob 300 dabren-in Boaataua wahaea durfte.da 87, starb a 
,1, erat.r auf de.„ aeaea Friedhof beerdigt wurde. -r hatte 5 Kinder. 
a aallrua .it dea 6 Kinder*: »il,verh.,atbiide ^deren^ 
Hamal „.Kal3er.,Me*,Fr«h nach London gegangen; Klara v.Rerm an 
eaua Buol.au, oeieenatoffgesohllit, Bodanstr.fcrts. mit So.Horbert Jr. 

«.,- ieopold.sefallen 19X4 bei. J^nj-"-,**- ¥ -" ,t " 

■+ -; q rt -mi sp-e wandert nach oeattle , «asn.u^<*. 
Leinerstr.mit i So.susgewcmu 



u 

Julie v-rb. Josef Maier.in der ochweiz,ein -uter tenor.l So l.To. 
Robertine v. Rosenf eld, London, 1 So.lTo.jfterrmann.aucb nacb London. 
b Emanuel verb.Kegina E,instein,mit 6 fvindern^oritz;Ludwig; Jenni; 
ZZ vlrb.' Abrabam Levi.Kstz.mit den Kindern:Ma* Levi,M«belbandl 
Bodanstr.verb.Emma Frank, mit 1 To.; Frieda verh.oigmund Schwars 
^ Berta verh.tteinrich Scbwars.Oorsettfabrik in Kreuzlingen dxe 
2 18 batten; und 3 .*o verb. Hermann Seeligmann, Handel smarm Bodanrf 
Lt So Bruno ^rie gsf re iwilliger J.H.114, Verpflegungsfeldwebel II.J 
u ^ara!v rb.Stein in Sbawe Zion.israel;!*^ *W ^nkfurt.; 
^ Adolf und Jacob Fr. .letzterer verb.Henni Lion K.euzlxngen »xt 

^ TZZ^Z^TX^^^ -, B-^bnbofs.r 

.ecbtsanwalt Kduard Frank, Bodanstrasse/Luziengang mxt 1 So und 
d es Levi Frank waren Louis Fr.Optiker, Kanzlexstr.mxt 4 Mohten 
^ ,ina verh.Julius Falkenstein, Optiker Markstatte 2 mxt 1 To 
und xna ver h nach Kstz.zogeml. ) oamuel, Ban- 

Die Fa.ilien Bev.de ^^J S(}hne:Isi >iner str. 3 

.elsmann.Bodansplatz 4 If .verb .Flor ^ ^ nit fardinen8toff 

:rrr :::,-: -;::-nderi 0S ,und Joe i ~ :z * 

;i;L,verb.,xt exnem Sobn, s, arb BB .abrig «« J. = - - 
Prieda verb.Mi C bael Lion odans tr.m T «- d ^^ ^ ^ 

SSS^^SLS&iS. «*- -nn D «bele P latz. i'o Fannie... 
^eooo.Ge-twirt in Kstz.erst im "Irotodil-.dann x^brxngerbof 
gen annt,uu, sp.ter in der-Bodansballe", verb Line *"^^ 

s sliest ---- fcJH i^ rT »- 

~ D ie Semexnde loste sicb anfangs der 19 er Jabre auf . 

, -i Q *»«. KViedbof und der Name auf dem 
Hbeute erinnert nur der f^^Z^** exnmal war ein 
Kriegerdenkmal daran,dass rforoxinge 

Judendorf . 



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E I T ER TEIL. 



LIE 



J,U. DEN--PAMILIEN 



1 n 



R A N D E G G. 



urn 



19 






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J 

Hauser-Verzeichnis um 1900 
l' schloss mit 2. Schloss-Brunnen. 

3 ".Gasthaus zur « Post » mi* Scheunen und Stailen. 

c QoTtnipi und Isak Bloch 

:•"»:;: :.=— sr.— - — — 

7 Postamt.und I. Stock Fr.von Hornstain 
i ^ — ».— *t h llda Mods ^^^ 
i + q^lachthaus 10 a und grosse Scheune WW.Mto 
U MiJ mil, U.OaatBaus - Sa„„anan ; Baapold R^acMU. 

• + 1 1 Stalls g. 12 Rosenthal mit 12a Laden 

19. Jacob now ^tsche 24.Fischer-Brauerei 

*-—-*TXZ'J *^° 27 si*.*.***. .***»*. 

PS Bui-germeister serine Die "• 

,« dui 6 Gast _B a dhotel Fleischmann. 

28 Htilienquelle-Brunnen 29.uasx 

30-?— a 31-HaupWX^ - rrL ^ s taer _ Bratsc 

£ nefer «i t er L«„ Scolder augganBel. f^ar Schneider 

m««o 40 Weil im Frttschfcach. 41 » » 

Moses Moos 40 ^^ ^ wtwe 

4 2. D r.Bothschlld Arzt. 43.Baok u .„ 9uale . 

.it Bins Spatz and Can ^ £~ x H - e ^^ 

4 o f l: r r tar Laws 5 O.Gast„aus zur Krone mlt 

H B^are! Cohdltorei Schmlttschnelder Urdner Hermann Moos, 
oeifensieder.mit dem drel-ecK6gen Hof. 

.„ h1nten Chederzimmer. S3 Synagoge. 
52 .BabDiner»ohnung mit hintea Eoth scnlld : 

54.ISartenanlage mlt Gedenkstein 55. aoe 

S6 dar Paull 57 Judanschulhaus. 58.Sattler Herdener. 

' TooTt lia. 60 der Scnopperle 61.Sert»old -all 
«.£ Schml.de 6 3 unterer B^en 6 2 .i»r,Spe M relwaren 

| 5 1 .Sr^'so^^ e mit^S a u^'ftueS e a=>»PP«^8. 8 am.«ell 

69. Josef Bloch 70 Auer. 71. Schreinerei Moses Schwa*. 



* *t t t T B N um 1900 
D ^T^±^^^- entspr.meines Planes. 
It Angabe,wo sxe "***»> damals nur noch d ie Mina Baumann, 

1 1 B a U M A N N . Es leDxe a ,, vi. 1841-9- XII. 

} 7l^T^Tl4.XI.1908, Witwe d e 3 ^3^ J ,1 a lle 

l 883 ,mit ihren ^tern.von ^ ^ ^ n stoc k ,Haus Hr.2 5 . 
die3 e fiaten rt««n.Sie »«.^ n «£ ist einer mtod - 

B er seit 1809 ^Sefe J-*^ zu verdanke n,dass 
lichen Tradltl ° n . Z "!° r 1 i e ' ssen we rden musste,und atatt deB 2 
S'^ 11 ^ — aufge.aut wurde.Die .esit.er 

itSckigen eines ait 3 bo ^^ ^ ^^ Baumann 

un d Sauherrn waren ware* di ^ .^ 3tock zu 

fc. ^^r-- Handle -««-» 

W ahlen,und die des x den ^teren Stock. 

die Bruder.und Barle den ^ ^ ^^ dxe 

Der Zwang zur Namenswahl fiel m a 

B aU -Manner den N ^— ^rscheinlic* aus St^lingen. 
Woher sxe kamen ist ^ 1C *"» nach Randegg ka m,ge*.etwa 1. 

A . Samuel Moses war der "*"* e ££ ^ un , ekann t . Ihr Sohn: 
1710,gest. ? ,ver h eirate a e £ t ^ Blumele 

B. Salomon Baumann ,1740-».iv.x , c . Barle d. 
aus Eichstatten,deren Kinder: a. Samuel,*.^! , o. ^.^ 
aus Jixcr in. 1827 in Randegg vh.mxt 

C. a). Samuel LLlW"^ 1 l8 .XII.1773-21.VIII.l838. 

Mindel Schlesxnger aus Lengna 17q9 _ 25 . X I.l885, vh. 

4- Q o Tfinri-Gelle-Karolxna,l.v.l^y-^7.^. 
x . ihr •~'"^ d ;* 1 mtt lmam »M Mutter Hendl., 

"" Tl 2 El cn,««er nannte.nacn ».r*u»» der s.o. 
der .„„ *.r ~ Schlesine .r In Len.nau, 

u fol 1802-18. V1.187*,vh.Jacob Plcard in 
3 . Marl-Men., 30.VI.1802 ^^ ^ . 

amendine :;' 1 ; 6 Isaran B. r »hei» aus l.n g nau, 
4 . ) 8ale.on,25.II.1806,v^ iIa878> 

lefcte unci sjara in Arnncxm, 

,., Bosall-«i.le,9.™ der David _ Sarah Bins «,„ ge 

S'Eau °Kind.r"ifie und Saauel. 



++e > ifi XI 1812-25. III. 1894 in Randegg,vh.mit 
6 -' ZTZ£: inWa«en, S„ ta der daco>-Vo e el auer*. 
! irGu^enhelm aus »orblinge„.(Der Diehter Sertold 

Marie Schlesinger aus lengn*i,5.IV.1815 Bill , 
« r der Koses-fach.l Schlesin g er,„ohn t e„ i» ^""^ 

" r.,».LiBM,««« *« ^-'<>»— ^;" e 

rt .Mlna Bau»ann 26.V.1844-24.XI.1908 In ""-^ 

Tulius Weil,ll.VI.l841-HW«*«» -9.XII.l883.Sohn 
^" aaf hUc. Weil und .udith Picard.lhre Kinder: 
tl>1 .Sin,on-Si g is»ondo »eil,3.I.1875-VI.1940 in Mai- 

land.vh.Adalgis M zzali 
b ,2.i4echa- 9 achel,l5.VI.l876-12.IV.1967,91d a hrxge 

"Witwe *.■ Robert linstein in Buchau, 3 ohn der 
Herrmann -Helene E.gb.Lowenthal. start in Zurich. 
W.Josef Hirsch Weil, 23.1.1878-3. VI.1888. 
^.Pauline, 22.VI.l879-VI.1967 in Zurich Vh. »it 
Dr. Josef Weil, 24.V.1880-21.XII.1955 , Sohn der 
Wilhelm-Bertet W.gb.Ulmann.Arzt in Lengnau, 
S^ingen und Zuerich.^eren Tochter : 
Margri t-Juditn,l8.VII.1912 gb.in ^en 
vh.mit Joe Aquila in Los Angeles, 28.VI.1908. 
W.Judith- Jidda 20.XI.1881-24.VIII.1962. 
1,116. Julia Weil.2l.IV.l884 lebt in Zurich. 
, n t, VI 1767-* vh.Bar Landauer in Rexingen. start da 

C.b.) Riele, 15. VI.1767-. ,vn. viII.177S-l8.il. 1834 

« 1 Barle-Be rnhard Baumann im 3.Stock,9. VlH.i ms 

Tmit Mammele Schwa, aus *ndegg,deren Tochter - 

-—^•I^enll 1e=t:C: £' 

« .i» in Rs* gst.Sennheim.Sie hatten 2 Tochter. 

tyayer.fi> m Kgg.gav. Mannheim 

*arie -ayer.und JgephiJ; • , fef^e" Lanf -und Reichs 
vh.mit ©r.Ludwig *aas aus K freie iiiger 1914. 

tags-Abgeordneter,staro als ftnegsir 



J 



c. 

2. 






4. Reichel gau^nn,l.X.1774.gest, ? in Oberendingen.da vh 
) B IEDiiiiil.»otaten Haus Sr.39,hinter ^tallung Nr.37. 
Kusel der Brief trager.vh. Fannie ,Daten ?. deren Sohn 
SS ™ una S y nagogendiener i6.VIII.l864-19.VIII.1937 
vh mit Rosa Hilb aus fcberndorf aml7.IV.l893.geKl.IX.68 
ZO g nach Gailingen.von dort 17.IV.1939 deportiert. Kinder 
a Josef 1895 *.Isidor.4.X.1901,Kaufmann,mit Mutter n. Sailing. 
c *Emil,6.XII.1907Handelsmann.,ging 28.111.1938 nach Konstanz, 
Nach Sachau ins K.Z.,nach Gailingen entlassen, deportiert. 
d Sally.7.I.19H in Rgg.Kaufmann.ging 26.1.1937 nach Brasilien. 
g.Herbert.Kriegsfreiwilliger, ge f alien. s. Li ste. 
)BL0CH Eine Erklarung fuhrt den Namen auf das polni- 

' sche Wort wlach-Wallach zurttck.eine andere auf das russische 
Wort vlach-Fremder Auslander.Letztere ist verstandlicher, 
da die vom Rhein Kommenden ja den ftussen Fremde waren. Dies 
erklart aber nicht aas haufige Vorkommens Bloch in Baden, 
Schweiz, und Elsass,alle 3 mal Voderoesterreich.Wo.und wann 
Bloch zuerst urkundlich erscheint.war nicht feat zu stellen. 
Siehe Stamrabaum Bloch.um 1900 waren noch in Randegg : 
A . Albert Bloch, im grossen ftaus Nr. 3 8 gegenllber der "Post" Er 
war das 12.-Kind des»langen Maier Bloch", gb.21.XII.l834. 
K st.l909,vh.mit Esther Hirschfeld aus Sohenams.Tochter 
far *acob-lerta H. in Hohenems. l 3 .VII.l844-19«. binder: 

l.Emil.fruh gest. 

2. Sarah. vh. mit Heinrich Bloch in Haslach. 

3 .Babette 4. Flora vh.in Ludwigsburg. 5. Julie rf 

6. Fannie 7. Sali 

S.Leopold, vh.am 12.XI.2902 mit Elise Moos aus Luzern. gb. 
11 X 1879 mit Sohn Martin gb.in Rgg. 7.XI.1903,gingerv 
, I"; am 29.IX.1936 nach New York. Leopold starb in Rgg 
9 Jacob lO.^iedrich g ..19.IH.l883 f nach Frankreich 
ausgewandert.deportiert um^ebra C ^ ^ 

11. Marie gb.in Rgg vh.mit Wirth .weinnana 
aU sgewandert,lebt in New York.USA. 



15 



f 




B.Emanuel BlocB,«arui , e 3 e ?ttngsten schenkte.- 

iO.III.M32 - 29 - I ;" 2 a 7 ^ 1 „ 9 ; Maml , lEurz g aBal t ene» V oll Bart, 
ei„ aahr grosser '^"^ ^ell.Als aaln-Hauale" 

- r^«r- -= "- — --■ 

Wolf ana G f B 1 i - Se n n ii 1 f; r 1 a ft Sofia naoB »orria t o«n gingen, 
Louis.oen 1849 x. ■•*£££' 0alling ,n,nn. Plora In 

Meier ,5=hul»acha r in Bande^ Blooh . s i e Ba unten. 

'^1 eine» lager an ^offen,Beide •*.««.. re-n 
& lae vh.Samnel mit ainar ToeBter, IsaB mlt emem SoBn.der 
Beiae vn. „,. nl<m i3 t. Beren StammBaun : 

1914 M "* "TJ"^ 1^.^625 *-» Salomon 

t TT/ft q TX l822.deren Kinder : 

ler.vtt.Brendel Berta Levi, 



gst.12.VII.l845 



g tr,l.XI.l8l9 ^ 

Karoline, Nanette 

Heul-urger, 1789-14. 1.18|1 

Kinder t 

4 Edle 7.VHI-29.I2.l8f2 

"b Abraham 1825 

cLuise, 7. VIII. 1827 

d. Emanuel 8.V.1829 

e. Raphael 30.XI.l8 31-24.1.1837. 

vh.Esther Bloch aus Lengnau.deren 2 Kinder 
w.Jacofc i A und Moritz 



I 



C.3> a. Jacob 

gtr. 7. 11.1838 Judith, 
Mathilde Bloch aus Rgg. 
To. Samuel-Esther Biboch, 
geb.Guggenheim.Bruder des 

langen Maier Bloch. 

der en 8 Kinder: Johanna 10. II. 1840 

Sofie, Oct. 41, Rosalie 43- 

KLara,4.VIII.44, 

Samuel 20. VI. 45 s.oHen und 

Isak,oct.l849 " " ^ 



2 ?? 



b.Moritz ? ? vh.mit fannie 
Schwarz aus Hohenems.To.der 
Josef-Regina Sch.gb.Landauer 
gtr. 7. 11.1838 deren 2 Sonne : 
aa.Berthold 26..VI.l841,zog nach 

Konstanz,wohnte l»" Hl "aren8tgr 
vh.Lotte Lazarus, die als 

alteste Konstanzerin mit 
92 Jharen nach Gurs depo: 
tiert wurde.da starl». 
und bb. Alfred! Abraham)Bloch 
auch nach Konstanz,wohnte 
Ecke Bodanspl.- K osgartenstr. 
gb.20.HI.l844.starls in Mun- 
chen.vh mit ? ? Kinder : 
Erwin.Zahnarzt in Haiden-Walzenhausen und 
Tsa Coloratur-Sangerin in Mtinchen,namens Else *"* 
, > vWter des Ma^co Bloch,wohnte Haus Nr. 5 9,exn grosser 

D ' "teitschul^er Mann.mit sch«nem,langem, schwarzen Vollbart, 

,aten und Erau ? t ^J^]^ eigen artiger Character 
William,Junggeselle,absolut ^f 1 '* der Gemeilld e. 

Marco,22.IX.l869,ein ^^^^ZTLr.e das 
Kaufte das Haus vom Vorsteher ^^'^Z al3 ^ 
aemischtwarengeschaft Nr.12 a. "^ ^J^eler aUS 

gegangen. pi.-^oppelhaus, in dera 

,. Bloch Abraham, genannt «— ^^^ 3 aJL . 
f ruber die ttetzgerex Leopold Plc * r< \ W * Jj 

Jacob-Josef Sloch v.mit ^yeleLevx deren K^ r***^ 
iTdelhaid 2.nenriette, 3.Josef 4. ^.28.17.1851 »xt 
20 III.1813 1814 Johanna Egg aus Hohen 

ems. 



** v 






I *. 



r 



-top unsere fitters Familie. 



r M A I ElB. t : B AEU C 



etwa 1700-1780 



r f~ A T M 13 ^EMANUEL- MEMOS- BARUCR 

I l \*g?$$r* ^ Mner ^ 1748-21.X.1830 

Pr.Veipele Bloch gandegg Fr.Sprinzle Salomon 

a. %<#** 1746-18. VI. 18B3 1739-7jX.l833 



V 



I 



__ . ' M B# c. MAIE R M1.NKE BAHUCH 

A. Seligman Menke Baruch. B. S^A der lange Maior 

ifisi:i8i3 183 f $Vwr* , ' t ' 



Er. Nanette Ullmann 
"der rasche Frume 



' siehe nacbste Seite 



U , ., _ . ~q i Ah -rah am- ft Emanue 1 
^Adeltoxd- Abraham 4>IX-24 __ 

Spnnzle Hijs ^ g4 

18.IV.18M 8 * IX .19 ? 



i 



f 



Salo 
3 T5 



'Jacob 
1813) 
Bert a 
rlirschfeld 



der krumme 

Sigraund 


~T * 

'Adelhaid u.niaier. - 

Zwillinge 1815 



Abraham 
Fr.lFora Bl. 

)ben Cm. 

>o 2 TO 



Lea, ^Salomon 



] f Judith. - 

Mathilde 



Betty 
Hirschfeld 



Fr.Regina v.^.coj Bloch 
Dre-ifuss j 



Hannah Zwillinge 

Samuel 

gimon Zwillinge 

Herrmann 
Karoline 
Stefanie 
Leopold 

Pauline 
Emanuel 
•It J o sua 



Samuel 



T 



/Esther Johanna 

Sofie Rosalie 

Rosalie S?muel 

Josef . .i WjlAf Samuel I sak- Sigraund 

Rosa-H^^.^Sel-Herrmam % 
Clement ineJWu^ > ux x - yfy^ 

Cstefanie **&**$• 



I 



M A I E R - Menke - Baruch. 

„ . — — 4 ■ 



P 



— de~r~Tange Maier 

i ic v iftifi mit SARAE GUGGENHEBTv.Enaingen 
g eb.l780;gest.l864.verh.l6.V.l8l6 mit SAKA* ^^ WMhm 

1? Kinder : j 

1 r~ r^ f 



• -" . -, T ,, f .,j T «3 c.JSliseAdelliaid 

a. Samuel. b.SIMON-lU£ 7 .V(BII.l820 

1817 5 .XII. J- f v .j u iius Wyler 

? 3. IX. 1880 i — j— 



4 Sarah 

?i ■ T&-H cl lid Pauline 
Fr.Mari| Rothscniia Emanuel 

I . Simon 

' r iISU ^IKA ' ^abette HL. 

4.VII.60- 1864-1917 x | 



d. Sarah -Sarli 
Brandenburger 
23.111.21 



17. XI. 1950 
V.24.X.1881 
Maximilian IviOOS 

Dr. 

MOORE 

25. VII. 83- 

v.14.XII,W20 

SBM A GOTTSCHALK. 
33.K-9 6 

Randolph-Joe Moore 
John Martin 
2 Simon-LEO Moos. 
19. VII. 84- 

28. VIII. 1964 

V.Srna Moos 
I 

Prof .Dr. 
Walter Moos 

3. Rosa 
23.XI.85. 

23.11.1964 
V ' Mi cha|l Wieler 

Robert, 3f*^z,Con|ad 

* Tfeomas Sa fli 

^*i Judith 
L «5* Benjamin 

^"'ICAKL ! 00 s 
18. III. 67. 



<Emanuel^Klara Moos 

getiy Peck 
Eugen 

Baru5iT§erta Wyler 
Albert 



rr Oskar Trautmann f ,Max-Hermann 

V '° b i I'Pn Suth 

Arthur 
'Richard 

>s .;?_ MUELMOOS ^dgar ,. h-mi1; 

n++« ^b.vonJosef pri 38muel-Melanie 

Ott0 Bloch,Obereridmgen Weil 



— neilluaiiii *— 

lTo Euth Heinr?M e -i3erta 
^Siegfried JKrburger 

2 Kd ± n . 

...,- Paula Gut 

Bonna Wo~i f 



Hugo.Dr.Chem 



lorl SSlian 

Guge enlieim 

1 So 
Pauline Bloch 

■jBa-betteT-Landauer 

Martin 
Pritz 

Paula - 



e.Sofie-Sprinzle 

18. III. 23 

Isak Bl. 

* l Levi 1 So 

Salomon 2.S,l f £ 
manuel 1 S 



r 



Rosette 4 kd 
'Pauline 3 To. 



f. Judith 
8. II. 1824 

Jacob Bl och t 

< — i 

t Levi 5 Mr 

* oarah 1 S 

% Caroline ? *d. 



■in h. \fogel- 

Bluma 



IV. 26 



21.X. 27 
v. Jacob 
Vyler 



Fannie - 

Idel 

31.V.29 

v . ' ui:ip 
"arisen 



K.Benedikt 
iBaruch 

3o. X. 30 
v.R gina 



Pi card 

i 



Daniel 

Isak ? 




Kdr 



Regina , ._ _ 
Rothschild 

Sarah 

" oeligmann 

Flora 

Lilly 



Sarah H 1 N 'T 



c 77 

v.Sarah ±$1 
(stehe k. / Maier 

Libmann 

Ben 



t 



lie gina 
Rothsch 

fieri 

Met a 



* 



iphraim -Albert 

21.11.34- igo9 

v. Esther Bl. 
13. VII. 44- 1917 



t 



Edwin 
5arahv.Heinr.Bl, 

Babette v.Wyler 
s.obcn c. 

Flora 
Julie 
Dannie 
Sail 
Leopold 

Slise Moos 
Jacob 

Priedrich 
Marie Wirth 



m. Emanuel 

gen.Menke 

10. III. 32 - 
29.1-1927 

v,Betty Schatz 

i 

Berthold 
iT.Ehe.Sarah Wolf 
1846 -1903 

1 L__ 



Maier 
Simon 
£uis 
Sofie 







Flora v. 
Abrah.Bl. 

s.oben. 



#•/) 



It 



E. 



F. 



4. D 



k fiPXIl I8l5,yh.mit Lea-Berta-Luise Lreifuss v.Rgg. 
3 .Jbsef,12.XII.151 5 l849 ^erta l8 5 2,Markus 1853 und 

deren Kinder : Leopoldien lo«,s 

A ^ t-f 1851 Pferde handle r,vh. ? .',seme 
A^raham-Adolf l851^Pf Lie .e M in Kri.erg. 

a.Salomom gen.Salo,lo. v.xo 
* ^. a. or, x 1940. -ueren Kinder : 

tfeportiert 20.X.xy4u. vi.1938 

" ^_,4. 9^ VII 1903 Kau#mann .nach USA 30.vi.xyj 
aa Fritz, 23, vii.xyuj e>- 

^ Else. 18.111.1910 nach Monchen vh.31.V.19 35 
\ , 10 XII l 9 13.Deportiert.20.X.1940. 

ein verktlrztes aein * BiQch 

-n tv l R77 vh.am l6.VIli.xyuf iuj-* 
c Abraham, 11.x v. xo. . *«• 

■ v,o -r ■ l VIII. 1879 deren Kinder. 
!Tl ^il 08^; Mlli 30.XI.1815 Mle ausgewandert 
Erw m l.VIIl.08 un , tiefhru4er nach Norristown. 

na ch USA a, 8 XI1.1937 ^ ^ ^^ 

Bloch ^sef,von e m 1 h d^e Mur , ach , gegentt ,er de. 

wohnte im Haus N ^ 69 ^ " ra nzosischen Stils.Sazu gehorten 
Schulhaus;ein schoner Bat fra ^ ; ? 

r eichlich Scheunen und ««£jj£ ^J^ der „ Kr one... 
Eine Schwester Rosa vh.mit en ^ einer 4€ 

^XjM^^sicher eine der sog. alt en . ^ 

-^^^^TFaailien in ^a*™ ^ J l88en Haaren 

■« ^i+P-r Witwer.mit Xangen wc-l^o 
Jaco . B«*V - ; r so : oner ' ratriar o h e^opf,der naofc 
und langem Voll*art,ein ^ ,„ h1egg Er wa r der fees" 

te Sohofar-Biaser.aen ich je nor 

atf.t.H.h S.dol^.war so lans "f^ rtlg werde „ 

* 1S «e, uad *-» —■"-•» 'T r * f n . Lin Zof .« 
k o„nte,>,ei Artel* Oder ^hl-, . ^ 

:-::r-"-' — i883 - ne sch ™ a ' 

*. n -i™ K>i e *r l4A8.siehe Liste S.26. 
Salomon : fiel i» K ^ie g 14/x zo g,vh.Klara Lion 

Simon, der frflh nach Konstanz-. reuzlmgen zog, 

,_ • Ha^Plsmaim im Thurgau Vorsteher der be- 
von Ettenheim,Handelsmann ^ 2 K indern. 

m eini Kreuzlingen:sem Sohn Herb 



I C H S TETTER 



Der Sohn Simon des Jlias fteumann und 
der Iutter~Hendle nahm den Namen Eichstetter an,als er ielle 
Saumann heiratete,*eren Grossmutter aus E ic hstetten kam. Die 
Simon gst.4.I..l885 und Gelle 27. V.1799-25.XI.1885 hattenKinder: 



l.Elias 

11. V. 1837 
vh.Babette 
Sch&eedorn 
To.Chaim Sch. 

u. Klara Adler 
Kinder: 

Klara 20. IV. 64 

-18. VIII. 65. 

Simon 11.V.68 



2.Sajnuel 
10. XII. 38 
vh.Sofie 
Laupheimer 

v.Laupheim 
Kinder: 

Mina 22. IX. 76 

Simon 5. VI. 79 ' 

Klara 2. XII. 81 

Julius 27.V.85 



3.Helene 

2. XII. 40 

vh. Leopold 

Simon 

Bretthauer 

v.Hohenems 

2. VI. 36 

Kinder : 



4. Salomon 

7. H.43 

vh.Hele^e g^e 

Obermeier v. 

Lauphe ira 
11. IX. 48 - 
9. VI. 88. 



Rosalie 16.11.67 Elias 17.IX.86 
Wilhelm 19. II. 71 

@ Makler,Vietreiber 

in Blumenfeld 
Gutshof Hohentwil 
4.4.40 nach ^ailingen 
in's jtld.Altersheim. 
v.Rgg.deportiert 
22.X.1940 



fimma U.X-7f I-Ehe IQara 
f^S^TR Schwab 21.V.60 

11. x. o. --^ I#Ehe 

Simon 25. IX. 76 

Theoder 30.8.77 

gst.in N.Y. 

Samuel, Sofie 
£edwig 

v.II.Ehe m. Klara Sch. 
To. des Amschel u 
Getta Kahn. 
23.5.91- 1908 
Ernst- Veit-Elias 
31.X. 1893 - 1914 
gefallen in Frankr 
Lehrer in Bruchsal 



S Cigarrenhandler,Kaufmann 
1.V.35 nach Mtthringen. 
auch deportiert. 

6. r, TTRflENHEI M .^ alteste ^ 1900 warfvloses Guggenheim, 
ochneider,gen.Mauschele G.,wohnte i* Froschebach ^f'f 
hatte eine herrliche fenorstimme, i* hohen Alter noch zitterig 
ergreifend,wenn er die *hre hatte, der Gemeinde Kol Bidre vor- 
zu singen.Von sein.r Itemilie 77 A*sser dieser gab es zwische, 
1750-1900 noch etwa 4 verschiedene Guggenheim, z.B. erne des 
aus Sttihlingen kommenden Metzger ^ggenheim.Aus einer Besuchs- 
liste der Zurzacher Jftesse wird 1797 aus Rgg genannt Leopold G. 



/J 



G- U ft r; B N H S I M 
"ILien ierea el swischen 1 W und 1B5Q •- 4 Ms 6 o.er *eh r 
,Twaran wohl tailweis rait einander verwandt.und sind mexstens 
aus'stuhlingen.und Gailingen zugewandert.Me Verwandtschaft 
S0W eit feststellhar,fand ich aus de, Standesregister in Staats- 
Irchiv Karlsruhe,das aher nur die 1.11 1810 Ms 18 54 unrfasat, 

SALOMON GEB.vor 1790 geat. ? 
' verheiratet mit Emilie Bikard,1794 bis 6, August 1819 

^rsn i Kinder . — , 



Sarah, Klara, Mayer, Daniel, 

11 1 12 11 18,9. 17,1% 

1831 ' 1832 1833 1836 

vprheir 1 Babette Rothschild 
21 Worblingen 14,9,1843 -20.11-1912 
lange Jahre Parnas der Gememde 

I 
Isak 



Isak 
26.11. 

1838 
v 



Salomon 



v.Johanna Wolf • ' 

aus Wangen 



Hartwig Louis, Wilhelm 



=fc 



Erna 

Milli 
Hedwig 



i 



\ 

im ersuen'"Weltkrie,T 
ge fallen. 



Dr. Milton 
Guggenheim 
Zuerich 
v.Susi Weil 
I 

T - 
3 Kinder 



I 
I 

I 1 

I 
I 
I 
I 
I 
I 
I 

I 

I 



Adele, Anna, Salomon Siegfried 
v. Leopold I Eisenhdlg Schrift 
— Rothschild!: Konstanz setzer 
T -, I deport 

I |_J_2: 

JacoD in Houston v. SamuelBoth- 

Betty ,*el Aviv schild in 

€ J ' Konstanz 
Clemy in N.2E. Metz^er. 

2 Sflhne. 



4f 



fi 



I E P L D 
tror 1750 fcis etwa 1805 

verh. Michla i 



Guggenheim 



1743-19*4-1827 



i 5;/ ~ '1 a mm i p Weligmann 4 .Leopold 

l.Babette 2 .Mayer Laramie i« ^ v .Hann 



T781 




1783:10,12.38 auchfcjzger v Hannah 

v.HacheKRoaa) g-?i85§ #na ^ 

Regina) 
Kur lander 



-> 

5 .Salomon-Menke 

vFr. Esther 



€v 838 HsS- Si' * 

Fr.des , lo-Lx ^ .? j. 

1864 g V 
annie Rothsch. 

v.Worblingen 
s£reg£ 3S Akten 

4. Karolina 

4 v^lias Maier Hies 
Ri es am 29.VI.l8l6 
gest.6.XI.l8l8 

ocbwarer Leopold 
Moos 



I,v Bella Goetzel 
'vor 1810 -- 
nach 1855 




ieopola - v 
MOOS 

I 

12 Kinder 
gieh e Moos 



1817- 

26.1.24 '30.8.25 4.9.25 20.12.27 
15 2.24 11*9.35 5*10=26 



II.'Ehe -*a*ette Schwa"b 
gest.1836 

X 
1 Tochter 

30,3,-9,4, 



6Markus Marx 
Salomon ?-? 
v.I. Mir jam Israel 
gest. 28,3^18 

Salomon, Israel ,Est 

20 .12 .12 30 .2 .15 
21 .3 .15 

II^Ehe Barbara Wieler 

T v Benedict u..-»'rumette 
geb.^ettelltach 

v -1819 



7 " "" Q Malka . gen.Mahr 

7.Samuel 8 .Moses 9 ' ^784-5.6.1834 

v.Bateette v,Brende]fc Ggg ^'^ 



1828 
4 






ier-^eopold 
1.11.42-1-12.43 



ier 
L2.17- 



jJrumette enedict 

3.9 -24 • 14- 12 28 



1 



Maier 
Loe"b 

2. .9 -22 

"•^S lS S !854 aU ^ftSer m lintrag im Hegister.) 



w 



m GUSSENHBI 

ma# H z s 

It. Judith Weil 

1 — 1 

Moses 9al9 if^l *.«*• 

v.8.8.38 v.1847 Judith 

m.Adelhaid Bloch Weil 
aus Steppach(-Bayern) 
To. v.Josef u.Bluma Bl. 
gefc.Levi 
Schneider 



M@§ li^PiiiHs 



r-* 



o-f gen. 25 •10 29 2o»l 
17.2.25 19.4.^ al8ka a|.u 31 
18.2.25 19-4, 28.7.28 31 



27 20.3-35 



J^dT^Le^poli, Gabriel .Samuel . 
20.2.39 20.2.41 20.5.43 16^ 



> ■ 9 

Ulna, 8oaa, Jacoh, f a»ue£ ^ronimus" 
7U.8.|2 fl "26* 30.8.18 



Baiucfc Guggenheim 
fcsBtea Wi BJadl&ta@sm 



unit teietir-iiitemifce-Bteiruiffifti 
BBlaroSh 

((,**«• lajj^'^ftisarO) *, 

Mayer & v.Sasisei #• 

I 

j*rtnsia ,Keflriet"6« 
gea*« 

17.®.40> 



feffaBa.24*8-#2^' 



iaak^aVid §• 

AtorahaaD-Itfga^uW • 



>: 



-1 



Marie , Maie rfrLe opold 
6,9.. 18. 11.42. 

tao.41 



HM i«r aitesteB Families war die &¥§ 
▼♦Ma*** (afla^^3niftifil3aKB4®5. 

^Ksrnm ^^ 33.7.1^30) 
«4ann: Nathaniel ft. gest-lf #l#li|9 

$. Esther -©2S*» l,3#X8>2-8>' 
i 

ao. 3 . 8®. !€• *• ®-» «*** * rg%%1fc ' 

7©ji Gailimgein sind &&& ligeSogln: 
flaaette 0. , Tochter 4er Saruefi tti 

U.^-etteVTorvtUl fI28.it Rel.Lehre: 
t steher Hirsch- Sara "alle. | 



Ik 



dessen Sohn Salomon gb.1790 gst. ? , vh.mit Emilie Bikard 
1794-6. VIII. 1839- Deren 5 Kinder : 



Sarah 
11. XI. 31 



Klara 
12. XI. 32 



Isak 
26. XI. 38 



Maier Daniel 

18. IX. 33 17.1.36 

vh.mit 

Ba"bette Rothschild 
aua Worblingen To. Moses Baruch R. 

U. IX. 4 3-20. XI. 1912 

Lange Vorsteher der G ^ in £ e aus>Nr . 4 . 
deren Kinder 



Isak 
zog nach 



Zuerich 
Sohn 
Dr. Milton G. 

rait 3 



Salomon, . 

h a ndelsmann 
4. VII. 66 - 
16.11.1933 

vh.l2.V.l897 

Johanna Wolf 

aus Wangen,15.VI.7o 

ausgew. 26.VII,3o 

und rait l.Tochter 
Erna,in Mannheim verh. 
und rait 1 Tochter deportiert 
2. To Milli nach Zuerich 
3.Hedwig 16. VIII. 05 
ging 3. II. 37 nach Kflln, 
verh. ausgew. nach USA. 
Salomon lange Vorsteher. 



Hartwig, Louis ,Wilhelm 

1914 
gefallen 
in Frkr. 



vh.Susi Weil 

Kindern. , 

Isak 

wohnte Nr. 14. vh.mit sorie V 



Isak start kurz vor 1900 

deren Kinder 

i.Adele, 17. 11.1869 in Rgg 

dep. 22.X. 1940, start in- Gurs. 

vh.mit Leopold Rothschild 

Sohn von Karl Bateette R. 

18. 11.1864 vh. 26. IV. 1892 

Kinder Jacob 1893 in Houstgn 
Betti 26.VIII.O^ Ad 
dep.22.X.40.vom 
lager Gurs nach USA 
Klothilde 1094 ausg. 

nach Tel Aviv 

Jsidor 1897 
Martha 1901 

2. Anna vh.mit Metzger Samuel 

Rothschild Sohn v.Raus N.19 
in Konstanz. ? Stthne. 

3 Salomon G.Eisenwarenhandlung 
in Konstanz Huetlinstr. 
vh. eine To. 

4. Siegfried 26. VII.l879,ledig 

Ig^5*£!48! r in Kstz - 


















■ 






■EX 



i^^r 



IBC73 



^H SB 



I 







7. MET 



* n. Z g E R urn 1900 der alteste Mann in Rgg,von Beruf »etz- 
^T^ailin'en £.«*-- war,etwa 190* star, 9 3 ,«£«. 
! "I ,L Isak Metzger,*ei dem er wohnte, H a us Nr.9,1- untern 






eer der von Gailingen kam,Witwer war.ewa x,u* .«- „ u~ 

T v M,t, fi er Hei dem er wohnte, H a us Hr.9,i* ™t. 
Sein Sohn Isak Metzger,oei 

M Jte-nif und Handelsmann,vh.mit Mathilde 
^^V^XJSlTt-. ..gen etwa 1910,»o «. 
"lie iern nach USA ausgewandert.lsak star, in N.Y 9* 

Jahre alt, siehe '*"*|£^ Weil>Haus Nr . 46 . 

E ine Tochter war vh m » - » ^ _ ^ zwei Wit . 

8 . MJMLJk - 19 °°^ *auptlehrers Leopold Moos in Rgg.Senn 
wen der zwex Sonne des a P> Moos mit 4 KinderI1 

18.JH.1891 war der l*^^ ^ untern stock gewohnlr. 

na ch Konstanz g eB0 6 en^r e 9 ^ Moos , vil . m it 

Seine Eltern wohnten xm o*eren 5>in Rgg . 

Samuel Moos.Metzgermexster 24 '^^ ^ ^ ) 

Mathilde, Miriam 24 JI 1524 - - 8tar . 89 Jahre alt in 

Ba *ette Moos.geH.Levinger au ^^ ^ 

Rgg ,vh.mit W— lm.Wol f Moo g 20. ^ ^^^ 

S azzen*acker im * a ^fifc 3 ^* sciie nacn uSA,da gest. Hannah 
deren Kinder '^^^ Bur »* ^ Esther naoh 

auch etwa i860 nach USa .vh^xttg 2 . Viil .i860 - 

Hannahs Tod die zwexte Frau, .^ l884 . u nd als ietzte 

5TlI.1905 vh.Jules ^^^^.^B.IV.WSB vh. mit 
is P A T Z,Wil*elmina.l7.XI.lo^ ^ 6.X.1940, 

, „, ^ er Si^irxen, Japan n 

ein zumer.erst ^Kelcannt- ^ „ lt einan- 

M. von ^;^r 1900 arei W^*," , 

_ v.i-iahu Picax»i 



^ 



9- 



11 



IS 



iKe Families 



MOOS 



kam letzlich aus 



tllZ nach ,ta..'«^Sli- in Ho„enzolle m «U.K «^e- 
^ .. finaet slch i» Urban den Grafen von Hohenzollern vw 

•v, ^o-r Kanzlei zu entwurten 16 Gulden, ais ijxuuu 
g en Hechmgen m der Kanzle dann "Item Maier Jud 

^ ^v.i-rmp-eld der Juden von »ecningen • 
:: "dud sein SoUne geben ■»» einander auf Waibnaont an . 

5 h irT g Id 14 Gulden." In diesen, Urb» sind 17 Lilian *UXL*. 
TZ7Z Auerbaoh, Selign.au G«d »...) 10 in Hechingen von danan 
darunter "^ • ^ ln Halgerlo eh.Sie muss- 

6 eigeM c at a .r^. 3 ScniJund Sc„u«-Geld 3 a nacn Ve™o g e„ . 
ST* C^den^en. 4usserde» »usa t e «, 3 eden Totan 1 Gulden 

V i, J-hren i Gulden als»Kirohenplats» entniohtet wardan. 
T i L d r Sollenn Me » — berio^Wenu dan In. nioh 

I »oll an sioh um ain Judensehute u»bsehen,wo er die 

^«I-;.t. -. 1346 verXa^e dia Hennaed* dan 
^ „ n H ebingl ain Bans fan 50 «- {teller far die —obul 
Juden in n s N , Vf , 1Plls Graf von Zollern den Juden einen, 

K Z^^^11T^Z Zf-S,^ * - Hee ht den Meden- 

M axin>ilian,1493-1519,einan recht losen Juden 

r;:r„ r:n:^ ~ - «—.■.-—. - 

einem hoheren Tribut an den Grafen. 

Diese gttnstigen terhttltnisse andei?ten sich leider sehr schnell. 

1592 wurde dieser Pakt durch einen " Pronbrief "des Grafen Eitel 

i'riedrich II. von Zollern aufgehoben.fir lautet wOrtlich : 

"Wir setzen und verbieten,dass keiner uns rer Untertanen von Kei 

nem Juden, weder inner-noch ausser-halb des Landes nichts entleihen, 

kauff Oder verkauff ,noch auf Borg oder parlar ^elt und in summa 

rait keinera Juden nichts zu tun habe bei Verlierung seiner Hab und 
_ __ ^ „-; ~«^ o-i n -i^Hp-r an verhalten. " 



Gtlter.Davon wisse ein jeder zu verhalten.' 



■ 









<♦ 



■ 
Ml 






■I 



/ 

, „ Juden in Hohenzollern jeder Lebensunterhalt entzo- 
Da.lt war dwn Juder, n ^^ bro tloas<,Ea blien ihnen 

nicMs andera «•*«•£ * ^ elne neue Blei be » sncben. 

S chaft « ""--'•■-f^ a „ el Jall „ennte-nnd .1. Ihnen auch die 
Sie wanderten wo, 1 an di. z _ wurttemberg and 

oB genannten Ma e r; n e^an =b ^ ^^ ^ ^ 

den bayraschen £^'« aen , er2 „ eife lndan plntsllch alne 
Bode.lsee.Da er»«* ^ • ^ ^^ Vorarlberg.Diese 

Grafen von Vorarlbarg n Flac htllngan «ohn- 

ansl edeln laasen *n d g* en^ a* t a „„,,„ Wllen 

r° ht ;» Sotota ri f ™ Or^n Karl Dniadnian von Honana.a vo» . 

,Z Iden Sonne i.s/Jfflarich.i.e.Baruch.nSalich 
Jahre 1656 die beiden »o> ™ M issen)) und Gersohoro 

Maler ((Typisch nach dem Grosavater geheassen)) 
Tea .olafden .a-ilien-»B.e„ anade^.lieD f nBdnt e e » : a h 

oaer ou« , r feier Moos war von 1753 

*orsteher der Gemedmde ,und em anderer *ai 

■u- -ynnn Vr»-nc?tpher in Hohenems. 

ich g escnrie*en,ein E X e mP lar-allerdings in ^^^ zu _ 
..essen^erg-Bibliothek in Konstanz gegebeu,also Interessent 

ganglich. HoosUer IV.Maier) 

tfnn der funft-nachsten feneration ist Maier 

!o RU -is lunger Bursche nach ffindegg ausgewandert und 

srssr— «. i 9 o6 --^^jr^rr 1 ' 

Maxililian (Maier)MoosGerter und Kaufmann 18 54 - 1934. 
Dr. Samuel, Semi ^oos 1883- - 



tf 



MOOS. 



Stammbaum der Familie 

1 Mosse 15 34 von Bayingen nach Hechingen ,sein Sohn 



2. 

3- 

4. 
5. 
6. 
7. 

8. 



Maier I. 



1500-1560 
1530-1590 

Barich-Baruch in und von - 1560-1610 

Maier II 1599-1660 und Gerschom Moos 1595-1650 in Hoheneras. 

31^ 1615/20-1718 Gumper,Chajum,19aier 

*T~. — *77r 7, ^ntaei ' 1615-88 1660 1665 

M fS?g-Hl4 U * ^-1720 



Moses?Kauscheles u. Jaiob-Jaekeles Maier,Bavid,Wolf 
l679-.t749 



1675-1749 



1716 1744 



Simon 
1630-90 



'Michael, Albrecht-Gumper,Maier IV.Kauscheles. 

16 92-77, 1695-1T70 1690-1777 ,sein Sohn A braham Beichebach 

Henoch ' Davidjjanette Maier V. Michael Menz _ 

Heinrich 1738-84 50-161752-1834 

Schlesinger Steiner 
1725-1803 



ftsLndegg v.Mannah 3oetzel u>Harma h Schwab 



10. 



7 



±tuj wiiijcuii sieder ftirt. 

1866 ?787-62 179 °-5° 1796-1855 l8o0 -60 1805-72 

£aupt- g Kinder 
lehrer 



7 



1790-50 
11 Kdr 



11. 



f8r ,^uel,H^ f ,»o r2 3,wu r ^,Es«e r ,PJiUpP, G »J« r ea, 

J2f 1875 nf $ fiftckef $ Kaufmann 

v.'Mathilde Rosenthal Karolina, Jacob, Emanuel, Herrmann. 



gf 



k 



44 nach 

gf Cincinatti 



Cleveland 



12. 



Maximilian 
5.M5V-°19.XI.19 34 

v.Sarah Bloch 



Salomom-Salli 

1.V.1855- 1935 
v.Amalia £evinger 22.1165-11^3.1948 



I 



13. 



Betty, Samuel, Rosa, Simon, Karl. 

1882 Semi 23.8. Leo 18.3- 

/ 25.8.83 M 19-8.84 87. 

Dr. Moore 29.8.64 

v.Erna Gottschalk v.^rna Moos 
23.9.1896 



'Siegfried.Hedwig.Erna 
5.4:i866 2,9,88 26.6.91 
-12. VII. 53 3-8.69 



14. 



15. 



Walter 1924 
tin MargotgBeif 1927 



Randolph JoeJftrftf 

,laine , ,heath Eva M ^ ^— " ^.^^.^^ne-Hxlary 1 
Amanda- Joanna-, Susan, Carol! I 2.1.62 



2.11.63 



Terry Peat a 



15.3.60 



u 




* 



e 



„ rd 10 l.Oende Kinder gross ge.ogen.10 aadere starben 

11. Hoard. 10 le»en alte «„ SOhne.Hers 

und Julius «="»££"£ *«>"•* ■ *•»" - HBnnChen ' 
U der ««- ^ M "^f-. D . . der Jm gsie Sonn Jacob war 
Augusta, Stefame.Leonie, 

.ainhandler ""X^^ e mer tiefen Seaside 

^rriSa-r^II'. s t arb » 1900, same Prau viel spater. 
la. iiliilii- -- '*£ £ r^oa's^iasan vertrie- 

" , jj 17 q5_ 1875. Deren 5 Hinder . 

an.nlias le.te von "j*" 795 . ^.j.isoe.vn.mlt 

l.Mnthilde-Mirjarc-Mehrle »-"' 1B ** l6 . XI .i 852 in R*gg. 

SMiel Moos, Metgermeister In Hggy*m 1B . vorn anden. 

aurch Kabbiner Schott. Ehevertrag i» Original 

Elnder ., .J* ■ ^— X^er-wo euage.ilde, ■ 
2 . Sa»uel,l 6.11*8 " v ^ c 5 hule ,„ Bromiach te i Lorraea. 

rrarrr/anrend der «e = - J*^ 

Jirrilnge in *— nio. J— ^jST 
P^ionieru^g dann in ££«££„•.„ semelnde . S ebe n 
3y nagogenra t ^d jr *! ^ ^ ^^ ^ de „ 

d er Pension, stutae * ^ g> ? ^ 

&emischtwaren-Laden,den seme 

Lap.pheim ftlhrte. Sie hatten 3 Sflhne: 




A 



Die Familie 



SOSEflTHAL 

Samuel in Sttthlingen 
etwa 1750-1810 



Elias-Eilinge-Eli, Backer in Rdgg. 

17 11 1795-1875 fr. Rachel, Bollak-Bollanegger 

1(,x i - von Endingen 

i _ * 



i. Mathilda i-Samuel 

Mehrle-Mirjam Lehrer 

23.11.1824 1 ?sl; 27 

14.1.1906 - 1893. 

v.Samuel ^oos Karoline 

metzger in Rdgg. 

s.Stammb.Moos 

fI Karl , tL ouis ^Salomon 
Clara Schwarzkopf 

I 

i — , 



5 * annie 

14.10.29 
-1903, 
v.Max Weil 
i 
i . 



*.Klara 
6.10.32 



-1876 



4. Karoline 
4, W. 



v.Baumann 



i 



Semi , Erna, Ida , Else 
gefallen 
1915 alle 3 im K.Z. 
umgekommen 
Else Wollenberg 
mit 1 To. K.Z. 
Louis 

v.Jenny Rapp 
Theresienstadt,^^- 

I ' 

Sohn v.Sazi getdtet. 

a Salomon inLager Gurs 
1942 gest. 



Matholde , ttenrie tte 
22.11 76 -16.10.1873 

9.3.32 15.6.1923 
v.Isak 

Metzger 

18.6.64 
18.6.1957 

y 4.11.92,14.8.94 22.2. 

4. Josef v.Ottenheimer 

So.Bavid Ludwig 

Friedrich 



I Semi v.Ries 
1. S.Milton 

V^acob v.Kate 
1 To £elene 
Fraijtkel 

2 si. 

3. Carl v.Rena 
^uhn 



Friedrich ^3.12.86 
verschollen ^ 

/TTSe 



Cohen 

I 



Fritz l . 
.die 



Margret, Helen 



%a.rtifiA% DanieT 



Karoline 

Sehwarz \&m 
Ln K-fl] ringen 

—J r-5-B^ssen EnkelimFr.Rabb.Litttoann 

'Rosa 1 a."-" in zuerich 

Weil , . 

z.Rose in Haigerloch 

I 



r^ — ■ 

*'anny Mini 

levi Hilb _ 

I ^: ,Rose in H* To. Julie u. Jacob Levi in DenveK 



Siegfried 

v.lina Herz 
12.12.1899 

I 



Richard, MaMnn 
1928 1931 

Gardner Arabren 

1 i 



Martha 
[2.11.96 

1942 

-^eon WertheimeV 
Colmar 



^ Edwin. 
22.2.98 
15.2.53 

Breue r 
1912 

I 



Ricki.Robbi 

1952 
illinge 



■^llen Stefan 
1955 1057 



Gilbert Martha T Rtatilde 

12T11.26 " 27.10.47 

1942 un a ^onald-Harry 

alle 3 V.Nazis 19.8.52. 

gettttet. 



§w 



e - 



kf 



€ - 



a Karl Kaufmann,Liegenschaften.vh.mit Clara Schwarzkopf aus 
a *H S^ rg ,deren einziger Sohn Semi Rosenthal^iegsfrei- 
williger 1915 in Frankreich gefallen ist,und drex lochter 
ErnaTa'uId Else,die mit Mann Wollenberg und einer tochter 

, Li^^rarrannTn^onstanz.Da.enkleiderstoffe in «.» 
Rosgartenstras S e,verh.mit ^ennv Rapp aus Oross U ms tadt,dxe 
Tneresienstadt tlberlebte ,und spater dann in N.Y. starb. 
Beren einziger Sohn von den Kazis getotet wurde. 
c.Salomon,Metzger von Seruf,lebte spater in Konstanz, wurde 
nach Gurs deportiert, start da l|42. 
3 Faxmie.14.1.1829 - 1903 vn.mit Max Weil.wohnte Nr.43,oberer 
Stock, deren 5 Sonne nach USA auswanderten : Semx vn.mit 
Ries,Familie aus Rgg.,mft einem Sohn Milton in N.Y.,Carl 
vh Rena Kuhn mit 3 Tochter Rita und Francette in Chicago, 
Jacob vh. Kate ? mit Tochter ffelene Frankel in N.Y ,dann 
Josef, der erst in Konstanz eine Kaufmann^iche Lehre durch 
machte.dann zu seinen Brudern nach N.Y.ging vh.und i Sohn 
David hatte.schliesslich Friedrich.der in Texas umkanu 
4. KLara,6.X.l832 - 1876 vh.mit Baumann in Grurabach.bad.Unter- 
land'mit 2 Tochtern Mathilde, Ziehtochter von Mathilde Moos 
und Henriette von Fannie We il. 16. X. 1873-15. VI. 19 2 3 in Rgff. 
ledig.wahrend Mathilde 22.XI.l870 -9.Jtafcl93fc vn.mit Isak 
Metzger 18. VI. 1864-18. VI. 1957, s.oben,mit 93 bei seinen Kin- 
dern in N.Y. starb. Deren Kinder : Clara 4. XI. 92 in Rgg.vh. 
mit Ludwig Ottenheimer *3.XHII.l886 f Crawattengeschaft in 
Konstanz, Obermarkt, nach USA ausgewandert mit 2 fcindern und 
4 Enkelkinder,leben in der Bronx. N.Y;danri, ^Siegfried 14. VII] 
1894 in Rgg.,vh. in Toledo mit //Sflhne* «Md~ Enkeln,dann 
Hartha 2,fc.l896 vh. mit Leon Wertheimer in Colmar mit, 
tochter Gilbert,alle drei von Nazis, 20. VII. 1942 ™^acbU 
schliesslich Ed;in,2.|l.l896 in Hgg.gst.14.II.1953 in ^ ^ 

vh.Olga Bruer mit 2 Kindern. 
5 .Karolina,vh.Schwarzmann in Mtihringen.de re n T.chter Rosa We .1 
gasthaus zur Rose in Raigerloch bis 1935,deren Enkelkxnder 
Julia und Jacob Levi in Denver. 



'4 



13. 



€ - 



I 

I 
I 



^ 2JL _^ JLiJ ^,u m 1900 waren 5 verschiedene Allien da : 
I'siiaB.der alteste'der damaligen Rothschild, genannt Eilinge 

* a „* Hflus Nr ll.auf 2 Srtlcken gehend.Daten ?,vh.mit 
Kuve,wohnend haus iMr,xx,dux c 

fannie .eb.?,Daten <?,beide starben in Rgg.kurz nach l 9 00.Ihre 

Faimie, ° ' . +e Hn11 _ w r 15 gekauft von den firben des 

a Stthne: Salomon, wohnte Haus flr.15 ,ge*au± 

' Simon Loeb Bloch,vh.am 10.V.1884 in Schaffhausen mxt Belxna 
guggenheim aus Baden, Schweiz, Salomon starb in Rgg.oelxna 
ausgewandert 7.HI.1939 in die Schweiz.Deren Kinder: 
aa L Max 10.VIH.1886 in Rgg.pract. Arzt in Mannheim, vh.mxt 
Olga" *aus Luzern, 12.V.1901,ieren Kinder: Bat*, 24. IV. 19 29 
in Mannheim, Fritz ebenda 5.VI.1930 ,und Lisa 13.VIIX.1932 
Alle am 11. Xi. 19 33 nach Italien ausgewandert. 
^.Moritz,Handelsmann.28.VII.l887 in Rgg.vh.mit Recha Rothee 
schild,15.VII.!892 v.Rggg,*ochter des Onkels lernhard R.vh. 
am 17 il.l909.-eren 5 S.hne : Salomon 7.IX.1920 in Rgg,aus*e- 
wandert am 7.VI.1938 nach USA.Bernfcard 7.II.1922 in Rgg 
Jos ef l7.HI.1924;Karl 26.IX.1925 in Rgg;Alfred 30.XII, 
1930 in S ingen.geisteskrank,1939 in der Anstalt fierten 
i^gebracht.alle andern am 22.X.1940 deportiert. 
cc Julius 10.VI.1890 in Rgg,war in Blumenfeld xm Gutshof 
von da 28.11.1839 nach Berlin in bin Jttd.ftetmrlegt. 
*. Berthold.wohnte Haus Nr.44 vh.mit einer^chweizerm 

hatten 5 oder 6 Kinder.zogen fruh nach Zuerichcc.1905 . 
c Bernhard,wohnte Haus Nr.45,vh.Daten ? mit 2 Tochter 
Thekla 29. VII. 1890 in Rgg, ausgewandert und vh.nach 
der Schweiz, jetzt Shekla Heufeld im Mendelheim Zurich 
und Recha siehe a.bb. 
4. Max,Kleiderhandlung, 18.1.1862 in ^^ ^l* 89 * 
in Rgg.mit Sidonie Weil aus Gailingen, 19.IX.1»75, . 
deren Tochter Berta, 12.IV.l897 in Rgg.alle drei am 
25. III. 1939 nach der Schweiz ausgewandert. War v orher 
einige Jahre Vorsteher der Semeinde. 
Ja cob-KarVs,l822-22.IV.l884,Witwe Babette ,geb.Bernheim aus 

Thiengen wohnte im Rothschild-Haus,Nr.§3, seit Jahre n der 
Familie gehorend,wohl von ihr erbaut,mit grossem Garten. 



2. 



f 



, v 1RP8 - 13.VIHSft902.Deren Kinder 4 TOcMer 2 Sonne, 
B abe t te,l.V.l828 - 13. r » Handelsmaim ,„ oto end im Schott- 

^eopold '-•"- 18 ; ^ 26 . IV . 1892 in Rgg .„it Adele Gn g - 
hau3 „r.6 erst er too, ^ Hsg _ aeren 

ge „hei».aiehe anter ». il K , othl i 4 . 1894 ,ln B.Y.,Isidor 

1893 in Hons.cn Texas l.*-^* £ 4 ^ '„ Mi AVav>} / . 
189 7. g st., Martha ^ f ^ ' eportiert.Adele in Gars .est. 
Leopold nnd Mel a» "^Jf^ gebracht , aort g est»rhen. 
leopol d ans de ; la g - m^ ^ ^^ ^ „„ 

*.Herrmann,der jUnger i Diersburg, 

Die Eltern *" *^ f^^^ Mch B^eflnehtet 

" rixS, sfni aln nach USA aua g e»andert,dort g est„rh. 

am 4.IX.19 39,sma inEgg,Pferde- 

h T^2T72 ZlZZ t t^ in H g g.ges*o rt en:S,hne 

a.Abraham.ledig frtth g Sohn; und d.Moritz.der 

, na ch Konstanz ging, Liegens ch Montevideo 

genh eim von Basel di »i *^ Mml ^ Margot 

auswanderten.Moritz da 1967 gestoroe , 

• cwwn leben in Buones Aires, Brasilien. 

.. „„r..™-=. « » r,r,;;r.;.T,;;r."- 

wi llige r 1914 *.i Ypern gefallen Elter ^ 
5 . Ja co* H., g en.der Voge '^^^ ^^t. Vh. mit 
Vogel.oder auch der ^^"f ^^ de3 Mausche Boruch 
Pauline Hot.scMld von ^^^,3,., in Konstanz, 
sie batten 3 Sonne, a. Samuel, etzg 

Bndanstr vh.mit Anna Guggenheim v.Rgg-.siehe 
Bodansxr.vn.iu M 

drei Stthnen,twan,Ludwig 



it 



p O T H S C K I L D 

Die Fajnilien 5— ^ x ~ r 

I. die unserer Veiwandtscl aft : 



JACOB 

i 



cc. 1730-1800 



' ABEAH A M. 1770-1857 

u Pir Rles -14. XII. 1818 (s.StaTnmb.Rxes) 
T "'-"'Vie . Eannele nxes j-t- • -< 

^ •« w+«tp -?7 VI.l826,Kinderlos. 
II.Ehe Rosa Guggenheim tVtwe. -2f.vi.^ 




Samuel, 
1794-9. IV. 36 

Fannie R. 

To. Closes Saruch R 
Mausche Boruch 
v.Worblingen 
ge*10.H.3& 

I 

I _^__ 



Wolf Salomon 
Victor Sabbiner 



KOSCHKL 



Karl 
0f Mullheim 1795- W* 
v *Minette 

Mina 



Leib 



Jacob Leopold 
6.XII.3J 12. HI - 
16.X. 
1835. 



Maier 
Metzger 

-14.1.49. 
getr.31.I-43 

Adelhaid Bloch 
To. Samuel , Esther. 
geb.Guggenh. 

I 



Abraham, °amuel, Jacob 
16 . 4 .44. 8.11.45 ^ 




Jacob -MM 

I828r22.4.84 

gabetteBernheun 

v.Thiengen. 
1.5.28-3.8.1902 

r— J— — 



Leopold 
L@ibele 

9.9.39- 

Johanna ? 
v.MuUheim 



Hannah 
14.4.-17.10 
1824 

9 



% 



Anna 



fc*? 3 ^ Basel Sromendingen e § u $S n 

15.1.d3- v j j j 

-3,6,1 > I yacobClemi 1 

I '^avid Freya 



Maritt 

Mirjam 

5.5.26 

- 11.89 
v. 
LolHMoch 



ft&)\ St ammb .Bloch 



■^ unsere 

inna Grossmutter 



Josef Weil 
Sailingen 

Zurich Villi, R0 si i,C£arli 

20.9.56- 

15.3-1915 
I 



£WlV 



te^tif 



r* 



Abraham Jacob 



Jacob, Susi 
Rosa v. Dr. Hilton G 
Gugge nh . s • St ammb • 
V Guggenheim 



Karl Moritz. 
Johanna 
I 



t v 

1 Sofcn 



v. Basel 

I 
i ^ 
Margot 



Ander 



Familien 



F n t V S C H I L D 
MoO-B-E S= 




I* 



1 



AtraHam - Luise Lehmann 
getr.8jl2.l846 

I , 



n 



/jaco-b * toat l? i:Ld ® a Moses 

28.7-28.7. 28.4.50 Dr.med. 

47 M ax T R. 4, r' 52 n 

Karlsr'he 
I 



/Marie 



Alfred. 



<Mina j Louis 

I Elieser 

Guggenheim 3- Jonas 
kailingen t 4.8.51 

* J- . Strassbg. 

v.Abrah. t „ 

Wolf Miimi,Nelli 
Rothsch 

I 

''Emil, ' 



stud.med.gefallen 1©14 

TO _ _ . 



77 ATD'rAi'am^ M o ses 
"^ getr.8.6.46 
|abette Guggh 



777. Jacob, gen Vogel Jacob 
^ nach s.Mutter -Feigelet Vogel) 
auch Chaibechetzerle 



! 



Elieser, gilinge Nuve 
Fr. Fannie 

i 



Samuel 

M e tzger 
Kstz 



t , Kstz 

«alomon,Berthold ^ernhard Max Anna Gggh ^hanna 
q q i _ ,_ orn^ii ISohn + x 



Moritz Karl I W ■ V«"***^J 
^leidergesch 
Kstz 



Fr.Selina 
I 

I 

/Max,wlorixz 



Zrch 

6?Kdr 

^1 



2To" 






Iwan,Ludwig,Max 



IP Moses R. 
v iehandler 
Mirjeoji Guggh 



Abraham Mahrle 

5.7.12 18IO- 

11.7.46 29.8.14 

Rosa 

GutmaOn v.Hohenems 

I 

'Jacob 7.3.4^ 
-20.7.47 



y Moses R. 

Terzle Schwarz.To d. 

gernhard u.Edel Sch. 
geb.Picard v.Randgg 
' - 22.7.1822 

^acob, JSonina,Recha f genriette. 
3.1.15-T 8 - lia7 6.12.l8 7.8.21. 
getr.15.6.51' 21.12.20 

Dannie Ggh. 

I 
I 

'Dolzine 4.5.t>J * 



u 



6 
24 



1. M oritz,Herrenconfection,Konstanz, B odansplatz,vh.mit Johanna 
TaLn'eine ^ Use. .«.?. -sch^mit « ^ 
ledig.Im Krieg 14/18 an der Franz. <ront gef alien, J.flU|W jf. 
Sate* Rothschild ? Schachter,wohnte Haus Nr 17. 
SCHWAB-. Moses, Schreinermeisterwohnte Haus Nr.71 
"^Ts^ab" Amschel.der alte,wohnte bei den Kindern seiner 
Tochter Klara,die in erster Ehe mlt Salomon Exstetter ver- 
he irate t war, im Haus Nr.22. 

15. SPAT Z ,Mxna,sxehe Moos. 

16. W..E I. L WEI1 _ Pamilien wohnten im»FrOschebach» in ein.mgrossen 
2* stdckigen fiauf'mtt hohem Steil-flach,an dessen Garten daa sich 
so tlberheblich nennende "asserlein harmlos-klein vorbeifliesst. 
Von der alteren generation weiss ich,mir bericbtet von mexnem 
Vater dass sein Schulfreund Frederico Weil fruh nach Mailand aus- 
wanderte.dort mit seinem Bruder Simon.Caesar sich nennend und 
nach Genua gehend.eine Frivatbank grundete.aus deren kleinen Ver- 
haltnxssen sie die heute grflsste Banca Commercial Italiana ent 
wickelten.Mitbeteiligt waren die V e ttern,die sich Weil-Schott 
nannten.nach der Familie ihrer Mutter"Buhle Schotf-.Von der n^ch- 
sten Generation kannte ich noch die Brtlder Simon und Wilhelm.der 
erstere gross und stark.der andere viel kleiner,immer ruhrig-be- 
weglich.Sein Sohn Dr.Josef W.wurde Arzt und war mir gut befreun- 
det. Seider habe ich nicht seinen Rat befolgt, mit ihm das Schwex- 
zer Abitur in Schaffhausen zu machen.nachdem ich es in Konstanz 
bestanden hatte.Gxund: es wurde viel mehr Chemie und Physik ver- 
langt.Wie nutzlich-rettend ware dies nach unserer Nazivertrexbung 
gewesen sein: »o<A vor meiner Approbation habe ich Josef in sexner 
Praxis in Wau wahrend seiner ? erienwochen vertreten, in sexner 
spateren Praxis in fliStfS#w,r ich als Consiliarius bei xhm Lex- 
der musste er wegen zunehmender Schwerhttrigkeit diese aufgebem.Er 
ging nach Zuerich, spezialisierte sich als "B ein Br. "und erwarb 
sich auch da wieder eine grosse Praxie. u n d schliesslxch: nach 
m ehr als 70 Jahren fund ich la meine Randegger ersten Schulkamerad- 
innen wieder,*ulie f Hecha und Pauline zu gemdtlichen Erinnerungen 
rihrer durch bev.undernswert grossgezogenen Bla^flanzen-Baumen 
zu einer behaglichen grunen Laube verwandelten Wohnung in Wittikon 



I 



O-JJ 



W 



v/ E X L werden wohl auch 

Dle S^rgen .oglicb auc, aus Orten der Bar Oder des See.reises, 
aUS e d^es n Len schon lange gab,zu g ewandert sein.Be* Namen 
w°-l «i as scCn Jabrbunderte lang;be k annt sind verschiedene 

;; 3^;:^" -eses *—.*- - ™ eise =r « 

«,»,,* vmrden naben manche sich Weil genannt.wobex diese 
exngeftlhrt vmrden,h ^^ehungen mit den frttharen ge- 

wohl in verwandtschaftlxcnen ^ezieiiuiig, 

tand en haben werden. Ursprflnglicb wird der Name von einem Ort 
standen haben badisc hen Oberland liegend. 

Wpil angenommen woraen ^ lil »- uu ft ToV ._, 

idenxalls bestand der familienname schon Mitte des ^.Jahr- 
.jedeniaxx q+QmTtlvat er der 3 nach fendegg gezogenen Brttder 

hU nderts bex dem *«J^* *« J geatorbe n cc.1750. 



I.) 



/ 



SIMON 
gest. 1835 



II.) H AYUM" . HI.)H IENLE. 

Pr. Dannie Braunscheig 



ITMoses-Mauschele B. Salomon. 

Fr.Babette gen.Buhle 

^ochterd.^abb.Schott 
Alle Kinder hannten sich 
W E t t. A S C H T T 



C.Josef-Hirsch 



1 



a.Philipp b. Simon 

sen.CIMONE 
Fr. Marie geu ' 

Pr.Emma Polachi 
Weil, To. v. 

von Arabien 
fechul-^annes 

Weil v. gailing. 



C.Albert 



d.Sofie 
verh. mit 
Quastalli 
Maiiand. 

I 



e.Leo 



Lido,Guido 



-1 



Nachtrag: In der Zurzacher lesuchs-Liste fttr den grossen Markt 
^ue^Jeirr H^rggtwoS^n^^er oder Va.er 
des oben genannten Jacob Weil. 



WEIL: I) B SALOMON gen. Schneider Salme 

verh m , Haneite.gen.^ette.To.d.Baruch u.Babette Guggenheim 
von Sailingen. _ f e S t. |3.Juni^837 



gest. I 

deren I 

J 



se n. C aesar V.Hapheel j v-y" *.»■ 

in Genua. st.Gallen 



Fr.^aria ? 
gest. 1907 ^ 
in Ztlrich 



medjZuerich 
fiaur au Lac.f 







Dr.iur. 
Fritz w * 
2rch. 



P$tiXi&nt d.jtld.&de. 

Mail and 



r — " x 

Salomon Dr. JHenriette, Julius. 
V.i'inzi Mil ^ 



Gen.Frederico 
Grttnder der 
Banc a Commer- 
ciale Italia- 
na Milano. 
geb.1854 

gest. 191 



I.B. e. 

Sarah 

v.Simon 

I 

I _ 

/— —I 

iflchter 

u.SOhne 



Tn f^-P v.Bfi ff ina Mayer 



Sarina,Marta,i^denco 
* # D r .med. v. dr.iur gen.Lico 
Ascarelli Ascarelli uiiano 



Ro: 



Rom 



1 Sohn* 



t 



1 Sohri 



i 



^oohter 
v.feter Gug- 
genheim. Zrch 



I.)B. f. 

Gustav 
v.Montefiore 

I 

I 



^ario 

Judita 

Enricheta 



5 



WEIL. 

'3. Pauline 
22. 6.. 79 
V. Dr. Josef 
Weil 

1 



iTY c: a 



r 



Margrit 
18.7.1912 
v.Joe Aquila 

ios Angeles 



4. Ida- 

g. 20.9*81 

gst. 4. 7. 1962 

^Hoffmann ' 
Sao, Paulo 

q i 



5. Julie 
21* 4-1884 



Margrit Erude 
gwillinge . 

V.Windholz v. Neumann 



I 



t 



in Israel 

r I 



DanijAri^avis* 



I.) C. e,. .Wilhelm 

28.6.1844 

gst.XI.191? 

v.Berta 

Ullmann . . 
20.6.48 
gst. IH.*927 

I 

ST Dr t Med.Josef 

4.4.78 - 24 ; V -p? 8 ilI-1955 

gat.IV.1931 s st - 21.iiLJ.y5p 

v. Pauline Weil 
/s^f.I.)0-d-3. 



f. Laura 
10.6.1849 . 
gst. ? 

v.Lasar 
OppenJaeimer 



rBeny,Goldi Ari 
g 




Margrit Aquila 



Juta. Ad ele s c 
8.12. 83^ 6.7.85 

v. of 

Julius ^ 

Lflwenstein 
diesef^ durch 
-i) Nazif ges^ 



r 



\l; 



* , a ' 

Siegfrxed. 




fr. 



I.)C. JOSEF-HIRSCH 
geb.l806.gest. 15. April 1877. 
Judith Picard v.Hohenems.gest.l.Aprxl 1880, 




h.Lena; 

g.11.6. 

1837 



.Simon;d. Julius; 
g. 15. 6. 1838 
gst.1915 



e.Wilhelm; f. Laura. 



1 



Sflhne 

Ttfchter 



I.Malchen Oppenh 
v.Gerson * g i5. 3,1848 
1 Oppemheimer gst . 191.5 



Clementine! 

2Rosa 
3 Gustav 
4Melanie 
5,Berta 
6.^osef 
7. Judith 

alle in N.Y. 



«2 



Ida 



f.llil in 1*28.12 g 2i W 65 
Sao ?aolo l8 ^5 v . Gustav 

gat. lppi halle. 
v.Sigmund m.N.Y. N Y . 
Strauss. v . Stella * # 
Baer P 



'erdinand 

wiayer 

I __ 



Julius 

g. 2o. 3.1902 

vATbert 



1. Dr. phil. Morris 

-JJ'ritz,g.l907 
Mitbegrttnder u* 



Horace, riermce . 
g.20.3.13^ v!SSri- 5.3.1911 lector d. 
vAlbert in ette Herrman Instatut Belle- 
Hoffmann S.Paulo I ^'Mnstein faire Clevelc 

Sao Paulo 



Seraldine 

! ) C.d, Julius,g.ll.6.l8 g 41,gst.9.11.l883 i927 
* J v.Mina Baumann,g.2».5.i°^ 

i . . — r 

-, - 4. T^n 5 Julie* 

Simon 2Secha 3 Pauline % Ida ^^ 

2 3.75- 15.6.76 22.6. -y 24#7# i 9 62. 
VII.1940 v. Robert gtein "^^ ^.^ 
gen. Sigismondo z __ 



v. Carol 
Lorch 

rDhomy.^enny • 
v. Tj 

1 Peter ^^T^ 

Sarry, v.?N.Y. 
I 



v.Adalgisa 
Mozzali 



Milano 




Hermann E. 
v,^ermice Weil 

i • 

/ 1 

Gilbert. Sarol 
27.6.42 2.9.47. 



Paul,Simone 
3. ^annah v.? 
4.^erta. 



a«arlo;B-«- 1913 



^Silio Lovati 



4. Sandra 
gottoressa 

Phil. g. 1923 
v.Dr.iSiminio 
Mara©goni 



H 



WEIL 



J,aco"b*gcst.l750 



I.) Simon 



II. ) HAYUM 



Fannie . Braunschweig 

1 



III. ) HIENLE 

i 

vier Stthne 



9 Iviauschele 

gen.Der Shasan Weil 



Philippine, Luise 

v.-br iun- v.Gritz 
schweig 

1 
1. Juta 
2.Berta 
3. Luise 
4.Klara 



1. Philippine 

2Jeanette 
3. Hermann 

Metzger u. 
gastwirt 
zur Krone 
4. Jacob. 



1. Max 

v, Fannie 
Rosenthal 

i 

i 



v. 



2. Berthold 

Lolzine 
Harburgere 7 



a. Semi 
"b, Jacob 
Jaques 
c I Karl 

d. Friedrich 
e. Josef . 



a.Lina 

b . Sara 

c . Laura 
d.fieinriov 

e . fto sa 



3. Samuel 
v. Malie 
Oberna'uer 

i 



.Heinrich 
.Carolina 

c. Bert a 

d. Herrmann 

e. Luise 

f .Karl 

g. Josef 



A. 1 'orTUirvn 

gen.Hennevogel 
v.Karline 
Metzger 



a. Louise 

,b.Hainrich 
und 1 

v.HazjAfEatet 

Rosg^alle.p^ 

ir -bi t T «rnr»PTi die einsigen dieses ^amens, 
Biese drei Family E * ^ 6 ^ eren L Lten a. 22. October 
die nacb 1750 in Randegg ldbten.und deren u 
iqao nach Ours in Sttdfrankreich abtransportiert wurden. 
N B Tr U^rna^e-Hennevogel" blieb den, H.,weil er als Kleiner 
^e Tai a,s des Harare H^ersteXl " * *onte f «r sei 
Mamme hot a.Henn' ganefe welle." 



ft 

Zu Seite XVIII. Zeile 4. :Hazu konnte ict erfahren: Die Weil sii 
wohl au fa von Stuehlingen gekommen.wo unter der Herrschft der 
Puerstenberg eine groessere Gemeinde lebte,wie auch an andern Or- 
ten Familien '-Veil nacl.weisbar waren. ' ach Randegg kamen drei 
x-rueder: 1.) Moses, genant der Mausche Weil vom-Jroeschebacfa V 
die gamilien ein grosses 2 * stoeckiges Kaus hatten.Er helratete 
Babette gerufen "Buhle »,die Toohter von Rabbiner Schott, deren 
Kinder sich»WEIL-SCHOTT» nannten: a.Philipp,b. Simon gerufen Cimone , 
c Albert, d.Sophie,e. Leo 2. ) Salomon, genannt '•Salme Weil", seine 

Frau Jette und ihre Kinder: a. Simon genannt Caesar,der nach Genua 
ging b.Julchen,die nach St. "alien einen Wyler heiratete und deren 
Son Dr.Salomon .Vyler arzt in Zuerich ist. c.Josef , d. Marie, e. Sara. 
f Gustav der sine Montefiore heiratete, und g. Priedrich,in andegg < 
Prieder und in Mailand Predfrrico gerufen. Geb ore n 1854, leim Grossva 
ter Lehrer in der Schule, Schulkamerad und Jugendfreund von Papa, 
auch wie die andern Weil's nach Mailand ausgewandert, gruendete r 
die "Banca Coimaerciale di Milano -. 3. Josef-Hirsch Weil, 

der mit seinen Soehnen in Randegg,im Froeschebach blieb. Deren 
, iner, Simon, traf bei einer Hochzeit seinen Mailander Vetter Ehi- 
lipp der, ein etwas geldbewusster Parvenue, zu ihm meinte: "Wir 
koennten und auch "SIE" sagen»,und die bedeutende und belachte 
Antwort erbielt : Nu,^ kannscht wegemir "Sie"zu m'r sage.aber xxcb 
sa-'trotzdem »DU" zu Mr. » Seine Nichten warenmeine Schul- 

kameradinnen in ftand egg: Julie, Pauline und flecha,die ich nach wohl 
75 "Jahren die Freude hatte ,wieder in Zuerich zu treffen. 

Um 1900 lebten noch in Randegg von all den vielen Weil noch : 
1. Simon (I. C.c), 15. VI. 1838 vh.Malchen,Amalia,Oppenheim,15.HI.l848 
'im Haus.Nr.40 im Froschebach;lBeide starben 1915 kurz nacheinand. 
Deren 4 Kinder sind fruh teils nach Sao Paolo, teils nach N.Y. 

ausgewandert. 
?.Wilhelm,sein Bruder, ( I.C.e. ) , im gleichen Hau8,«.«I.l844 f Jjandels 
mann.starb auch wahrend des ersten Weltkrieges;vh. Berta Ulmann 
20.VI.l848-III.1927;deren 4 Kinder s.Stammbaum. 



I 

v. 41 Metzeerei und Gastwirtschaft zur Krone, "achkoramen ■ 
3. Herrmann '' ell '^ Z f^geo.gest. 2l.XI.1936 in Altersheim in 

Sailingen vh. ? .Kinder ? .Fuhrte die Krone bis zur Hitlerzeit. 
Die andern Familien sind die 4 Kinder des Hienle Weil.Daten ? , 

4 Max Weil.genannt s'Mtale.klein und dick, start anfangs der 1890 
seine Witwe, Fannie geb. Rosenthal, siehe da.wohnte im Haus Nr.43 
ia oberen Stock,mit ihren 5 Sohnen,die alle nach U S A ausge- 
wandert sind,und ihrer Ziehtochter,Nichte,Henriette Baumann^ 

5 Berthold Weil,Pferdehandler,Haus N*.61.,vh. am 7.11.187* mit 
Dolcina Harburger von Gailingen, 27.VII.l857;deren 5 Kinder xm 
Haus Hr.61 geboren sind.Dolcine lebte da bis sie 7.VI.1938 nach 
Sailingen in's Altersheim ging,wo sie start. Der einzige Sohn. 
fieinrich ging frtth nach dem Kanton Thurgau, lebte in Frauenfeld _ 
als Vieh und Liegenschaftshandler.liegt aug dem Friedhof in 
Bernrain-Kreuzlingen tegraben.Kinderlos.Die alteste Tochter 
Lina,12.IX.l877 in Rgg, ,vh.Gradwohl kam in's Elternhaus zurttck 
wahrend der Hitlerzeit, und 1st dann nach Frankreic* am 28. III. 
1938 ausgewandert,mit ihren Kindern l 9 01,Gretel,1902,Betty 1909 
und von dort wohl deportiert.Von der andern Tochter Laura.dxe 
auch mit einem Gradwohl verheiratet war kam ein Kind Selma 

3 XII. 1908 auch nach Rgg ins Elternhaus gefluchtet, ist am 19.. 
XII. 19 35 nach Frankreich gegangen.und wohl deportiert. on den 
andern Tochtern fehlen die Saten. 
6 Samuel Weil, der Schmule Weil,Pferdehandler,wohnte Haus Nr.68, 
'untern im Borf.hat urn 1900 noch gelebt.vh.mit Amalie 0-ernauer 
aus Laupheim,l846 bis 1934 in Rgg. .Deren Kinder : Luise 19. VIII. 
1885 deportiert 22.X.1940; Karolina und Berta keine Daten; und 
4 Sonne :fieinrich,gb.etwa l878,auch wie der Vater Pferde handler, 
ist fruh von Rgg.weg.Her nachste Sohn: Herrmann, 11. VI. i860 in Bgg. 
auch Pferdehandler,vh.am 28.V.190© in Mttllheim mit Ida Maier von 
Emmendingen, 36.1.1881, ;diese wohnten im Elternhaus i*.68.,hatten 
2 Sohne,Zwillinge Herbert und Saly, 2.V<BII.1910,beide Kaufmann, 
in Freiburg i/Br.,kamen nach Rgg.heim,und sind alle *ier am 

aii-sicsa^u ^wff^s^w 25 - IX * 1935 






17 



^ "L MM. — ie.die .on den >i= uBge^racM ™rde, al e 
TnLr^Luise *onn,e sion naeB BSA »«».*. -« ««*» ' 
R„ 3 a vh.Halle and Judith vh.«la F er keide in K.Y. 
» tVl E H die einaigate dieaer Fa»ilie u. 1900»ar noeh die 
'^Slr,^,... i. —ahaus »onn t e Hans »r 39. 
^ .rteitete als Ba,enfnau,»ar klein.sehr »ehend,und kei 

Ln Kind nn an g .aide.,. Bia «.. ~ -B ana St *lin g en 
nach R gg . g efl«ch t e t „i, Banadia, »i.ler,den in dan Zunaaeher- 
raae-L»charnsta von 1797 als Binohea «*lar aus Ba„de gg g e- 
!a"t wind. Auaaer dan o.l g an RriedeniXe „anan desaan Kinden . 
L and Adolf wialan.dla fnOh naoh Kona.ana ao g en,dont ein 
±uus una «. erOfneten.Deren Kinder 

Kurzwaren-Posamenten-Geschaft en gros. eroin . iqo6 

siehe unter Konstanz. Priederike star, in Randegg etwa 1906. 

A^end seien hier genannt die letzten Drei Seligionslehrer.die 
IWinde in der Hitlerzeit unterrichtend gedient haben : 

: ii : : i -1886 *. ,««*. ^,^ ^ ^ 

well Annai, iHiKstina Eng- 

aus Pflugstadt in fiessen,l.X..1000,von n 66 

,,_, am of. X.1933 ausgewandert, Danach 

land am 2b.A.J.yjJ b KBnigsliaeh.aua- 

Dautoe, Siegfried eligionslehrer, g*.5.VI.1914 in 

gewandert nach~Palestina 1.VII.1935. Dann 

sewtl , -u no vtt IQCH in Esslingen.vh.mit 

v,pi« wo ihre Tochter Ruth am 3-V.1933 ge*oren wurde.und die 
h eim,wo ihre Tocht Palest ina auswanderten. 

zusammen von Rgg.am 22..IH-iy3y n d „ e -w ore n 

Bloch Else,ar,eitete als Kinderfraulein in Rgg, ,*a auc* , geHoren 
l8.III.1910,wes 3 en Tochter ??,ging am 7.V.1938 nach USA. 



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Die ^.TUUER. in den jtldiscben Winden des Hegau. 

I in Rande^ , *er erst, und wonl aucb a, listen bert^t gewordene 
X " "j^^SfflonJ^Sohn des Sonne ider-Maueebe Moos gebo re n xn 
Randegg.15.Juli 1831 gestorben xn Heidelberg 15.Julx 1«95. 
r CM in der JM.Sotale bei Hauptlehrer Leopold Moos; 
Tr waiter lernte.war nicbt sicber feststellbar.wabrschexn- 
! licb a* Gynmasiu* Konstanz.die einzige nabere ,b«bere cbul», 

1 /* a b dl Abitur.studierte er Medizin in Prag,Wien,yexdelberg 

,,^ n 1856. 1659 als Bozent zugelassen an der Un versx ast 
"eidelberg,l866 Professor extraordxnarxus,l875 Professor 
otolLie als erster ili&Itunl in Deutsebland. Grunddr der 
! t n Onr nkllnik. 1868 Grader des-Arcbiv flir Obrenbeilkunde 
* 2< } e ^SnTo h n des Elias,Maier Ries und der Mir^ Moos, 
" Te^eT^ Randegg l6.Januar l862,mlt 3 Jahren na b USA 

Scbule in N.Y.und Baltimore. I'echnische Hochschule "Maryland 
Instituted pbysical scienoes an John H p* "^ 
Mitarbeiter von Edison. Erf inder vielerPatente fttr dxe N.Y 
-ntergrund-Hocbbabn.^estorben in N.Y. 20.Aprxl 1928 
, ) Dr Med. Herz Picard.Sobn des ftabbiners Eliahu Pxcard 
3,) ge b in RaTdTgl^cscbule Randegg. Gy.nasiuxa Kabrsebexnlxeb 
Konstanz.Studierte in *eidelberg,da doctoriert,praetxzxerte 
in einem Orte der Pfalz.laten unbekannt. 
4 ) Pr.M^ses^p^cbild.Sobn des Abraba, und Luise Lebnann, 
} in =^STuuli l8 5 2.Volksscbule *«*•«£ 
Gymnasium Konstanz. Studierte in W*rzburg,da *° c * orie ^ 
.raktiscber Arzt in Randegg, spater Konstanz, da gestorben 
STl933 o^r Anfangs 1934.Nur ein Cbristlicber College 

5 «f wl^n des Wilnelm und B er ta U—eboren 

* in'=^ai ^^^^XZ^- 
Schaffhausen, studierte und doctorxerte in ,* 

zi erte in Lengnau.Biningen und zuletzt xn Zuerxob.da 

gestorben 21.Dezember 1955. 
..X L Moos , in Australien Sa.ua! Moore ».a,Sohn des 

"ilaxMlUai. ^d Sarah Blooh, e eOore„ Randege J5.Aug.83. 
Tolk 




Volkschule Randegg und Konstanz, Gymnasium Konstan 1902 
Abiturium.stuliert -edizin in Freiburg,Munchen,Ierlm. 
Aprobiert und doctoriert 1908. Spezialisiert als Frauenarzt 
in Zuerich und £reslau. Praxis in Konstanz 1914-1933, m 
Haifa, Pale stina, 1933-1948, in New York 1948- 1949, in 
Melbourne 1950 -1 9 65. Golden Dr.Diplom 195 8. Austral isches 
Staatsexamen 1958. Im Ruhestand I960 in Melbourne. 
7 ) Dr Max Rothschild^Sohn des ^alonon und Sekina R.geboren in 
flandegg.Gymnasium Konstanz, ..tudmert -edizin Heidelberg, 
prakt.Arzt in Mannheim, liber Italian nach USA. 
8 ) Heinrich Moos.Sohn des Gfltsch und Babette tehmann,geboren 

Randegg 1842. Volkschule Randegg, Habere Schule Strassburg, 
Ecole des Beaux arts in Paris, Xylograpf, Lithograph. Litho- 
graphische Anstalt in Randegg u.Karlsruhe. gest. da 1917.. 
9.) Guggenheim Hadwig ?,Sohn von Maier Guggenheim, wurde elect 

Ingenieur. 
II aus Worblingen stammend. Emanuel Rothschild, Sohn des Moses 

Dflaruch (Moische ^orig^lf^fl^lJftglM^f fSnSt^TO 
2 U,en Rothschild . Geb, Konstanz, Gymnasium Konstanz. Studiert 
ius in i'reiburg,tteidelberg,Hechtsanwalt in Konstanz. starb 
,in Tulsa, Ohio, USA. 88 jahrig 1966. 
3#) Frank Eduard , Gymnasium Konstanz, studiert ? ,RechtanwaltKst, 
4 ) mil Rothschild Sohn des l» R.und Matilda R.aus Randegg, 
Gymn.Konstz. Studiert ius in Munchen.ttechtsamwal daselbst, 

Berraben in Konstanz.. 
5 .) Ferdinand Rothschild, Abitur Konstanz. Studierte Pharmaco- 
logie.eigene Apotheke in Strassburg. 

ttt mis Waneen am Untersee. 

1 )^an Wolf.geb.in ..angen, Gymnasium Konstanz, studxerte 

Munchen, Freiburg. Aprobation 1909 .Prakt.Arzt in Wangen. 

2 )Dr Willi Picard.Sohn des Isak P. Geb.in Wangen. Gymnasium 

Konstz. Studiert Medizin, , r eiburg,M ti nchen,Gottingen 
gacharzt fur Innere Krankheiten in Mannheim, dann in UoA 
Beverley Hill, "alifornia, starb da etwa I960. 
3.) Ernst Woj f.geb.Wangen.Gymn.Konstz.wurde Zahnarzt.prak- 

tizierte in Ulm, spater London. 



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W \7 ISS^sea.Geb.aallln.eavAbltur , Studlert » 

pr a k tlscrta «1 ; ^'^; 1I1 ^nineen.^.Konstanz, 

3.) Motitz^loch^geb.m Galling paolo . 

71 vrvr«vfcelier,Nazi maltratiert, sxaiu 
^ , ,i Rothschild Sobn des Lud.ig R., E eb.Gallln 6 en, 
4 . ) Dr.«U ^^Ut.doot.ri.rt ..Mnchen.Heldelberg. 

5 ) Jung sen. geb.Gailingen,Gymn.Studium, , 

start in Konstans 1967. u .^.Sailing-, 

,., P.r.Paaled «*»«^ ... £ - u ^^ri n „„ 

?T t LlteHer Saalt.tsKolonnc, start la ■»«*-.. 
Stabsarzt.leiter «er Sohn . Geb .o C rtle,Gy»n.Kstz. 

3 . )Dr.Hicaard e.uggenhem.desssn **» 

Studlum Haidelberg.Mflnchan. Kinderarzt 

dann In USA . IT . 5>G e 1) .s hulo,8j!m.Konstan !1 , 

4j D ;;:r ^ "olalt in .* ns ta„„spat.n Saa Paolo. . 

6 - ,D i rKoast.,tudia m9 ert i a. I nte r n i st in *rl n 

, PraCt Tt Ll' In Z 'abrt in K.vcrrtg nacb Orenburg 
8 - > I:;!! 1 : S all4a„,Scbule atc.uabe.aant. 



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Nachtrag zu Seite 41.Abs.V.2.) 

V. 2.) Dr.Daniel Guggenheim, gebo re n in Gailingen am /.April 186 
Schttler und Abitur Gymnasium Konstanz, studierte T.ledizin 
in Freiburg. Mitglied des Akademischen Turnvereins Marko- 
mannia-Albertina.Staats-und Dr.-Exaraen in Freiburg, 1888 
Approbation. Activ als Einjahriger gedient und als Einj . 
Arzt in Wttrzburg.von da abkommandiert auf die ^rg Ho- 
henzollem.Niederlassung in Konstanz 1. November l87.Hei-| 
ratet Recha Reis aus Mannheim am 18. August l888.Prakt. 
Arzt mit sehr grosser Praxis. 1895 Ernennung zum leiten- 
den Vorstand der Sanitatskolonne.Als solcher leitet die 
fiettungsaction beim Eisenbahnunglflck bei Hegne,lrTATlggTi< 
Erhalt Zahringer-LOwen Orden ii.Klasse.BefOrdert zum 
Assistenzarzt d. Res, und sparer zum Stabsarzt d.Res. 
Audienz beim Grossherzog auf der Mainau.Erhalt Friedricl 
Luisen Medaille,die Landwehrauszeichnung i.KLasse, die 
Rote-Kreuz-Medaille iii.SKasse.Ehrendipolm und silberne 
^edaille des des ^riegervereins 1910, Ehrendiplom des 
Ihirnvereins.Am lo'.Nov.l^ Jubilaeum als 25.Jahre Leit 
der ^anitatskolonne..Am 2.Januar 1913 zum Stadtrat ge- 
wailt.Gestorben am 31.Januar 1915. Seine Kinder : 
Dr.Richard Guggenheim, geb. 189 4 in Konstanz, da Kinderarz 
bis zur Vertreibung nach USA.Kinderarzt in Islip.N.Y. 
verheiratet mit fcene Guggenheim aus Konstanz, 19 26. deren 

Stthne Rainer und Daniel. 

die Tochter Hedwig geb. in Konstanz l896,heiratet den 
Architecten Josef Picard.Mitinhaber der Firma:Ganther u 
Picard.Ein Sohn Peter,geb.6. Jan F ar 1919 in Konstanz, 
Zahnarzt und Lecturer- Professor in Losangeles,und an 
deutschen Universitaten. Verheiratet, ein Sohn.Robi. 



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V 9 ) Dr.Ma* Picard.Sohn des Salomon P.und Eugenie P.aus Wangen, 

geb.Schule, Abitur in K.,studierte ius in Munchen.Dr.iur. und 
Referendar.fiel als erster deutscher Offizier I.August 1914 
auf tatrouille vor Mtthlhausen. 
lo.) Dr.Ernst Picard,sein Bruder, geb. Scbule, Abitur Kstz.Studium 
in Munchen.^erlin.Frauenarzt in B er lin,dann Tel Aviv.^ 
11 Prof.Dr.Hugo^Picard.der jungste Sohn.geb.etc in fc. Stud mm 

Wneben, Berlin ,doctoriert und habilitiert an Charge Berlin, 
Chirurg,Serlin,Kairo,zuletzt i.R.in Zuench. 
12 Dr Leopold Rothschild, Sohn des Sigmund R. und Lina kam von 
' Worblingen.geb.Schule.Abitur Kstz. Studium *}edizin, Prakt. 

Arzt in Essen, dann N.Y. . . 

13 Dr.Ludwig Rothschild, Sohn des Abraham-Wolf H. aus W«fe*-^ 

F eb Schule, Abitur Knstz. Wurde Zahnarzt.in Konstanz,dann n.Y. 
14. Dr.Veit.Sehwiegersohn des R. A.Blcch.geb.Offenburg.da Abitur 

wurde flervenarzt in Konst.spater S an Paolo. 
15 Dr Adolf Wieler.Sohn des Pius Wieler, geb. -chule, Abitur Konst. 
' Studium Mtlnchen^trassburg, wurde Facharzt fur "autkrankheiten 

in Strassburg.dann Stuttgart, starb in Chicago. 
Tfi Dr Herbert Picard.Sohn des Samuel und Berta P.geb etc in K. 

S^iulfn Muncben Berlin.wurdeWo^fn «erlin,dann L, m d 8 n. 

17 Dr.Edwin Picard.Sohn des .loses und Regina P,geb etcin.Kstz. 
Studium Serlin.wurde Urologe in Berlin, danu Lima, Peru. da gest 

18 Prof.Dr.Martin Picard.Sohn des Daniel und Hebekka P g eb Schul 
und Realschule Kstz. Studierte an^chn^ochschule Charlot.en- 
.u^wurd da Prof.f*r c hem . !nd.«»fe«kinstitut, floh 

nach der Sch. eiz, starb da 1945- Geb. 1879.- 

19 Dr Heinrich Bernheim aus Tiengen,G*masium, Abi fcur Kstz. 

,, , ot ftp-rater einer u ross bank."'annheim. 
"tudiert ius, jurist. ^erater einex 

. , m^v,o v. CT ph Schule G-nn. Abitur ^stz. 

oo. Wax Bernheim, Sohn von tuna B. , geb. ocnuie 

-ebt nach USA.Studiert da wird Arzt in Baltimore. 
21* Dr.Ernst -ug.enheim, Sohn von *acob und Marie G. geb Gymnes. 
Kstz.Abitur 1901,studiert fhilologie.Dr- maturg in Berlin. 
spater lei Aviv. Inst itut fur Sc J^erzieh bare. 
22. Paul Lippmanm.Sohn des Abraham und Klara L , 

Abitur Konstanz 1901. Studiert m Leipzig ius.St 

infection 1903* 



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23 .) ^nl Swig Schat z,Sohn des Samuel und Mathilda Sch. geb. 
1684 in Kstz.Realschule,Studium i'echn Hochschule Qtarlot- 
tenburg.Maebainen Ing.,Dipl Ing.Spezialisiert Mr Wr- . 
wehr Maschinen..Berlin,da^!^t^iv. 
24 . ) Morit«J?eil .Gymn.und Abitur Kstz. Studiert Chemie. 

cT^Tfabrik in Kreuzlingen.R^M^ A\) • *T 
, 5 ) Dr .Norberl_Einstein,3ohn des Hermann und Klara E.geb. 

Sc^uTeT^nT^T Dr.Phil. in Berlin, spater Seattle. USA..^ 
PS.jDr/FWix^ufigenhein.Sohn des Alfr-d G.geb.Schule Gytnn. 

Abitur Kstz. Dr.Phil. Berlin, spater USA. 
27 ) ^ r. „*tav tteinrath .geb. 6. 1.1878. Abitur, Studio ?.Kinder- 
arzt &rflnder des Kinderheims. An der Front verwundet mit 
Lungenschuss.Gest.30.XI.19l6. Geb.-eustadt /Hannover. 
28 iReg.toister H upo Burne r, geb.l. YIII.1883 - Freiburg, 
Schule, Gymn.Freiburg, Abitur, Studiert Architect m 
Mtlnchen.Serlin.Sauhaus Gropius.Dessau.Reg.Baumeister 
T.,1 Leun^werken.Dresden, spater Tel Aviv.gest. 2j.IH.69 

in Konstanz. . 

2 9 .) Recltsanwalt Leopold Spie.el^eb.G^n.Abitur^rthex,, 

Studium ius l,unchen,Praktizierte in Kstz. ®H>W* 
,0 ) Si^und Fuchs ,geb. Abitur Karlsruhe. Rechtsanwalt Kstz 
VL Stuz.Beratender Maschinen Ingenieur.woher, Studxum 1*1 

32 ' j L^^Van^Wieler.Sohn des Michael und 8oaa.geb.MooB 

g eb7s7r^l7^n. Abitur in Kstz.Sudiert ius inZuerxch. 
Rechtsanwalt in Zuerich 
33.) Robert Wieler,sein Bruder, Abitur in Kstz. Eabrxkant. 
34.) "ISTsTTieT^rTderen 'otter, Abitur ^tz^Fabrikant. 

35 ) Dr.Erich Bloch,Sohn des Moritz und 4^e^^er, 

g eb. etc. Abitur Kstz. Dr.Phil. Schriftateller. 

36 ) Josef Picard,Sohn des Julius, v abette P.Geb.Kstz. 

gealschule Kstz. wurde Architect. Kstz. 
37.) Peter Picard.Sohn des Architekten. geb. Gymnasium Kstz. 
wurde Zahnarzt in San Francisco. 







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V. 



39 .) tW mann Picard , .lessen Bruder,* 



r.wurde 



40. ) ..lt.r Picari , ebenso auch*S8ftmBTin Zuericl. 

" T^ Tn vnn Berlin kommend, prakt . Arzt, 

«• g—s^ - — ~» -■■ rr biet - 

" " ' 4- x>r-,ir.v,-io+pr Berlin. Abitur Kstz. 

43. ) u nim Dr. Her venarzt, Psychiater, genin. 

44.) Rphhiner D r. Cannes. 

iTI^ch.spatar Seattle.USA.starb .. Stookach. 
47 .,L^J»er i oh,3„h„ aes >ob,nrna B.M. .Bsalaohuls Kstz. 

wurde ffinanzrat in tie lie. 
48 ) Dr.Med.boldmann.Zahnarzt. woher etc.?? 
4Q ) Br..vet. Haier t . e Z irkstierarzt. woher etc. .. 
) H^ert^SS'.Healschule,^^^. woher etc. ^ 
A^^T^ie-nannten waren in der, Realschule aus den 
v, a ,„nk 4- ^vi 11; Schwab lj Lion 4;Moos 3? 

TZ 2| *» *<■*»•* ^PP-ann 3 i «eu>,ur S er2 i Lans 2, 

: ;: f r« \t7o-i933 — .—. .«— «• »~ 

v Gailinren una Hanaegg gingen eine Maihe von Jungan nach 
'°" " h „f.» Indie JLlarschule , oaer nac h Schaffhausen.oaer 
'"Hens an, ins U«l~ °<" Sealachule . Kbenso von «ange„. 

nach Konstanz inb ^j^ . yMi „„ hen j'amilien, 

J a ».n H iat festzustellen.dass die jtldiscnen 
sTedenfalls ist iestzu , Mo viichkeit hatten, 

, ,, Glp es gich leisten konnten,und die mogx 

=• ~ ■";:",='=.:=;:; i=;rr.;.r.r:. 

einer ricl.tigen o C hule kam. 




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i^achtrag zu Seite 44. V. „.,_.. 

51.) Dr. v errmann Wolf aus Wangen, Gymnasium und Abitur in 
Konstanz,studierte Rechtswissenschaft in Freiburg, 
wurde Richter am Oberlandesgericht in Karlsruhe. 

52 ) Dr.Naef aus Wangen, Gymnasium und Abitur in gonstanz, 

studierte Rechtswissenschaft in *reibrurg und ?ei = 
delberg und Freiburg, lie ss sich da als Rechtsanwalt 
nieder und ein angesehener Berater des Grossherzog- 
lichen Hofes in Karlsruhe. 

53 ) )tto Stossel.Dipl.Ingeneur der Technischen Hoch- 

schule Mttnc hen, Gymnasium und Abitur in K nstanz., 
Sohn des Dentisten Max St8ssel.Bodanstrasse.Ging 
mit den Eltern nach USA.Xebt in Chicago 

54 ) Nina StOssel, seine Schwester, Gymnasium und Abitur 

in Konstanz.Stdierte Zahnheilkunde in Mttnchen, 
Dr.Examen und arbeitet als Zahnarztin in Lugano. 

55 ) Dr. Rosa Bamberger -Geismar.Tochter des Kantors 

Alexander Seismar, Gymnasium und Abitur in Konstanz. 
Wurde Zahnarztin ;mach der Auswanderung in New York. 

56 ) *erta Geismar,deren aitere Schwester, studiert an 

der Kunstakademie in Mttnchen, Lehnbach-KLasse, 190? 
bis 1906. Kunst«ialerin,spez. Portraits. Auch nach 
New York ausgewandert. 



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die Jahrhundertwer.de war die Gemeinde auf 39 ?amilien 
It: etl -en an.ewae.sen; einrichten und unterha Iten zu • 

m pnPn schule war gestattet und wurde ausgefuhrt. 

— r:^! Cste^Telieehe fte g ierun g hatte schon 1781 und : 
ja , die da.alxge oe terre erlassen , durc h die den <Iuden 

wiederholend 1790 exne Schulen „ zU sehicken.Verboten . 

rr^r:;: -ernocn,die Kinder ein Handwerk lernen zu ■ 

i en ^rSehneider.Sehuster.Siaurer.Zimermann durften sxe werden; 
lassen.nurSchnexd sie - immer geha bt. Vor allem war der 

ttetzger und Backer nauen ..^vm+rbrief •' von 1805 hat 

„ rminribesitz verboten.Ein "Scnutz&nei von xuw 
*"*"" ! !„ ausfubrlioh.besouders noal.al die Zulassung 

iiS °\- ~ ^ - ™ S«>diu» der Median und Jurisberei 

zu «— ^ von au diesen M8gllcH(elten kei „ je 

sSiSrsr- rsir r r- rw^.0^^^ ^ 

«. ■ ^„ Stockach. Also war kriegszustand. 

v • m. Herbst 180b , grundlichsb geschlagen.Die I'olgen, 

— ro-r^irrrra; 1 ^:::;,., — 

Hp „ u „ hies s nun diese Landgraf schaft,an ^aden 

eeblieben "„u„ Ka^en die far die badiscbea oude,, so gunstigea 
KdUrt e der .roasbersage.die aacb auf die Sehulfrage von dauem. 
...ertvollem BlnfluM »rden und blieben. 



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S P R A CHE der J U D E N 



in RANDEGG und den 3 Judendrfrfern tier fiodensee-kJegend. 

Als Juden vW&t* Zeit des 3 ° J ahri S en Sieges sich in * iesen 
DOrfern ansiedeln durf ten, sprachen sie auch schon das Deutsch die- 
ser Gegend.Sie kamen ja schliesslich und grttssten Teils auch aus 
der nachsten Umgebung. ( Aach,Engen,Bodmann) Aber selbst wenn sie 
diese nicht gekannt hatten.mttssten sie diese bald gel-crnt und dann 
unverfalscht auch bentttzt l.aben,als einerf -natftrliche Notwendigkeit. 
Nun verlangte das religios-judische Leben unbedingt,dass jedes 
Kind moglichst frtth das Hebraisch des Gebet^chs und der Bibel 
lernen musste.um diese zu verstehen.So kam es bei ihm schon in der 
Jugend scto* zur Bindung an zwei Sprachen. Auch nich lehrte schon 
nit 5 Johren meine Grossmutter das ABC und das Aleph-Beth. 

Die leicht verstfindliche *'olge war.dass die Umgangssprache 
der Dorfler von den Juden ,vpr Allem.und zunachst, wohl unter sich, 
rait den hebraischen .Vorten.die ihnen gelaufig waren.vermischt v/ur- 
den.Bald wurden dann wohl auch diese Worte von den Dorflern im 
wirtschaftlich-gesellschaftlichen Umgang manchmal benutzt. Sicher 
wurden Worte wie Kelef der Hund.C hammer der Esel, ochabbes und 
Jontef,im Dorf ziemlich Allen gelaufige Ausdrttcke,wie es auch in 
Randegg der fall gewesen ist. und dies urn so mehr.nachdem der ge- 
meinsame Unterricht aller Kinder in der V lksschule obligatorisch 
geworden war.und je mehr junge Madchen in jttdischen Familien als 
Hausgehilfinnen.und Burschen und Manner in der landwirtscahft mit 

arbeiteten. 

Dies in den"Judendorfern" so langsam entstandene "Judisch- 
Deutsoh",weiin man es so nenaan will, und darf.ist also gar nichts 
Anderes,als der gut oberbadische Dialect der Hegauleute.vermischt 
mit einzelnen hebaaischen Worten. 

Allerdings kommt dazu,in Randegg und Gailingen.ein gewisser 
besonderer Sonfall und Rhytmus.nigen genannt.der da den Juden 
eigen war.oder langsam wurde.Leider ist er ja nicht fest zu halten, 
zu erhalten gewesen; wie er entstand.ist er auch wieder verschwunden 

Dazu sei bemerkt.dass von der in der Gegend bestehenden Vor- 
liebe 



~ cm 1 -kp 'He" reichlich Gebrauch geraacht 

„ lt r.Vi*— *>■ »■ Eisass - Da ist das reoMS_ " e 

r <n lsc" g snroeBene Alle.annlsche »it fransBsicnen Broken ver- 
rke * " ,„ moh aen palitlschen Bedingungen weetselte der 

££ r^tr,-^ Blsasser-MtseB,«a*es™ .Br „£ " 
!eutU=h an al3 Blsass-Lothrlngen sua, Beutsehen Belch geBdrte and 
deutlioh su.al frims03isohel . Terwaltung susehends waeder aV- 

7ZZ — v.rsc.wlnden.wie das OIUM^ «- »•««. 
,„ da swiaehen 1700 und 1940 au hSren war. 

J4*t~* u riP-r Zeit der kreuzzttge vertrieo^n wuxuc , 
l % ae ZZ,^n sle die ^ttersnraeBe. -^—^ 
„„„ d urften,»elaehalten tls sum heutigen tag. Aller 
-" S1 M aie ae „ ae»l oBan and .rrtsenaltlrenen Bedingungen 

::::;:: nd^agaLL^or .« - — °- .«,» ----- 

* + r, + fl her doch in Vielem wortlich und grammatikalisch 
rZlZT ^TlL ".I >edeute„de n„ t eratur e„— t.und 
-^ - - den sua debated ^-—^s^- 
chen.wenm ale immer gmgen.m Israel, den 

lleI " Ble duden naaen alss inr Beutscn .elaenalten.genau »le die 

sa.tar mal sn den Zaren verKaurten rartxe.eerger.aer sie an der 

; In elga ansiedelte.Ms van dlasen — -« a 

elne Oruppe 1912 nscn USA auswanderte.Berte son ale sa gut naan 

r.M.ls!„ sprecnen.wre wenn are urrec, van d.uttgsrt a^en. 

^ ~* war einmal . 

Doer, unser Ka nciegger Jttdisch-Deutscja 

j0 ,wie neute,nur noon wenige Randgger Juden aus der Zext urn xyoo 



m 

ieDen ,nd diese.aus der Heimat vertrxefcen, xn alie Weltteile M»M 
streut sind,na>en sie kaum noch je *eiegenhext,von ihrem-Jttdiscn- 
ueutsch" Gebrauch zu macnen. Und e>enso sxnd nur noon wenxge ait. 
wamner und Prauen.die sich daran erinnern konnen.wonx das -if 
vergessen h bend, und immer seltener ier heutigen Jugeni etwas aus 

d ener«alten guten Zeit" «^ e "; des „ Jttdisch _ De utsch"ftlr immer 

Mit uns Alten verstummt ^^& a ^S, aohe 



Aus die sen Zeiten soil hier noch festgehalten werden.welche 
GEBRASUCHE die Randegger damals austlbten, und welche 
HP^r-pflischen WORTS dabei benutzt wurden. 
..esentllche Voraussetzung ist,zu wissen.dass Randegg eine sogen. 
fronune Gemeinde.Kille.war.in der fdr das ganze Mtrgerliche Leben 
die von Je und je uberlieferten Vorschrif ten, Gemote und Verbote, 
Richtung gebend geblieben sind.IMs gait nattirlich zuerst mal fur 
die Einhaltung der Speisegestze,deren BeoHachtung und Haltung xn 

den Handen der Hausfrauen lagen. 

, 1 idw ;war die allgemein Cliche der andorn Einwohner.und auch . 
-^^so die Kopfbedeckung.Allerdings trugen die Manner stets auch 
in Haus ein "Ka PP le" oder eine Mtltze.um immer nach der Vorschrxft 
bea.ckten Kopfes zu sein.^ntsprechend der Mode trugen Manner 
an den JTeiertagen zum Go'^esdmenst einen Cylinder. Die Prauen 
trugen s.Zt.meistens eine Haube : nach dem aitesten Bild aus 
einem Tuch.dann aus Spitzen, spater mit Blumen verziert. Im Haus 
trugen sie oft ein scnmales Haubchen mit seitlichen Hangern. 
Nur Wenige.und nur streng orthodox , trugen noch einen»Scheitel«; 
von den 3 ungen Prauen immer seltener, in vielen ^« f^' 
Extern : Zu den Eltern sagten wir Mamma und ^P a ^ atei ^ t " 
"Wn nicht ttblich in der Eamilie, viellexcht spater xm Gesprac* 
ait Jj'remden. Das lVO rt "Mamme" wurde in Randegg nicht bentttzt. 
Nur in der Verbindung des Ausdrucks»e jiddische femme" fur 
eine alte dicke,und be senders tlberbesorgte J-Tau. 
H aushalt : D . die a n er meisten Winner im handel latig waren.se i 

e3 mit Vieh.Pferden.Gutern oder ffaren, sind sie wahrend der Woche 
entweder dauernd.oder sonst tagsuber,in ihrem Arbeitsgebxet, 





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.■ v «ter Gai" Orts-und Famillen-ataesend gs»esen. 

' M^t.a frtth morgens,um erst xm Lauie 

Bauafr a„ und - — *; frthen , an „ ngll0Mn *« racn, 

rr:c :rs~ —.-» ~ - «« ». 

oT4rPin'nacL den ^estimmungen, getrennt "tleiscnig 
Koscher warjrem nacL de alles.was mit 

unci mxxcnxxg ~ eko cht ist;raiiehtig ,was von 

rif de. M.lic*enG..oUau sollst nicnt kochen das c* 
lain in der Milch seiner Mutter.; Me Trennun| gait ttr Txsch 
a v v f^r- Geschirr und Sesteck.und naturlich vor an- 
und Schrank.fttr Geschirr un ehris tlichen 

ittr das Kochen.Dazu sei bemerkt, dass selbst qi 

* „-,nn. wemser gewissenhaft geachtet 
ttausgehilfirmen daraui menu weniger g 

2 u» Kochen.wie ,u» Halaen.tos war !» Hater wi 
,rosae„ Rachelofen.von der Ktlahe aua geieuert.Karne 

dan neissen Oten» g esa«. warde.i, So^er allardi» a s -»"» 
ai. Mfft »i< da» vor e e*ocate„ *as£ *u^^«^ 

.a i„ Sackofen-geseMt-werden.vom Frartae » 

SchaVbes Mittag. 



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... t+qp . m „ ann von einer der Familie.oder vom" Scheie s- 
3chi k sele»,der Haushxlfe a,gehol _^ Haz? , e -B a cl<e r ei al- 

^c^-n. - - a - -- ^ inac ^ ejzu _ einer a 

;:r;is::" .:»«— .*- «***- **.„.*« «* 

eine vers^Xic- So^e,freude ^ hatten , v . r ,e 

In ien meisten Pamilxen, die emeu . ir ^„ er und bes er im 

e Bro: r::r: k - : — ; ri;: rosse ^ n de n Lai , en . 

und in exner Zahl.dx «r ^ ^^^ selbst 

Aber ,ede Hausfrau hat xh« zwex bestre ut,die 

S " a f e "di:"li:n s^d " "aXle^genannt. ^^ Be,,, . 

:r:: ntr;sI g nen ;W e il .e r die. **. a. *.«* -end 
ein Segensspruch gesagt vmrde.) ges chlachtet, 

st^n. -«*. vo rrr s:r r - »ir 

zic en, g la«e„ So^Ve^- - f lessen. Sedas, aas 
.rf.lrf.Bi. Bl>el -Ian .1* °£f gOTach r.„erde„,durc h 

neisoh uusst. vor dem Kochen no Dlese Schla cht«rt 

—» t r^r iS r oral IZZL^S ang.sed.en warden, 

""'" m ;, a !« * vied wenigen schnell u,,,enies te r wind. 

weil entlDlutetes J?leiscn v±<=x to 

, Es cons.rviert sich auch .eaaar.aicherar.washal. ••"•^ 
Henstallung den .isern.n Kation den deldaden nun so ««*.«. 
ne isoh varwandej «>*^ ^ , ierim ^ k03Cher Oder 

1 !!Huf die g.ringsten Ver„aehsungen,di. sohon so sehn dnah 
, ZZn d„ n « .roadmen arXrsrdoang ».f»nde„ warden sin,, 
Z rL: "Banae h e„..,dde Conoid, den .inge.eid. - « 
derarUg. g.dahrdie*. I»feotdon,en K enn>>ar an .n ; an . .» 

ni ^-; og p Vnrschritten waren iei;^^u 



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d er heutigen o.ligatorischen neisc^eschau und Ben*tzung eines 

■LoskopL.ies Letztere 1st auc* notwenig zun Nac^eis der «, 
UikrosKop feiuiischer Zeit ja noch mcht 

mOgllch war, ^ ttollam<iamer verlangt, 

Und dies wurde spater auui 

fTSSl'ct n L elt ,»anuell ode, 

! T™ Preitag «,end ; (»ia as hslsst -und es «ar A.end and es 

kegim t am Freitag A , „ Sohat , ke s-Ausgang» am andern 

^rr^^LX^dia.s, AS* bonders f sAs f isKwo.si 

Abend ' . Lplichter di e-.Scha^esmenoreh» entzundet wird. 

«meitBreichsten Werktag der Woche.galt es doch Haus undj Iisch 
^ zur cht n schon den, he impend en Mann zu Liebe,und *r 2^ 
schon zu rlchte "' S 3 dem fein gede ckten Tisch stand der 

.tunden ^^^^l ^ L eine, Segenssprac* entz.nde, 

la gen dxe ?e ^^ sch machen kormte : die *eiligung- 

:ix; ; ; — £— - «* «- etwas v °; Bro * u r 

: .T^-filt. .ann ga. es ein — rs **^£^ ta 
Jleisch Oder Fisch.wer es vermochte, sogar manchmal Bexdes.Ganz 

R^en weniser aus fleisskraut; *ohnen und Er^sen, selbsir, 
weissen Ruben, weniger aus. r-nenschnitz zu Dorr- 

vor Angst an zu brennen- 



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3S -,ar flUlich.dass die Eltern.wenn sie •« Frritag-Abend- 
Gottesdienst aus der Synagoge nach fiause kamen, ? lle ih r e Kinder 
" K ebenscht» haben.dem bedeckten Kopf die Hande aufgelegt, segnend 
It denser gleich gebliebenen Wortendea einstigen Hohenpries- 
ters wie sie auch von hen christian Iteligionen genau so ttber- 
no «„ wurden.Wenn die Grosseltern noch lebten, gingen ihre Kinder 
mi t Familie zu ihnen.um gebenscht zu werden.*ar dies nicht mttglich, 
wurde es am Bamstag nach der Synagoge getan. 

In vielen Wlien war es gebrauoh,und ist es bis heute so 
geblieben.dass die gesamte *amllie am Freitag Abend nach dem Sssen 
beim Aeltesten zusammenka»mt,und ein Jeder,ob verhe irate t ode r 
ledig halt es far seine Pflicht,aiiesend zu sein,wenn Freud und 
Leid an ^reignissen in der familie,der *reunde,der Jemeinde be- . 

sprochen wird.tfie Aufwartung war immer einfach,etwas Obst und 
Kleingeback,und im fterbst immer neue Nusse und stlssen M oa t.. 
Aber auch sonst ging man zu *erwandten und Freunden d 9 a »*** 
oft»z'Stubete»,zu gemtttlicher Unterhaltung.ohne Alkohol ,1> Wm 
ter in der warme Stu.'; im Sommer.um z'samme sitze uf dem Sankle, 
das so zicmlich vor den meisten Hausern stand. 
Einen "Ansager-gab es,der die Familien-Ereignisse,von «aus zu 
Haus.bekannt geben musste,und offizielle Einladungen zu *estlxch- 
keiten.wie Hochzeit,uberbringen durfte.In "andegg war dies so vor 
1900 die Botengangerin:s'Friederikele. „ 

Zu den verschiedenen Breignissen.wie Geburten, Verlobungen, oder mi 
m eist erst zur Bochzeit~mT kann nit wiasa.ob's d^rzu kommt- 
wurden Ge schenke, mat one s,ge geben, und wenn es als»Einwurf » nur ein 
silberes £affeloffele,oder ein»Hafele»,fur den nouen Haushalt war. 
Ein alter Branch wurde stets und gern gehalten, einer Trauer- 
familie wahrend der ersten Woche-sieben 1'age schiffe sitzen,genannt 
Speia und Trank zu bringen. ^ Purim und dhanuke wusste man sich 
gegenseitig,und besonders die Kinder.zu beschenken.allerdings in 
kl inem,bescheidenen tJmfang;einen Vergleich mit heutxgem darf man 

von teegltickender Schflnheit. 




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* \ «„ Aenfel von denen ein Jeder einen Schnitz.in Honig 

dxe ersten ^^^ Segensspruch sym *olis Cll das neue Janr 
getaucht,bekam,um mt einem g P ^^ ^ 

als ein s,sses ^ /"^ ™;/^ og . M r..r-c M Lttex n d.r Ton 
„ gekio S edaule"war Schon vor g e b lasen )Z ur .ahnenden 

r « P +at~ache dass die fendegger Sauem sagten,wenn das Scho- 

tekie f»f"-" . enfe3t „., SlH£es -3ukoth» «urde von den elnzelnan 
jto da3 »Laubh««enfe3^ ^ Siklt e«aufgeschlagen-, 

*" T " 'us m'r « aus B r e tt er-»anden susa^en «.Mt.t. 

Baa SaWendach wnrda mil g ohrlst lichen Dachkarn 

"..o^-^^-^^rr^. -de «* 1-nden 
-" S erne *^ eh0lfen - »ll™ Papier.von den Kindern in letzter 
Slumen.und Guirlanden aus buntem Papier, von „ ilke rnen 

H ocna e f e rtlgt ,.i t da. scn«na t e„ 0»s t and », gold^nn -nnen 

«v ~^ dP-r Sikkes-Woche doch alle fflaizemwi 
30 ^ rde ; W "I! d i "e SLtten^rden eingeladen,^ wenigstens 
nona en. F a m xlxen,d 1 e kei n , ^ Gottesdi enst wurde 

einmal in emer Sikke gegessen faimzweig.und 

. in #eststrausa ge.racht, .satehend aus Lulaf.ainem *axm 
Tr±M *throg- dem Granatapfel.und Hadassah -Weidenzweigen. 
^sng-^tnrog a« jv-auen mit Crauben zusammen als erne 

( Esrig wurde von emzelnen Frauen bit. 

•Hesondere ^onfuture eingeaacht) . Siacnat h-Th rah--iniches- 

i>aa Ende des LauV tlttenfestes wurde als Si»ch.th mo 

JoT . ihnra in der Synagoge gefeiert.Denn an 
*aure,als Freude an der ^ora^n d y * ^^ gelesen 

dieses Tage wurde das letzte Kapitel der ? 




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und das erste Kapitel m it»Bereschis»-am Anfang-wieder ^gonnen 
Dazu wurden alle Thorarollen-ausgehoTen- und mit einem Salelujah 
Ciesans der Semeinde heruagetragen. 

Se.ohnlieh fan, dsnn a. A.end der-SiaoBaslhore-Bsil" 1. Seal to 
^o„a»statt,eina V ert>1 ndung des religiosen .it de+esellschaftli- 
itt» ta ,ehen Be.en.nit Mteik, Vortragen.Gessng und Tan, 
tor nooB eine sweite solohe SelegenBeit war der Buri„.all.A„ de» 
"-Lv wurde das Bach Ea.he.-dia legilleB -die Puri^-Bolle , 
.4 4. Hie Sefer auf Sergament einst gesehrie.en wurde.gelesen, 
/orgl CI fur JroBe/Erinnerang a f ie Tat Es t Bers,als - toas.eroe 
K nig L Su a".ar.to diese. Tag dor«en die Kinder-Meagre geaen" 
sion .unt verkleide„,ond tt Borf Bem.sieBen.AueB die lessen ind 
,a„oB»al "asenkere gegang.nj.le Leute nehr eder .eniger gutartig . 

■7U hSnseln und hoch zu nehmen» 

to Tr n ga. ea .. 3 oB»als-Sel.aekenes«<von Kinselnen.SoB~Hs-Ge.aeBe 

^Lannt.weil SoB»u t s auoB SeBnals 1st) nnd . H a»an t asc h en",ein 

Mur.fgeSok .» »Binge«ach«»ge«alt. ttnd . andern Er.nnemngs- 

7 1 nv. -v.* Chanike- ga. es Hutselweeken ,ain FrttoBte-Honigirot. 

^ S ; Znt ^rllede^en an die Taten der Maka.aer Bicker 

^.ndet.ven eine.,<eden Tag eines .eBr.Bis die *-" »- 

d er aoB t ar».ge Beuchter.ln voile. Glens eretrahlte.B es gesoBaB 

in der Synagoge.wie in jede. Haas van jedem Mann und Kna.en. 

to CBanukaB durlten die Kinder apielen : "OriseB^ da»u wur . 

em grosser itaufen"GriseB"auf den tlsoh gelegt.oeder 3 P" le ^ e 

r c^ Dl nn aem es wie ein Krexsel gedreht 

durchfcohrt von einem Stiel.an dem es wi , 

lv urde. t rendeln 1st dreBen.kreisem.Bie JlaoBen des *re„ er!e m 

- — ™x"iiro :/: zxx 

B p iriit„ e s:i:r;nausBei t .«»«««« ■*— *-- * 



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as Osterfest-Pesach Oder Fsisach.Sald nach Purim begann gewohn- 
l"h der Oster-Prnhjahrs-Putz.das grosss *eine-pesachtig -machen 
von der B*hne-Schtltte bis zu* Keller,die ganze Wohnung. Alles.was 
nilt osterlich.also oh—tig. ist.wurde entxernt,nat*rlich auch 
a l G eLpel,das sich so gesa^elt hatts.Mr K*cheund *xsch gab 
£ sssondsrss Seschirr,das w^rend des Jahres in listen verschlos- 
sen auf der Schfltte verwahrt worden ist.und an Ereph-Pesach.de. 
Voriag heruntergeholt wurd^ss von cho.ettige* Seschir* tlhemo.- 
Vortag.herunt . „ gekasche rfwerden,(kascher-koscher-rexn) 

men werden sollte,muss^t; b cxva ^ +^„v ^ P 

durch Ausgl*hern,oder auskochen pesachtig zu werden.Seste cks.dxs 
nicht aus einem Stfick gefertigt.nicht auskochsar.warsn.wurdsn 3 
X ge x en Boden gesteckt. Ber Hausherr hatte die ?Zlxcht en 
i ♦ + p. Rest des "chomez zu batteln-.zusammen zu kehren.s.Zt. ge- . 
wo 2 1 1 ne^lederwisch" oder federwisch.eine, Hlhnerfl*- 

; el g schehend.Bies wurde ^ a, Ereph ^esach frOh von d^en Kxn- 
fern auf einem Wggels von den einzelnen Familxen, samt Gerttapel 
a gl It.u, i* "Chomezxeuerle" verbrannt zu werden.Mes geschah . 
TuLrn Ende des "Brunnengartens.- an der Bietingerstrasse.u* 
22 Z Zl -Von da an durfte «r die ganze Pesachwoche kexn 
: r ",cho m ez-gesauert, gegessen werden, sender nur Mazzes Mazzo h 
ungeUuerte Brote.Am Abend wurde dann-Seder" gehalten. Seder xst 
ungesaueru Haeadah -Hagoode oder auch nur 

9idur8-0rdnung,Anordnung ,die dxe H ag adah ag erzah ien 

Goode g enannt,vorschreibt,und die den Auszug aus Egypten erzahien 
lasst Baftir ar der »!«* besonders xeierlich-sch«n gedeckt und 
" Lckt^r aen-Balabos-Baal ha.aith -, de. Be -^-den Haus- 
herm ein bequemer Vessel mit Kissen hergerxchtet.um tlth .wis ss 
Z di en Abend gelten soll, m esubin,an £ ehahnt. zu sitzen.Vor xh* 
" ^ederschussel^it den besondern Mazzes--Kiddischmaz.es- 
ZTlZer sie der Sefcensspruch gebetet wird,und den vernchisdsnen 
.■Genochers" Gr«nes Bitterkraut.iserrettich.a, egorisch zur Erinne- 
rU ng an die bittere Sklavenzeit unter den Pharaonen.und exn kle 
n r S Schusselchen .it-Charauses- -SAsswerk (Rosinen Aep e , onxg) 
als Zeichen der sussen Erlosung zur Frexhemt.In der Mitts des 
Sisches stand der schdnsts |eoher oder Glas.gefttllt mit Wsin.ein 
Symbol, der Erwartung des Weschiach,Messias. 






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Fflr den jttngsten 3 hn war das "Ma nischtane" fragen: was bedeutet 
dieser Abend fflr uns? - eine stets aufregende Ehrensache.Die Ant- 
wort gibt die Hagadah ausftlhrlich,die»Erzahlung»,mit Srklarungen, 
Psalmen,und Gebeten.ausgeschmflckt. So herrseht am Sederabend eine 
frohe Stimmung.die angeregt durch die vier obligaten fcos-fiecher- 
Glaser ,Vein,iH*ax der guten"Sude" (seudah-die ttalzeit ),das"ffiesu - 
men benschen^das gemeinsame Sischgebet sagen.und schliesslich das 
Singen der Hagadah-Lieder.auch von "Smires"und" Schir MamalB*e « 
das sind verschiedene Psalmen,oft bis in die spate Nacht,dauerte. 
(Yiddische L ie dlachs oder deutsch-$ttdische Lieier waren daraals 
in Randegg nicht bekannt. ) 

An den 2wischen-Tagen,cholemud-chol haaoei-zwischen den Festtagen- 
war das Interessanteste fflr die Kinder, natttrlich das "Charauses" 
aufessen zu dtlrfen, und dann Mazzes an die Freunde zu bringen. 
Am letzten Tag £esach,*urfte dann,nachdem»Afdoleh Mauze Jontef" 
das ist ein Gebet mit Hinweis eu unterscheiden zwischen £eier- 
und Werk-Tag,geaacht war, und das gesamte Pesach-Geschikrr wieder 
versorgt wurde, wieder tirot gegessen werden. 

Von Pesach an hatte man zu"oaern" zu zahlen -auch wieder mit einem 
Segenssprueh verbunden-sieben Wochen, Abend fflr Abend, bis zu 
S chwues £ Schawuoth -das Wochenfest, einem der ehemaligen drei 
Wallfahrtsfeste als Erntedankfeste.Ein Gebrauch war, fflr Schwu'es 
"Kauletsch"genannt,sflsse Challe in Zopf-Forra,mit Rosinen-so man 
hatte-zu backen.fttr die eigene Familie,und zu"matones"geschenke 
an Bekannte,Verwandte,und vor allem an Arme. 
Nicht vergessen sei ein Irauch: Mizwes versteigerni 
Am Freitag Abend, und an Ereph Jontef, dem Feiertag-Voraben* wurden 
nach dem Sottesdienst-nach der "Schul"- im Chederstflble.dem Schul 
zimmer neben der Sabbinerwohnung.die "Mizwes"versteigert. 
Mizwe -mizwah-gebot-Wohltat -Aufruf zur Thoravorle sung. Die se Auf- 
rufe wurden ver^teigert.-^ie *reise waren von einigen Ffennigen oft 
bis zu vielen Mark.Doch nur selten hat ein.r fflr sich gesteigert, 
in der Regel,um tfemanden, Verwandten^'reunden.Gasten damit eine 
"Mizwe mechabed"zu sein (von kavod-Ehre ) , im eine ehrende Aufmerk- 
samkeit zu erweiden. 



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D er ErlOs g in g in die A^enkasae-Cnevraa Sedakah-Oevre |-.*. 
Me ietrJ .urden nicht aufgesehrie.en.da Schrei.en.als exne Ar- 
I , 1 Sa.bes ver.oWn war.sondem in einem bonders dafdr 

^e"cn t " L», in de B ZaMen ans.esta^t .are»,u» g ele g t. 
M^Mi »e-war ein tessingtafelohen.anf de» *~ ief ™J; ' 

hakaudeseh zu offMn , al e Sefer There "au M uh.W, und spater.naeh 
wieinenjdem Vorlesen,»ieder zuruek-einsul.el.en. 
Br «£ rufene lies, g e„ 6 hnlieh ..isehekeraeh aaehen.e.nen Segen 
" ten tt ».-» en geee.net wissen .elite,, it der g.l».. . 
u aes sen Bhre su ..sehnedem-Ssehenata* ,der zu geken versprieht) 
L ende zu ge.en,- gar Mane^al erheHiele «etrage~ ie an 
die versehiedenen Wehltatigkeits-Instititienen g ingen : selehe 
^ren^ete -Ohevrah- Win «r An.e.lehranatalten.Waiseni.auser, 
Altersheim Gailingen u.andere. 

£ ss eine ftlihe von Ve^chtnissen als Stiffen .estanden, 
1st an anderer Stelle aufgezeichnet.. 

ar eine Function der BaHHiner.die nach den religiflsen 
Trauung war eine run 

^Terfolgt.rechtsgaitig war.Erst nach Einfohrung der S*ande S - 
E rister durfie eine fta^inatstrauung erst erfolgen nach vorherx- 
Register oum. cvmsen-Brautigam wurde voa Vater 

er standesamtlicher $rauung. Der Chosen arauxxgaa 

unter die Chuppe-Chuppah-den Trauhi^el gefuhrt und ^falle. 
2 Laut ih. von deren Vater zugeftlhrt.Mit deavo* BaWxnar vor- 
g sagten *rauungsworten steckte der Chosen den Ehenng an die 

Notwendigkeit. -^anacn enois ^i-t aohalen- 

Sesensspruch <rter Wein.in eine* Chuppe-Secher von meist Schalen 
Xund "war .imal.wonach der Chosen.und ein ander.al.wonach 
erst die Kalle zu trinKen hatte. Zun Anschluss verlas der fettiner 
di e-K.tuveh" ,den E he vertrag nach ^osaische, -"f^^ 
Die vollzogene Trauung musste in's Standesregxster eingetragen 
werden,unterschrie¥n von Ralrtiner und zwei Trauzaugen. 



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Beilage zu Seite 57.Trauung 

Aus diesem Trauschein zeigt sich.dass jede Ehe- 
schliessung bei der Gemeinde, resp.de* httheren 
*eh«rde,wohl Bezirksamt angesucht werden musste 



Ofe aber eine 




erscheint mir I 



Civiltrauung danach notwendig war, 
fragLich,und ist wohl erst spater 




geaetzlich geworden. 






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, „„.>, schon frtlhzeitig.nach den Edikten, Ehever- 
trSge vor dem noxar,nd^i 
eakeati.a.ungen ^"^^d mei3t ein Hochaeits-Sssen in der 

Sa oB der ^ZIZZ,^ ie naoB den verBaltniaaen. 
?r one .»«.»* Must* ^^ ^ ^ d ^ gesteiiMn 

I ^'ft^r Diseretion.und .« 1* freige.igen Hgnden w.rKend, 
MaLer rfph.ll.b» »«* verhalx. "as Biees ,-eine *nter die 
"nige wolle'/un. Beiraten war :«unter die CBnppe geBen." 
^^^ . Bria -ilea - BeaeBneidung. Jeder Kna.e wnrde ■ 

* „»^i, ,einer G e iurt aeschnitten.Auf eine» Kissen mit 
sieBten Tag naoB "^ ' ^^^.fendek » auf daa 

f ,,e.!rlie«rung auagefdBrt.<SeBnitt,Oeffnen der InnenBaut Blu*- 

SiW CI Der Ml ■■» daaa mit eine. SegenssprueB ... 

stillurws,ver.an» ; „_ tonen BaJ.en.Bit de« von alien Anwesen- 

Kind dem lhm vo. *">«* j^f *°™ " der ^ Beranwaehse anr ThoraB 

, OT1 ^it ffest»rochenen Wunscn,aas3 acx m** 

" " selBs«erantwortli=Ben Juden.aur CBuppaB, sioB sel.st wieder 
I r F » 1 grnnden Konne.and *u einem g,ten,Wonltatigea Character 

l^en ernielt der KnaBe dan »«» des -terlicBen Oder an, 
dea matterliohen Groaavatera.oder Bei deren aooh Le.an, ,den ihres 
Va or! n iea auoB ,wenn soBon lange eia Fa.ilian-Na-.en Beatand, 
SeseBoeidung eine nur BygieniaoBe Porderung daa <*»»*■ 

oB eine rein religioa, aaerale >Wlung war.o.er *_ 0. > t^e «• •• 

„„ ir .alien nieBt .. vial J--™^ r ^.^-1. 

ga* es Circumcision schon langst in iigypxen vox 

auq dem Land der Pharaonen. 

Tr .H MadeBen Boston, in Handegg der BraoeB.vier WooBen aaon der 
GeBurt am S o g a..ath,eine»Haulegrasoh" Z a halten. Bieaer -« 
CZ rranlieBen Blaasa geBommen ,aus : Bant ia graoBe-- OOB 
die Wiege Die Kinder dee "rts warden eingeladen;der Vater net . 
Boon dif ileg-.die Kinder BoBen dreimal die <«ege -it dem n.u». 

und schriean :» xx soil sie hegmsen." Die Kinder wurden dann lce- 

schenkt. 






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^ htp Frau wieder zum erstenmal in die 3y 
Vor der Haulegrasch w r e a u w ^ ^ ^^ 

nagoge gegangen,um a-gesegn Jahren , sicher 

Ein wohl a.ergiau^ger war x ^ * erdur * e l- . 

too, ^oog eine Prau nach der ^iuiu 
l883,dass " zumer gehalten „u r de,sei dies u» et„aige 

'"''Tf "di. Luft fern su halten, sei es gegen die 

'" "TS^^ si-" SS£ die *leine* Kinder ei.en.it 
^f ,r°ialis-ml.eschenl t t,Schadai genannt.also einer 
schn.zen sallenden TalisDn « tetall ,Bl<,ch,Sil..r Oder 

rLTfin^Banf » \ n Hals getragen. ** dea-SeBada,. stand 

; V«»e sen in BeBraiseh ■•sehin»,der AnfM^ucnsta.e des , 

der Buohstake scn.in ne Cottea ,des Seschatsenden. 

'^^^HrZlZ Ton^st nnversigndlienea *>erglauKe„, 

■ n 2 TnL Fall .eiannt «.rde,a„d *ei fcfragen gar nlcht 
der air in nnr eineii, iaii „,„, e schnittenen Hand-und Kuss- 

VaKannt „ar>staad dann, das d e adge ohn ^ ^ 

1 Kagii gesa—elt vmrden.um in einem SaeKonen 

Sarg gelegt su -rden «arn, W£ elngeri entev,nnd swar 

S*=* -'^f ende. wlsser! Jed, Praa.und jede Braat vor ihrer 
st ets .it ft esse a. a r Blutolg , n aeB noon 

H ° ChS " I ^ten TagXin die Mi*»eh gehen.ein Bad neh»e„,ehe 

scnang lestgestellt.dass die 1. .ana tie a ^ ^^ 

fr ucnt.are Tage genau die Tage .£.£^£ ^ ^ t0 _ 

legung sehon vor so senr vielen danrnanderten geaaent. 

Bar Mizv,ah-Sar*iz»eh -ein Sohn des Gesetses-.ird ein dunge a. 



Si 

des an diesem Senates fftlligen Thorah-AHschnittes,und liest auch 
die entwprechende" Aftarah-lftoreh, den Propheten-AT.schnitt.Mit 
diesem "Wrief en' 7 wird der Junge im religiosen Sinne volloahrig, 
sel.st verantwortlich.und gilt Teim offiziellen Gpttesdienst als 
zahlendea Mitglied der ae*etsversammlung,als Minjan-Minjin-Mann, 
da zu einer solchen zehn Erwachsene,ein Minjan,verlangt wxrd. 
Je nach Usus.Mhigkeiten und Senntnissen hielt der Ba»izwah,»ei*I 
nach dl iMzu Ehren gege.enen Sestessens der Eltern,eine" D rasche. 
Draschah,einen Vortrag tlber ein thema aus dem Talmud. Freunde und 
VerTandt warden d*zu einge laden, und Alle beschenkten den Wzwa! 
zu diesem,seinen,Ehrentag,oft recht grossztlgig. 

r> A^em- fii»i i f>h das3 am Jahrtag seiner B a rmizwah,die 
Sinner 1 sJcrS^«"ue=t«:»S n »inaestfns U» Aftoreh sa sagen. _ 

Tod Wenn Malaoh Bamaveth-Malaeh troves -der Totenengel einen 
aS'd si le.en a.gerufen hat.und die Chevrah Kadischah-Chevreh 
JI isoheh- Manner der heiligen Bruderseha« den *od fee * ,ste!lt 
hatten -daa «ar natflrlieh vor der Einfuhrung der otticiellen 
Tot nlnau - wurde die leiche.das Mesa, vom Bett "aBgehoBen" und 
a a Boden gelegt. »r Erauen tat ai« S die Chevrah aasehi. 

der Erauenverein. Die Chevrah-Beute Besorgten die«Tara«, Beinl- 
gung.des Toten.msd man "meter seln-nannte.und legten dem Toten 
se^n »Sargenes-..TotenBleid an.nnd danaeh in den "aren" Sarg. 
I war in der frozen Ge.einde Bandegg BBlieh.dass die Eheleu e 
.mid nach der Verheiratung aich ihre lotenkleider .esorgten, tells 
ZZl alle mi. voraereitet an sein, tells well ««,*»»* £« 
aueh Erauen manehmal.a. tersohnungstag 1m Sargenes den <****'- 
Inst hielten. Bar Sarg war «, alia Toten unBedingt gan, . gle oh, 
aad Bestand aus 6 ungehoBelten Brettem.mit sine, seh.arsen Tuch 
WeoBt.AussonmBoBung des Serges and Blamen.wom.t isttrBh n Zeiten 
anoh die duden grossen Luxus gatrlehen hatten.aar daroh die .eisen 
BestiLungen eines fr«h-mittelalterlichen Ba..i ( *»"""f 
EST) -tersagt worden.und 1st seitdem «*•£*»•££ * 
„orden: 1» Tode sind Alle gleioh. Bafur a.er soil iarzedaBah 
Z-.okeh-WohltmtigB.it gespendet »erden,wosn eine «Z •dak.h-BueBs- 



0/ 
s n ™melMlchse i* Trauerhaus aufgestellt war,und bei der 

Levajah eva 3 Got tesdienst,*in;jan,abgehalten,um den 

££» Z ^enheTzu geben.Saaisc* - sagen ,das Sebet ,»r ■ 
dietoten. Die Hinterlassenen sassen wahrend der sieben e*ten 
die Toten. ux l(Qohiffeh .. auf o C hemeln,Ki3sen.Es war ublich, 

"TT^L'T^TZTotl .in,!, irauer sein.dauerte .i. 
Mf? L ersten Jahrestag wurde der stein g eset a t. ,und von da an 

L» Janrestas-dahrseit g ehalten».Ein Liohtlein .rannte von 
ZenXJZnZ^n A.end.und die *. g enori g en 

h a.en die Manner der Shevrah den oren g e t ragen,dann erst » t d » 
Len sum "Seth HaavarothS.ieis Ha*v„res,dem teas der totter ge- 
Traont Die CtS »er sind alle naoh 6sten,Misrac„,Rioh t u„ g nach 
iSfflSSrli .terichtet. la Monat vor Boson flasehanah soil man die 
Crtter s!iner Me.en >esuenen,e>enso a- danr,eitsta g .Bie totter 
zu uchmtlcken ist nicht tiblich,nur Kie in Ordnung zu halten. 
Ei nen Beth Olar-.einen Friedhof , zu profanen Zwecken zu -rwenden, 
oL gar fceichen aus zu graven, ist nach den -l^c-n ^est^ - 
lungen eine Un^glichkeit.ttnd deshalb woll-n wir noch leb nden 
Sand gger Juden.wie auch der Oberrat der tsraeliten in Baden, 
£ s tun, das Beth Hakvaroth unversehrt zu erhalten. Darin der 
M lf I Unterst^ung der Ortsge.einde sicher zu sein vor Mien 
1 Herren Blister Albert Pin, und Pfarrers Alexander 

Gram er,ist eine ^erpflichtung zu aufrichtiger Anerkennung und 

ehrender und verehrender Dankbarkeit. 

Als in Mai 1965 der"gutenOrt" von Nazi-Bubenhande durch Unsttlrzen a 

von 22 Mazewoth geschandet wurde, haben die lieiden Manner sich ganz 

besonders ua die Wiederherdjellung des"Friedhofs"bemuht . 

Aus ahnlichem Anlass hat der deutsche Bundes-Prasident heinemann 

gesagt ;" die Mentalitar.die dieser ^estialitat zu Grunde liegt, 

darf nimmer wieder gesa.geerntet und verbreitet werden.wir wollen 

Alle in Frieden,Freiheit,und G er echtigkeit leben jetzt und in 

unserer Zukunft." 







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.., im ta«lichen Verkenr gelrauchten Worte uni Aus- 
Aufs tellun g der i* t^gl hen ^.^ mit ^e, 

drttck e,i» re ^«-» W ^ * 0st „ E4ropa ^lichen as.enasischen 

wie sie aus de» in ^ ^ dem Hinwei8 zum h eutigen Ivrith 
Heliraisch umgelautet wurden,una 
d er sephardischen Aussprache. 

Arise lm 



Pinchas 



Benedict, 

Se rnhard 

David, Dovi*, ^avid 



— Amschel 
— Binches 



Elias 

Emanuel 

Friedrich 

Heinrich 

Herrmann 

Jaco"b 

Jfehuda 

Josef 

Isak 

Karl 

Koloman 

Lazarus 

Leop©ld -Leo 

Marcus 

Maximilian, Max, 

Mordechai 
Moses 



__ Baruch,^ruch,Berie,Barle. 

— Davi«,Uovid,9^vidle. 

— Eli, Eilinge, Elias. 

— Manuel, Me nke, Manes. 

— Erider,Fred. f 
Chaim,Hayum, - Heiner.Hinle.Ha'y^^haim. 



Elias 
Emanuel 



Henoch 
Jacov 

Yehuda 
Joseph 
Jitzchak 



Salomon 

Samuel 

Siegmund 

Simon 
Simon Lb* 
Pius 
Zwi 



Schlomori 
Schmuel 

Schimeon 
Pinchas 



— Hinle,fterscriel,fienoch. 
#acolD,Jikef* 

Juda, Yehuda. f 

„ Josef, Jossef,Jossefle,Jo3el,Sepp. 

— Isak,Itzig,Eisik. 

__ Koschel,Kussel,Karl. 
Kolmanes. 

Laser, Lazarus. 

__ L<rt,L6w,Lrt t Lei*,I'ei*ele.mSBH 

— Marc o, Marx, Me rxle. 

— Maier, J»eier,Max,Maxle. 

Mordchele. f 

Moses, Mo f sele7toausche,Mausche*e, 

— *o ses ' mo S eiten Moische. 

_- Schlome, Salman, Salme^Lmele, Sali. 
__ SaWel,Sctoul,Scnmule,Sam,Semi,Sem 

__ Sigel. , 

— Simon, Simme, Schimme. 

Schim5i6' > ^ ,e i* • 

— Binches. 

— Hirsch,Hersch,Herschel. 



I.) N A M E N 
Abigail 
Adelhaid 
Amalia 

Bertha 
Henriette 

Ida 

Johanna 
Judith 
Karolina 

Maria 

Melanie 

Rebekka 

Riphka 

Rosa 

Rosalie 

Sarah 

Sophie 

iamira 



von Frauen, 



Vogel,Feigele, 

— Sela. 

— Mali, M alchen. , 
-Mendel, Breindel,?reindle f Beile 

/ Buhls . 

— Harriet, Mintet,Nette tH ^ ett . 

— Idel.Gidel, 

__ fiannah.ttannele, Hanche 

— Jidel,Gidel t flitche. 
__ Karlin,Karolin,Lina,Linele,Gelle. 
_- Marie,Mir3am,Mar,Mehrle,Mathil«le. 

Miriam, Thilde. 

— Mindel, Mali, Lene.Lenc hen. 

__ Re-be'kka.Wkele, Peppi 

— Rifka,ftifke. 

_- R sa,Bluma,Blume,Blumele,Bltoile. 

Riele, Rosette, 

— , Sarah, Sarle, Sarele. 

__ S fie,Soffele,Sprenzle. 

Zmire . 



MR 



9fl nil 

Era 



Eitt£*S 



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li.-W I * . 



II.) 



T 2e Beth HaKodesch Beis Jfakaudesch 

Synag ° 8 |eth Bataflllah «ela haffixle. 



oder 
oder 



£etn na^xi- * ^etzeiten in der 

Schtae,weil ausserhal* der fce°e 



Schul gelernt warden konnte 
ocnuj- & sohul kommen zum 

Mi n tie Schul geh'n,aus i'r Schul ko 

,. * ^hen und vom Gottesdienst tinmen, 
Gottesdienst,genen una 

QA^omo'cirh Schammes. 
synaso^ndxener *»££* ^ ^ 1]M , maf sprechen. 

Ra>>,,lner uad Frau Brthlner.selten ? ehhet,te. 



ft 



II.) Rav 



ist der Titel eines Schriftgelehrten,der ein 
Exaaen «er Thora-und ialmud-fcenntnisse .estand. 



tforbeter 

Altar 

Pultt 

Schrein 



Vorhang 
Thora 



Umhang 
Wimpel 



Chasan 

/ 
Almemor 



Schulcban 
Aron hako&esch 



Parocheth 
Sepher Thorah 



Mantel 
Wickel 



Chasen. 

Almimr-.der erhflhte Pult ftlr die 
torlesung des Thora-AlBschnittes. 
Schulchen,der Pult des Vorteters 
der den ©ottesdienst leitet. 
Qren hakaudesch,die heilige Lade, 
in der die Thorarollen verwahrt 

werden. / 

ParO / ch*s,vor dem oren hakodesch. 
Sef ' r Thore , Sf orim thoire , die 
Thorarollen, auf Per game nt hand- 

ge schrielaen. 

Mtatele.Die Thotarolle bedeckend, 

Mappe,mit der die Rolle gebunden 



Der Schmuck der Thorarollen: 



Knone.des **«. Ksten &** &»« , ^ 

Ta£el 'f" Jad.die Hand.die das Wn Mhrt. 

Zeiger <Jad 



Bie 5 Bticher der Thora 



Chumisch 
/ 



Chamischah ftlnf. 



Das 1. Buch Bere'schith Bereischis. 

lernen studieren des lalmud ^^ 



Cheder Schulzimmer 



Leinen 
Parschah 



Cheder;in Randegg ein besonderes 
Zimmer zwischen Wohnung und"Schul». 
das Vorlesen aus dem Sefer Thora, 



el „ Atsehnitt aus den Profeten.der 3 s- 
Baftaran Baftare e^ ^ ^^ ^ das „ leinen „ folgte . 

Bet en orie (1 a t edn, oVen Oder daVne^on dd.er reden. 



Schabath Menorah 
Chanulcah Mo no rah 
entztaden 



H. ) Gebet-Umhang Tallith Talles,*alleisim. f 

gebet-Riemen *epW» Tfillem; sie antun tfillem legen. 

Buch der Psalmen Se'fer iehillim Tillim ;Tillim sagen. 

Psalmen-Iieder, Schir Hamalaus: Schir hamafus singen und 
Lieder singen - S 'mires aingen.z.B. an Freitag-Abenden. 
Busgebete Selichoth S'liches :S'liches sagen, 

zu S'liches gehen. 
Buch Esther Megillath Esther die M egilleh an Furim. 

Sprtche der Vater Pirkeh avoth Pirkei oves avoseinu. 

Vortrag tiber ein Thema aus Talmud oder Thora: Draschah- 

Bra'sche - Erklarung verlangend. 
III.) Schabath. Schabbes Scubas machen - ihn vorbereiten 

Schabbes halten - seine Vorschnfter 
und ^ebote beobachten. 
Schabes-Eeuchter Schabes Menore,7 atmig. 

Chanuke Leuchter,8 anmig. 
Die Lichter,neroth,des Leuchters ent- 
ztLnden,und die"neres' benschan-segnen. " 
Freitag Ereph Schabath Eref schabbes. 

Freitag Abend : Beiligung Kiddusch - Segnung des Sabbath 
Segensspruch -Brachah-lro'che uber Wein-jajin, und Brot- 

l^chem-in Form des»B a rches"oder"Berches»oder 
"ChalleVmeist als Zopf gebacken. " Mauze 
das Brotsttlckchen das Jeder davon erhalt. 
Schabbes Deckle, ein schttn besticktes Seckchen ttber den 

Berches gelegt, ( 

Be'nschen das Tischgebet verrichten; mesunem benschen 

gemeinschaftlich das Tischgebet verrichten. 
Schabath Ausgang - Schabbes Abend, oder mozeh Schabbes 
Aphdalah Afdole machen ^egnung des Unterschieds vom 

Ruhe-W Arbeitsgen.dabei ein Afdole Eerzle- 
ein Lichtstock und ein ..Pesamim»-»Psunem» 
Btlchsle-lewttrzbehalter. 

IV. ) F E I E R T A G E : 

ie^lcl ilsach.selten ?eisach -Oster-Walfahrtsfest. 



IV. ) n I E R T A G E , 



/ < / 

Jom Tov - Jomim Tovxm 



f I 

.Jontef, Jomtaufim 



4 



oder Chag-festtag ;chag sameach -soil erfreuen, 
ist zu den Festen der Wunsch,oder»gut J/ontef». 
Jontef mache -daa Jest vorbereiten, 

Jo'ntef halte - die religiosen Vorschriften beobachten. 
■er macht sich en Jontef sich eigenst einen ^eien Tag, 
sich selbst einen freudentag machen. 
Jontef oleine der beste Anzug. 

Mazzah-Mazzc/th Mazze -mizzes-das ungesauerte Ssterbrot 
Chomez das nicht osterliche,gesauerte. 
Bhomez battle den Best des Nichtosterlichen sammeln. 
Chomez Feuerle das Jerbrennen des HichOsterlichen. 
Hagadah die»Erzahlung vom Auszug aus Egypten am / 
Seder Abend, dem Abend Ereph-Pesach,gelesen. Hagoode, 

Go ode, Slide. 
(5mer- oWn.aumem - ^as *ahlen der Tage bis Pfingsten 
Schawucith -Sehewues.Sch'wues, Wochenfest.Erntedankfest. 
Sukkoth Laubhtlttenfest - Sikkes zu gesund 
Sukkah - die Sikke. Die letzten 1?age -hintere Sag Sxkkes 
Die 3 Wallfahrtsfeste - §chloschah flegalim 

Schlosch flegolim. 
Rosen Haschanah ^ujahrsfest-fioschescbo'neh. f 

man wunscht einem "SdSnah *ovah» Schone tauveh 

• in gutes ^ahr. 
Sehofar -Born- Schaufer blose -das Horn blasen. 
tekie gedaulfc-der lange Ton des Horns. (in ^andegg 

bekannter Ausdruck. ) { 

Jom Kipur - Versohnungsfest-Fasttag-Jom kip'r. 

faschte un anbeisse.^ ^inzelne Andachten: 
Sol nidre\,Jiskor,Ni e ien. Chasimeh tauve un e gufsjfohr. 
Jom Kipur katan Fasttage wahrend des Jahres 

Jom kip'r koit'n. f 

lulaf we Ethrog fur Sukkoth Lulef un esrig Palme 

und Granatapfel. BsTig eimache. 



PI 

Mirc^.Maariv.-aoha'chris.m^he.Mahr^. 

dienst. ^iner -Jfiinjtoaann. 

T»«eh-der jtldische gafnder- lu'ech - 

Luach der 3 Monatanfang-fiosch Chaudesch 

Rosch^achodesch der n Tag . leV oW me^desohen. 

rX "--- STL einzeinen ^W- 

Schlus3gel>et : Kaaxscn ,« 
, 1p Thorahrollen : ausheHen und einhefcen. 
Z"linen Teil ... A*schnitts anhoren oder lesen. 
Mizwah -G..ot- Mi'zweh -aufgerufen zu werden. 

mechaHed sein; eine* Preund, exnem Gast 
* *** Sesensspruch-Broche sagen,.er aufgerufen wxrd.. 
Berachah -Segensapj^ .; .,, J fl >iren zum 

Bar Mizwah -Bar HiW ein Junge der mx 13 *£«* 

es B tenmal"aufgerufen»wird,um sexne ^ ach °* ™ 

/ ^ j-ip an diesem Samstag ubl&ch 

Hafthoreh zu sagen.die an aiese 

sind.Barmizwehjung ,.r **<*■* gewOhnlxch 
geschenke Matanoth -^atones.. 
Brith Milah -Beschneidung- Bri. Mileh oder B ^ i9 - 
Brlth ^ohel -Mohi-der die Beschneidung ausf^. . 

Zande* oder Sandek -der ievatter,der dabei den 
Namen des Knalsen giVfe. Z^M- I 

Haulegrason die Na.ensge.ung fir ein Madcnen.^^^ 
Chatunah -Hochzeit-Chasseneh :Kalle die Braut, 

Chosen der Brautigam, Chassene machen. 
Chuppa -Trauhinunel- Chuppe - unter die Chuppe Tringen 
Mischpachah -die Familie -Mischpocheh. 
Meohutan-Mechuten und Mechutene -Schwiegereltern. 
Ketuvah-Kmiveh der Ehevertrag^ 



7 



tf 



v.) 



Tod 



Hochzeit : Kathanah-Mitgift-Blidunjeh. 

Schadchrn -Schadcno'nim -Ehevermittler. 
Schiddisch, ^chidchonim -Ehevermittlung. 
fcaljes machen - eine Ehe hintertrei^en. 
Kalle Silzele - Aufsichtsperson VerloTiter.^ 
Scenes hafcen - sich freuen dttrfen .Simchoth. 
Bores -Zarojdi- machen, S rgen ha¥en. 
Maweth -Moves .Todesengel-MaSch hamoves 
S&mess - der leichnam, der gelegt wird in 
Oren -der S a rg. Tara die TotenToesorgung 

Metar sein - einen Toten rittualmassig *e- 

/ / „ sorgen. 

levajah-levajeh -geerdigung 

Krieje reissen— ein ELeid einreissen £Mher 
als Zeichen der $rauer. 
Schiffeh sitzen -Schevah -sieHen,die ersten 
siefeen Trauertage in trauerhaus sein. 
Schloscbim -achlauschU^die ersten dreissig 
tage nach einem Trauerfall 
Ofel sein - in Trauer sein. 
Sargenes - das iotenkleid ( 

Priedhof- Beth hak'waroth-Beis hakyores 
Haus^der Grader, oder leth 61aa - 
Beis A $hlem -das eweige ftaus. 



Gruss 



Seh'oder gei fcescholem -zum Al»schied gesagt;. 

ziehe hin in Frieden;BeMtt • Dieh Sott. 
Gute fiacht- li.il Menuchah - fceil menucheh. 
Gut Senates- Gut Woch' und gut tfohr; 
Gut Jontef Oder Chag sameach - *as feat soil 

Dir Preude loringen. 
Ken-ja und lo oder lau -nein. 
Wth -Ernes oder Be -ernes -wahr soil es sein} 

Zur Sekraftigung einer ftnga^e. 
Chas wechalilah-dhas wecholiele -Gott Heahr . 



VI.) 



Gruss 



^ser - nein,auf keinem fall. 

Scheker - Luege.Schekermacher-Luge-beutel. 

Sch'korim -Luegen. 

Stuss machen -Spass machen. 

Mcischeles erzahlen-geschichtchen und Erin- 

nerungen erzahlen.tta'asoth -Tatsachen. 
Ein Baal !{techufe sein -Herensn, abHitten. 
Hajan We -ernes sagen.einen im Leid trOsten 

mi t :Gottes Urteil ist gerecht.ist wahr 
Dajan der Richter,und Urteil. 
'>, immune Tauf Nemuneh -Katholisch, (die gute ) 
-^^^SSX :die"neue,C h ada S c^,protee,ant iS c h e - 
jude-Jehudi-Israe'li-Ben Jisroel oder auch Bais 
Isroel,vom Haus Israel. 
Goi -vom andern Volk;Goim-Christen. 
Parnassah-Parno'sse -^eschaft^ensunterhalt 
Medinah- Medi'neh oder Gai - Handelsfcezirk. 
Maasemattes oder-ten - Geschagte-Maaseh ttaatta^ 
S-chore -secharah- Waare.Tinef - schlechte Waare. 
Mauschef -wertlose Waare. Kippe- Anteil. 
ki'ppe Chaver - jeilhaHer; Kippe machen^sich Teteilige, 
Sassern .helfen zutrei^en-.Sasserer - Zutreiber. 
Chattes - einer ,der nichts hat.GW - Dirt 
Ganfene- stehlen. Chezi wechizi -hall, und Hal* 
MescnoW Meschareth - Diener. Zof- Schluss.Ende. 



VI. ) Handel 



Melauche - Welachah - Tat 



Meschutef ■ Meschutaf TeiLhaloer. 

P1 eite -lankrott. „, Ges chichte. 

So e Melauche - na.so was. ^olch eine y 
Meumen, Oesuoan - Geld oder *esef -teisef. 
Ei'n Seisef? -kein geld ?? Meialofim - lOu 000. 
Chillig der Unterschied. Massal - Glttck 
Schlamassel -Unglttck .Ka Massel un ka Broche 
Kein Gl*ck und kein Segen ha*en. dalles - Armut. 
pin tallea un ftftl Dalles- armer Schlucker. 












W%. 






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VI. 



Heschires - Reichtum. Massal fov sagen-begluckwunschen 
Jonim kriegen - Handel bekommen; B'schore machen- sich 
vergleichen. Brauge s-£roge s sein.werden - mit Jemanden 
bose sein.werden. Einem Jflisse IBeschinia wflnschen.emen 
verfluchen.zum Steufel wunschen. 
Sot - Geheimnis;im Sot sagen - einem etwas im Vertrauen 



sagen. 



Schnorrer - Hausierer.Settler-Schnorrant. 
Beheimeh -Beheimes -Behamoth - Vieh 



VII.) T I ERE. aenexuien -««>-■» ~~ --- , 

Slimes-Handler- Viehhandler. Kelef -fcafaa-Hund. f 

Sus - Pferd. Chaser-Chasir-Schwein. Cham'r - Chamor, 
Esel.Of- Gefittigel.Kinnim-Flohe.Ungeziefer. 
ftosch-Kopf; Lef-Herz; Sonef-Schwanz^oches-Gesass, 
Binterteil. Chelik oder^heilik - Anteil. ^ 
VIII ) ESSEN . Acheln- essen; Achileh - das Essen. Lechem -Brot 
Bo'ser - Basar- Fleisch; Jajin-Wein;Majim Wasser. f 
Majim wejajin -Wein und tfasser. Majim min Haschamajim 
Regen. Jarauches - Jerakoth- Gemtlse.Grunzeug. 
Mikker-Pett-Mierenfett. K<4scher-Kascher-rein . 
Ire'fe-Ireife -unrein. Vrimsele-Vermicelles-Nudeln. 
Pr4sele und Pflittele -Sehmalzgebackenes. Etwas im 
Ganses haben- Pleisch conservieren in heisses Ganse- 
Pett eingelegt. Schalet-Schalent-ScnW, suss u.gcharf 
Kugel - stlss u.scharf. Gesetzte Supp. 
IX. ALLGEMEINES . Se'chel - Verstand : ka fief un ka Sechel - kein 
He"rz und keine Seele;lieblos. Chuzpeh-Chuzpah- *rech- 
heit^hutzpeh-Ponim - ein frecher fori. Ponia-Pania- 
gesicht. Assus Ponim - ein unglftubiger ^ensch. 
Chaklue - ein G r obian,ungebildet. Am Razef - em 
Unwissender,9ottloser. Das Gegenteil 1st ein Bal- 
Tfilleh - ein (Jlaubiger mit genntnissen. 
tehachles - zum Trotz. Hinesi'nne - Schadenfreude; 
Kinnesinne haben- neidisch sein. Kofet -Kavod-Ehre. 
K6fetfresser - ein Ehrgeiziger. fcherpe- Cherpah- 
Schande.Sinera charpes sagen - alle Schand sagen. 
Moire- Mohre haben -Angst haben. Nefereh -Sunde. 



IX.) 



nekome - Schadenfreude. ttakkes -Mako'th - Schlage. 

m^ckes kriege -geschlagen werden. 

Makkes un tei'gere Pisch - Schlage und faule #xsche dazu 

Zum Hngltlck noch ausgelacht werden. f 

Sche'ile -Sche'elaWrage ; T'schufe - Teschufah-Antwort. 

aabbem-dibbem -dabar -reden. Ben-Sohn;Bas-Tochter. 

Sch'mah Beni'- HOhre mein Sqhn - Bass mal auf 1 

archer -Bachur - junger Mann.Bursche, junger tehrer. 

aeschiweh Bo'cher - Schiller einer hoheren Schule - 

leschiweh - Mochschule fur Talmud und Thorah. 

MelaWed - lehrer ; Aurach -aro'ch fern- Ortsfremder. 

Zadik -ein Frommer ; Roesche - ein Boser -raschah bfls. 

Msches raachen- BBses tun - Antisemitisch sein. 

Schocherer -schachor -schwarz - Ein Schwarzer .Sentrums- 

Gallach -Sallauchim- Pfarrer. 

Ze'lem - Kreuz. Daule - der Sekreuzigte. 

«ten - Taufen. Z'doke- Zedakah- Almosen 

Schch/te - Vorschrift fiber das Schachten; Kazef-Metzger. 

SchcUet -Schachter. Kaschrut -Aufsicht ttber Koscher 

und Treife. Badigen -gediksh - Untersuchung- Untersuchen 

des leschlachteten Tieres.der Lungen.ob frei von Tbc. 

Bo'ser -Basar-KLeisch.Chalef- das Messer. 

Chein - AnmutjChe'nedig- anmulg; unchein-tolpelhaft. 
Schnukel - ein gutmutiger Mensch; Schnuckele- Liebling. 
Chanfene - Plattieren ; Taschchet -Liebling (Worblingen) 

Menuche-Menuch^h-Huhe ; ^^^^^flioh. 
unbedahmt - unhljmch.flegelhaft.Bejuscliel gem 

r/lelcalJ- !«.. «^- - *" «*^»-»- 

/ n -u. .*«, (i orr • rtaulem-Dummkopi . 

Gholemer -Traumer; Schaute - Narr , ^au±e 

Stieke - leise,bestieke-l£m Geheimen,unbemerkt. 

:lzzene oder hauleche -raz ,haloch -gehen - davonlaufen. 

ftazen bestieke -drtlck Lich schnell. 

Meschugge - W eschuggaas - terruckt -terrucktheit. 



ifiescnugge -^caoiiu 66 au- 

Koich -Soiches - Koach- Kraft, Krftfte. 






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IX ) Chami'meh-cham -warm- Hitze; Kriere gedaule-grosse Kalte. 

Bchikeniwchitoir- trinke S ;echiker g betrunken. 
Schikse-Schiksele- Diensfcaadchen^ Chonte- .Dime. 
Refue - Heilmittel, Keilung, ttofeh - Arzt. 
Eefuie suche- zum Dr. gehen.Machlofim -Krankheiten. 
a kla Mannle - ein Zwerg ; Mamser - Zwitter. 
mechai'es sein- einem wohlwollen.wohlgesinnt sein 
mechaies lau - nicht wohlwollend, nicht trauend. 
medaber lau - rede nicht;halt den Mund .' 
Nekei'fe - ein bases Weib.Xantippe. 
Bilzele - Madchen. Von pucelle franz.pucella ital. 
Mefulbel -mevulbal- durchgedreht, verrackt. 
Beisele- Hausle; Genocher - Gemnse. 

Chefzes-Chefazoth-allerlei ,aren;§erumpel.Ausschussware. 
Schm/ttes -billige Eleider,fur Frauen;f etzen. 
Schulch'n siruch- ein Kommentar zum Talmud. 
Er macht sich sein' Schulchn aruch selber - Auslegen 
einer Vorschrift nach eigenem Selieben. 
X. ) Vereine: Chevr ^i_Chevr^th -Ohevere - ChSvres : 

Chevreh Kedi'sche -die heilige-Bruderschaft ftlr die 
jgesorgung der Toten,und Beerdigung- 
z'doke -Zedakah- Armenkasse.Wohltatigkeit 
» naschim - Frauenverein. 

gemilus chesed - Wohltatigkeit bei verschamten 

Armen.Ausstattung von Brauten. 
Salmud-tho're - Fortbildung durch Vortrage. 
Beis hakne'set - ftlr Synagoge -gemeinde Zwecke. 
ii ftlr eine geihe von Institutionen 

So so'o .' a soi ? De «arfsch - Du darfst. / 
Raut a moil- rate mal; Ich waass?-weiss ich ? 
as ich waass - soviel ich weiss. 
ich waass viel ? wenn einer etwas nicht sagen 
will oder kann_ Irgendwo streckt der ftanef 
sein Chaserfussle raus- wenn einer sich seibst 
verratjauch Miatrauen haben gegen ^emanden. 
Z-Stubete geh-n -oder kommen: einen abendlichen gemutlichen 
Z Stukete gen n $ Q3Uch machen>ohne grosse Aufwartungen. 



XI.) gedensarten 



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eleichzeitig tun. a4 „ « 

I. „ »«f».« for faier.rennt „ .» » a3 sar.-»an *a m se in e» 

SCicfcaaa nlcht ££? tot mehr Haua.ais .1. . 

Er hot mehr charaute.as Hoor ui n op i 

Sache wert ist. Charaute-Seue . 
Peyes - Sc^.fenxoc.e n Aane^it Peyes -V*™*^ 
Zu VII.Tiere : ^^^slSt Jad - Hand ; Ezpah - Finger 
l%l-TZ%lTr fosenVosnai* - Ohr ; A^in - Au g e 
Enajim-Augen ; Sera - Samen. B + + * mn * 

Chai - LeHen. Bechaijai - Hei meinem LeHen -zur Bekraftigung 
Tl ist heHraisch HuchstaHiert Chet-jud oder u^ekehrt .ud-chet . 

Mancher hat fceim-schnodern-'-spenden, gesagt;Chai Mark • 

also l8.-Mk.;oder gar:chai Mk. lechol lechevres -ieh 

spende jeder Chevreh-jedem Verein l8.-Mk. 
Er ho t mehr deiges,als fioor *<. Kopf, er hat aehr Sorgen.als er 

ertragen kann.Deige-Deegah-Sorge. 
Chochmeh-ftachamah -Verstand;Cnochem-ein Kluger 

aan'r voll Chochmes - ein UeHerkluger. 
Achileh .LeHen - sagt ,an von eine. der viel und gern viel ■ -.*. 
M s hugge - verr^ckt. Meschuggas - Wcktheit, rrsxnn 
22 e ffleschuggas eHHes tun - ohne *eHerlegung handeln. 
einem de Gaule* mache - sich zum flarren halten lassen. 
sei m'r mochel - verzeih' mir;entschuldige,Hitte. 

isch Hin .-*>. raochel - nichts «r ungut;ich neha-s dxr nxcht flHel. 
Mafsik sag'n - halt sagen;genug. in ^ith:»asp* 
Refue nehmen - zum Dr.gehn. Chaserkopf - Sauhund 

Refue nenm reli g i0 sen Bann tun. Cherem-Bann. 

in den 6herem tun - emen in *■•*>■>■ s 

Ein Ha'al tschufe sein - ein reuiger 3flnder.AH.itte tun. 
Mechile preije - jemanden Ab.itte leisten. 
fenn'sch mischeHeirech dervo .ache - da ist kein aeg 
o d " : Lh 9chaH.es drvon - umsonst, nichts wert. 



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Noch einige Gefcrauehe : Schechejone machen -*>tt darken mit einem 
eLm Segensspruch,wenn .an eine erste Frucht Sst.wenn man 
etwas erreicht hat, und ahnliches,Heginnend. 

Gaumel Henschen -der Dank-Segensspruch kach Errettung aus Gefahr. 

Broche machen -einen Segensspruch sagen. 

an dem is kaa Troche - daran 1st kein Segen. 

Tefillim legen - die Ge-betsriemen anlegen. 

Taufeln,tov-gut machen «r Pesach das Dorrfleiscn durch * em 
in messendem Wasser,dem»Bach" Oder dem Fr«sche*ach. 

PAQn>1 Haschanah ging man an diCBach^ruck' , 

imd fcetend urn EntstLhnung zu "bitten. 
Kaschern^ g nsLde durch Aus k ochen oder AusglUhen koscher zu mache, 
ie3 da s Studium von Thora und Talmud, Mischnah und Gemorah 
set es im Cheder.de* Lermhaus.oder in einem 
trosten.sei es durch die Chevrah Talmud-Thorah an Hestxmmten 
A*enden,wie 3chewuoth und Schmini Azareth. 
MesussaH susseh anschlagen ,eim Einzug in ein neues Haus oder 
Wonnung an einen Turposten.naturlich mit entsprechendem 
Se^ensspruch.Mesussah ist ein kleines Gehause aus Holz oder 
Metall, in dem fcestimmte auf Pergament oder Papier geschrie- 
*ene Thorah-A.schnitte verwahrt sind. An der mesusseh war 
zu Irkennen.dass hier Juden wohnen.Vielfach war Brauch,*enn 
Du eingehst und wenn Du ausgehBt,wie geschrie^en steht, die 
Zl S 1 ^»n mit der Hand und diese dann zum Mund zu 
fOhren. Ein Vergleich zum Katholischen B ra uch Wexhwasser zu 
nehmen. 



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Jfldlschej«2>« in den Fa»ilien 

" ! von Kuchen nnd KleingeMek war eine in Randegg ™i 
Das Baoken von Kuchen »n ^ ^ ^ ^^ 

getftte und erfolgreiohe Kunsr ^ 

,e«,nr***e» See.ens-.edingungen » ^^^ slch bea8 ern- 

den Verhaltmssen* a lallt „ Delt annt ; die aina wegan 

HanChe s r;M:l "d r « e S !Kuc„e„,die andere a. nnea Knse.uenana 

ihr aa Stran^al adar^ Bunt . 8ugelhopM ..,„nd wieder aina wagan 

Oder durch Itaen g ™ war aa3 . spa „ 1 soh, Brot-meine*. 

inrer ^-^T^^ lul*asehen ens Blattarteig ,^i^- 

den, KocKenden ei» MM »- Mlttag , schmor e„ 

ge*.n,gewnr* t ,und m Ofen ^« z ^ den Ilaoh zu kOT1M n. 

Heine schrie* : Schalet, schoner Gotterfunke, 

Tochter aus Elysium J 
Also klange Schillers Hochlied, 
Hatte Schalet er gekostet. 
« t„tt dieses -scharfen Scholent" den in Rand- 

Vielleicht hat Heme statt dieses aU3 e inge- 

egg lichen und -iie^^ssen^ t £. . & ^ 

weichten Br«tchen,oder Nudeln.oder am al _ wichtig _ 

^^^ », » rfM . «o e k-D»rrwO¥st , gesetzt.geschmort. 

Rinderfett^&ewttrz.Back-^rr-u »* der abge3chund enen, 

Mnaegrieten sind die knusperxgen Reststucke 
ausgelassenen,fetten Gansehaute. 



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Als Ersatz ftlr Butter, Oel, und andere Fettarten,wie Margarine, die 
es ja seiner Zeit nicht gab, war man,fleischig,auf das ausgelassene 
Gansefett angewiesen,und sannnelte dieses an wahrend der Wintermonate 
Doeh dies nur in reicherem *ause,an Stelle von Rinderfett.Die Ganse 
warden meist selbst gestopft.meistens mit Mais. 

Gansehals,gefullt mi$ Mehl.zerkleinertem Rinderfett, gewttrzt.mit 
wasser angekocht,gebraten bis zur knusperigen Kruate.Mit gleicher 
i'ttllung aUSge braten gab es beijrfaMnchen gefttllten Darm.im Osten 
genannfgefttllte Kischkes." Zur "gefttllten Milz" wurde deren Inneres 
ausgeschabt,mit eingpweichten Semmeln, filer, ?ettsttlckchen .Gewttrzen 
g emi3cht,zurflckgefttllt,im eisernen Topf lange gebraten. 
Fische waren immer beliebt, sei 's von der HOri aus dem Untersee, sei -s 
von Diessenhofen aus dem Rhein;meist"blau" gesotten,oder besser noch • 
in"judischer gauce%wozu der wflrzige Sud mit Ei udd Heischbrtthe ab- 
gertihrt wird.Gab es kein Felchen,Hecht oder ahnlichera.mollte genugen 
nach dem Spruch : bemakoom eijn isch.is Hering e Flsch,das ist : 
wenn es keinen der ortlichen Fische gibt,ist auch der Hering einer, 
a ls auch dem einfachsten Haushalt zuganglich,vor allem gestreckt als 
Gefollte Fisch.Auf diese Weise-auch andere Fische-zubereitet.also 
das Rttckenfleisch gemalen mit Brot,Ei,&ewurz und 8wiebel,findet man 
als sehr beliebte "Fisc&klttse" auf der Speisekarte vieler Haushalte 
und bester,internationaler Hotels. 

Es soil nun aber Keiner, der diese Ueberlieferung der teilweise etwas 
kostspieligen gerichte,liest,auf den Gedanken kommen.die jttdische 
Kttche als solche.und die jftdische fteligion ttberhaupt,beachte nur die 
8eichen,und lasse die Unbemittelten von diesen Gentissen ausgeschlos- 
sen.Dem ist nicht so, jetzt.und war es nie, in alten Zeiten.Denn gerad* 
die soziale Fursorge,und die erzieherische Absicht dazu, of fenbart 
sich in dem immer beobachteten Gebot.das in der Hag a dah verlangt : 
"Wen es hungert.der komme.und esse mit uns;wer in Not ist, der komme 
und sei wllkommen bei uns. "Nicht nur an Feiertagen, sondern an jedem 
Tag des Jahres.